Bemerkenswertes Detail im Fall Oba Makarna: Wird der Fall mit Blutgeld geschlossen?
In der Anklageschrift zur Explosion in der Oba-Makarna-Fabrik in Hendek, Sakarya, bei der 2024 fünf Arbeiter ums Leben kamen, sind skandalöse Details ans Licht gekommen. Während die Unternehmenseigentümer versuchten, sich der Verantwortung zu entziehen, indem sie die verstorbenen Arbeiter beschuldigten, widerlegte ein kriminaltechnischer Bericht diese Behauptungen. Während das Top-Management entlastet wurde, wurde lediglich der Fabrikleiter verhaftet.
Wie der Halk-TV-Autor İsmail Saymaz berichtet, enthält die Anklageschrift zur Explosion in der Oba-Makarna-Fabrik in Hendek, Sakarya, am 15. September 2024, bei der fünf Arbeiter ihr Leben verloren, bemerkenswerte Details. Die Eigentümer des Unternehmens beschuldigten den verstorbenen Arbeiter, um sich der Verantwortung zu entziehen.
MESUT ŞİMAY WURDE BESCHULDIGT, DOCH DER KRIMINALTECHNISCHE BERICHT ENTLASSTET IHN
Bei der Explosion kam zunächst der 27-jährige Reinigungskraft Mesut Şimay ums Leben. Danach starben vier weitere Arbeiter. Laut Anklageschrift war die Ursache der Explosion die Entzündung von Mehlstaub durch einen Funken, der durch einen Kurzschluss entstand.
Die Unternehmenseigentümer Mehmet Musa Özgüçlü und sein Sohn Alparslan Özgüçlü behaupteten in ihren Schriftsätzen, dass Şimay die Explosion verursacht habe. Der kriminaltechnische Bericht fand jedoch keinerlei chemische Rückstände, die das Feuer hätten auslösen können.
EIGENTÜMER KOMMEN DAVON, DIREKTOR WIRD BESCHULDIGT
Die Eigentümer gaben in ihren Aussagen bei der Staatsanwaltschaft an, dass sie die gesamte Befugnis an den Direktor Volkan Uğur übertragen hätten. Es konnte jedoch kein offizieller Nachweis darüber gefunden werden, dass Uğur in Bezug auf Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz bevollmächtigt war. Dennoch sah die Staatsanwaltschaft keinen Grund, ein Ermittlungsverfahren gegen die Familie Özgüçlü einzuleiten.
KLAGEN GEGEN BLUTGELD ZURÜCKGEZOGEN
Vier der Familien der fünf verstorbenen Arbeiter zogen ihre Klagen gegen die Zahlung von „Blutgeld“ zurück.
EINZIGER INHAFTIERTER IST DER DIREKTOR: „ICH HABE AUCH NUR BEFEHLE EMPFANGEN“
Im Rahmen des Verfahrens befindet sich lediglich der Fabrikleiter Volkan Uğur in Haft. Er argumentiert, dass die Verantwortung eher bei den untergeordneten Mitarbeitern liege als bei ihm selbst. Auf diese Weise wurden keine Personen aus der oberen Führungsebene vor Gericht gestellt, sondern lediglich Mitarbeiter der unteren Ebene.
Die erste Verhandlung findet am 17. Juli statt.
Nachrichtenquelle : 12punto
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