TKP-Stellungnahme zur koedukativen Bildung: Wir werden diejenigen stoppen, die sie ins Visier nehmen
Die TKP hat auf Berichte reagiert, die koedukative Bildung angreifen, und darauf hingewiesen, dass in einigen Städten bereits Mittelschulen ausschließlich für Mädchen eröffnet wurden.
Die Kommunistische Partei der Türkei (TKP) hat auf Berichte und Schlagzeilen in regierungsnahen Medien reagiert, in denen Forderungen nach einer Abschaffung der koedukativen Bildung erhoben wurden. In einer Erklärung der Partei wurde betont, dass man gegen Versuche, die Koedukation ins Visier zu nehmen, kämpfen werde.

In der Erklärung hieß es: „In genau 8 Städten wurde die koedukative Bildung bereits durch die Eröffnung von Mittelschulen, die nur von Mädchen besucht werden dürfen, ausgehöhlt. Wir werden diejenigen stoppen, die die koedukative Bildung ins Visier nehmen.“
Die TKP argumentierte, dass die schulpolitischen Maßnahmen unter Bildungsminister Yusuf Tekin das Prinzip der säkularen und öffentlichen Bildung schwächen. In der Erklärung wurde behauptet, dass die in einigen Medienorganen erhobenen Forderungen nach einem „Ende der koedukativen Bildung“ durch frühere Äußerungen von Minister Tekin zu Mädchenschulen bestärkt würden.
BETONUNG AUF KINDERN AUSSERHALB DES BILDUNGSSYSTEMS
In der Erklärung der Partei wurde unter Berufung auf Daten der Gewerkschaft Eğitim-İş darauf hingewiesen, dass im Schuljahr 2023-2024 etwa 612.814 Kinder im schulpflichtigen Alter nicht am regulären Unterricht teilnahmen. Es wurde festgehalten, dass diese Zahl im Vergleich zum Vorjahr um 38,4 Prozent gestiegen sei und Schätzungen zufolge heute noch höher liege.
Zudem wurde in der Erklärung mitgeteilt, dass 53,6 Prozent der Kinder, die nicht am Bildungssystem teilnehmen, Jungen und 46,4 Prozent Mädchen seien. Es wurde argumentiert, dass Jungen eher aus wirtschaftlichen Gründen vom Bildungssystem fernblieben, während Mädchen aufgrund von Zwangsverheiratung im frühen Alter, häuslicher Belastung und reaktionären Tendenzen vom Unterricht ausgeschlossen würden.
Die TKP erinnerte daran, dass die Eröffnung einer Mittelschule ausschließlich für Mädchen im vergangenen Jahr im Stadtteil Dikmen in Ankaras Bezirk Çankaya in der Öffentlichkeit auf Kritik gestoßen sei, und behauptete, dass es ähnliche Praktiken auch in anderen Städten gebe.
Am Ende der Erklärung hieß es: „Dieser reaktionäre Angriff muss zurückgeschlagen werden; dieses Vorhaben, das sich gegen die Republik, den Säkularismus und vor allem gegen Kinder richtet, muss gestoppt werden.“
Nachrichtenquelle: 12punto
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