Anklageschrift im Fall Narin Güran fertiggestellt! Alles geschah innerhalb von 33 Minuten!
Die Anklageschrift zum Mord an der 8-jährigen Narin Güran, die in Diyarbakır verschwand, wurde fertiggestellt. Gegen die Familie und Nachbarn von Narin wurde wegen „vorsätzlicher Tötung“ Klage mit der Forderung nach lebenslanger Haft unter erschwerten Bedingungen eingereicht. Die erste Anhörung findet am 7. November statt. In der Anklageschrift wird festgehalten, dass die Verdächtigen am Tag des Vorfalls gemeinsam handelten, zudem wurde der Ablauf des Tages minutiös rekonstruiert.
Es gibt aktuelle Entwicklungen im Fall der Ermordung der 8-jährigen Narin Güran, die in Diyarbakır verschwand. Zuletzt wurde die Anklageschrift zu Narins Tod fertiggestellt.
Zuletzt wurde für den ersten Prozesstag am 7. November ein Vorführungsbeschluss gegen 22 Personen erlassen, darunter auch der Vater Arif Güran. Hier sind die aktuellen Entwicklungen zum Mordfall Narin Güran.
ANKLAGESCHRIFT ZU NARİN GÜRAN
In der Anklageschrift wird daran erinnert, dass die erste offizielle Meldung über das Verschwinden von Narin am 21. August gegen 20:43 Uhr durch einen Anruf ihres Bruders Baran Güran bei der Notrufzentrale 112 erfolgte.
Auf den Kameraaufnahmen der Grundschule Tavşantepe ist zu sehen, wie Narin am selben Tag um 15:11 Uhr aus dem Sichtfeld der Kamera verschwindet und den Pfad in Richtung ihres Hauses einschlägt.
Es wurde festgestellt, dass ein verdächtiges Fahrzeug am selben Tag um 15:41 Uhr in den Sichtbereich der Kamera eines gegenüber von Tavşantepe gelegenen Bauernhofs fuhr und gegen 15:44 Uhr auf einem Feldweg in der Nähe des Eğertutmaz-Baches anhielt.
Nach der Kamerazeit verließ das Fahrzeug, bei dem es sich um ein rotes Auto handelte, nach 38 Minuten und 11 Sekunden die Umgebung des Eğertutmaz-Baches.
Bei der Auswertung der Kameraaufzeichnungen wurde eindeutig festgestellt, dass es sich bei dem Fahrzeug um das von Nevzat Bahtiyar genutzte Auto handelte.
Die Anklageschrift, die auch HTS-Daten (Verbindungsdaten) und Funkzellenauswertungen enthält, zeigt, dass die vier Verdächtigen am Tag des Vorfalls sowohl vor als auch nach dem Mord gemeinsam handelten und sich am selben Ort aufhielten. Laut HTS-Aufzeichnungen:
*Mutter Yüksel Güran befand sich zu Hause, als ihr Telefon am Tag des Vorfalls um 14:28 Uhr ausgeschaltet wurde; als es am selben Tag um 15:38 Uhr wieder eingeschaltet wurde, befand sie sich ebenfalls in ihrem Wohnsitz.
*Bruder Enes Güran befand sich am Tag des Vorfalls in seinem Wohnsitz, als sein Telefon um 14:30 Uhr ausgeschaltet wurde; als es am selben Tag um 15:41 Uhr wieder eingeschaltet wurde, befand er sich ebenfalls dort.
*Onkel Salim Güran verließ seinen Wohnsitz am Tag des Vorfalls gegen 14:52 Uhr, hielt sich bis 15:19 Uhr im Haus von Arif Güran (Narins Haus) und dessen Umgebung auf, begab sich um 15:20 Uhr zum Stall und hielt sich bis 16:10 Uhr im Haus von Arif und dessen Nebengebäuden auf.
*Nevzat Bahtiyar verließ nach einem Telefonat mit Salim Güran am Tag des Vorfalls um 15:08 Uhr seinen Wohnsitz, hielt sich in der Nähe von Arifs Haus auf, traf gegen 15:27 Uhr bei Arifs Haus ein und hielt sich dort bis 15:35 Uhr auf, bevor er den Ort verließ; gegen 16:00 Uhr befand er sich an der Stelle, an der Narins Leiche gefunden wurde.
KAMERAAUFZEICHNUNGEN
In der Anklageschrift wird ausgeführt, dass die Kameraaufzeichnungen, die den Eğertutmaz-Bach überblicken, detailliert analysiert wurden, da die Möglichkeit bestand, dass Familienmitglieder und Verdächtige den Fundort der Leiche kannten. Es wurde festgestellt, dass sich am Tag des Vorfalls gegen 22:35 Uhr ein Fahrzeug in Richtung des Fundortes der Leiche bewegte, um 22:48 Uhr am Fundort anhielt und um 22:55 Uhr die Rückfahrt antrat. Unter Berücksichtigung des Gutachtens zur Funkzellenanalyse und des HTS-Analyseberichts wurde festgestellt, dass die Person, die auf den Kameraaufzeichnungen zum Fundort der Leiche kam, eindeutig der Verdächtige Salim Güran war.
In der Anklageschrift heißt es: „Unter Berücksichtigung der HTS-Analyseberichte und des Gutachtens zur Funkzellenanalyse, die eindeutig belegen, dass sich alle Verdächtigen im Wohnsitz aufhielten, ist man zu dem Schluss gekommen, dass die Verdächtigen, die in zeitlicher und räumlicher Einheit handelten, mit gemeinsamem Vorsatz und in Mittäterschaft agierten, die gemeinsame Kontrolle über die Tötungshandlung ausübten und Narin Güran aus einem nicht näher bestimmbaren Grund und Motiv durch Erwürgen töteten, weshalb ein hinreichender Tatverdacht besteht, dass sie die ihnen zur Last gelegte Straftat als Mittäter begangen haben.“
In der Anklageschrift wird zudem darauf hingewiesen, dass im Rahmen der Patrouillen der Sicherheitskräfte im Stadtteil Tavşantepe festgestellt wurde, dass die Familienmitglieder häufig Treffen abhielten. Es wird erwähnt, dass Erhan und Barış Güran, gegen die ebenfalls ermittelt wird, nach dem Vorfall Überwachungskameras an ihren Wohnsitzen installierten. In der Anklageschrift heißt es dazu:
„Bei der Durchsuchung unter Beteiligung der Sicherheitskräfte ergab die erste Auswertung der sichergestellten Aufnahmen, insbesondere der Kameras im Wohnsitz von Erhan Güran, dass sich die Familienmitglieder häufig, vor allem in den Nachtstunden, zusammenfanden. Obwohl die Kameraaufzeichnungen über eine Audiofunktion verfügen, wurde festgestellt, dass die Stimmen nicht verständlich waren.“
Nachrichtenquelle : 12punto
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