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Yusuf Tekin äußert sich zur möglichen Annullierung der LGS-Prüfung

Trotz der Entlassung des Generaldirektors für Informatik im Bildungsministerium, Özgür Türk, im Zuge des LGS-Skandals, der aufgrund von Manipulationsvorwürfen nicht aus den Schlagzeilen verschwindet, erklärte Bildungsminister Yusuf Tekin: „Der Schwierigkeitsgrad ist mit dem der letzten 4 Jahre vergleichbar. Den Analysen zufolge ist die Zuverlässigkeit auf einem hohen Niveau. Eine Annullierung der erfolgreich durchgeführten Prüfung steht nicht zur Debatte.“

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Yusuf Tekin äußert sich zur möglichen Annullierung der LGS-Prüfung

Bei der Prüfung zum Übergang in weiterführende Schulen (LGS), bei der am Sonntag, dem 15. Juni, rund 1 Million Schülerinnen und Schüler schwitzten, sorgte die Tatsache, dass 719 Schüler trotz des hohen Schwierigkeitsgrades alle Fragen richtig beantworteten und die volle Punktzahl erreichten, für Diskussionen.

Dass Fragen noch vor Ende der Prüfung in einer WhatsApp-Gruppe geteilt wurden, verstärkte die Manipulationsvorwürfe. Bildungsminister Yusuf Tekin hatte daraufhin bekannt gegeben, dass gegen 29 Personen ein Disziplinarverfahren eingeleitet wurde und der Generaldirektor für Informatik des Ministeriums, Özgür Türk, seines Amtes enthoben wurde.

Trotz der eingeleiteten Ermittlungen und der Entlassung wies Yusuf Tekin die Manipulationsvorwürfe zurück und beantwortete die parlamentarischen Anfragen der Opposition.

Tekin argumentierte, dass die betreffenden Vorwürfe haltlos seien und durch falsche Informationen die Leistungen sowohl der Schüler als auch der Lehrer missachtet würden. Er wiederholte, dass eine Annullierung der Prüfung, die seiner Ansicht nach erfolgreich verlaufen sei, nicht in Frage komme.

„VOM SCHWIERIGKEITSGRAD HER MIT DEN VORJAHREN VERGLEICHBAR“

Tekin wies auch die Behauptungen zurück, die Prüfung sei die schwierigste der letzten Jahre gewesen: „Wenn man die letzten 4 Jahre betrachtet, zeigt sich, dass die zentrale Prüfung vom Schwierigkeitsgrad her mit den Vorjahren vergleichbar ist. Den Analysen zufolge ist die Zuverlässigkeit auf einem hohen Niveau. In diesem Rahmen wurde die besagte zentrale Prüfung in Übereinstimmung mit den Grundsätzen der Messung und Bewertung, transparent und unter Aufsicht durchgeführt.“

Der Minister äußerte sich auch zu den Vorwürfen, dass ein Aufsichtslehrer in einer Schule ein Foto des Fragenhefts eines nicht anwesenden Schülers gemacht und dieses in einer Messaging-Gruppe mit vier Beteiligten geteilt habe. Tekin erklärte, dass es sich bei den geteilten Bildern nicht um die Originaltexte des Ministeriums handele und betonte, dass das Mitführen von Aufnahmegeräten in Prüfungsgebäuden strengstens verboten sei.

„NICHT 300, SONDERN 10 SCHÜLER“

Tekin kritisierte auch die Beiträge in den sozialen Medien und äußerte sich wie folgt:

„Einige Namen brachten diese Situation mit der Initiative ‚Terrorfreies Türkiye‘ in Verbindung und behaupteten, dass in Diyarbakır 300 Schüler die volle Punktzahl erreicht hätten. Die Anzahl der Schüler in Diyarbakır, die alle Fragen richtig beantwortet haben, liegt bei 10, und diese Schüler besuchen unterschiedliche Schulen. Ähnlich wurde behauptet, dass in Bursa 36 Schüler einer Imam-Hatip-Mittelschule die volle Punktzahl erreicht hätten. In Bursa haben insgesamt 20 Schüler aus 17 verschiedenen Schulen alle Fragen richtig beantwortet; an der genannten Imam-Hatip-Mittelschule gibt es keinen Schüler, der alle Fragen richtig beantwortet hat. 9 Prozent der 719 Schüler, die alle Fragen richtig beantwortet haben, sind Schüler von Imam-Hatip-Mittelschulen.“

Dem Bericht der regierungsnahen Zeitung Türkiye Gazetesi zufolge sagte Minister Tekin, dass alle Prüfungsfragen von Kommissionen aus Fachlehrern in einem sogenannten „Roten Bereich“ gemeinsam erstellt würden.

Minister Tekin erläuterte den Prozess vor, während und nach der Prüfung wie folgt:

- Die Arbeiten zur Erstellung und Entwicklung der Fragen werden in einem Sicherheitsbereich namens „Roter Bereich“ durchgeführt, der vollständig von Internetverbindungen und externer Kommunikation isoliert ist. Der Rote Bereich ist nur für autorisiertes Personal mit kontrolliertem Zugang zugänglich.

- Der Zutritt zum Roten Bereich erfolgt nicht nur über Kartensysteme, sondern auch über biometrische Methoden wie Fingerabdruck-Scans. Die Fragen werden 35 Tage lang in einem geschlossenen System ausgewählt und am selben Ort gedruckt.

- Die Prüfungsunterlagen werden mit GPS-überwachten Fahrzeugen und in Begleitung von Sicherheitskräften in die Provinzen und Bezirke transportiert. Die nach der Prüfung entgegengenommenen Antwortbögen werden in einen Rückumschlag gelegt und versiegelt.

- Diese Umschläge werden in Sicherheitsboxen gelegt und mit Schlössern mit speziellen Seriennummern verschlossen. Die aus den versiegelten Umschlägen entnommenen Antwortbögen werden unter Kameraüberwachung mit einem doppelten optischen Lesegerät in einem geschlossenen System ausgewertet.


Nachrichtenquelle: 12punto

LGS