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Der Tuz Gölü trocknet aus! Wasserfläche auf ein Zehntel geschrumpft

Der Tuz Gölü, der zweitgrößte See der Türkei, schlägt aufgrund von Dürre und Klimawandel Alarm. Die einst 130.000 Fußballfelder große Wasserfläche des Sees ist auf 13.000 Felder zurückgegangen. Experten weisen auf den unbewussten Verbrauch von Grundwasser und die abnehmenden Niederschläge hin.

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Der Tuz Gölü trocknet aus! Wasserfläche auf ein Zehntel geschrumpft

Der Tuz Gölü, der sich an der Schnittstelle der Provinzen Ankara, Konya und Aksaray befindet, zählt zu den wichtigen Feuchtgebieten für den Erhalt der biologischen Vielfalt.

Der Tuz Gölü, der Tausenden von Vögeln, allen voran Flamingos, ein Zuhause bietet, schrumpft aufgrund von Niederschlagsmangel und den Auswirkungen der globalen Erwärmung von Tag zu Tag.

Jüngste Untersuchungen am Tuz Gölü haben ergeben, dass nur noch eine Fläche von etwa 9.000 Hektar mit Wasser bedeckt ist.

Der Tuz Gölü trocknet aus! Wasserfläche auf ein Zehntel geschrumpft

Prof. Dr. Melayip Bilgin, Dozent am Fachbereich Umweltingenieurwesen der Fakultät für Ingenieurwissenschaften der Universität Aksaray, erklärte, dass Zentralanatolien die niederschlagsärmste Region der Türkei sei.

Bilgin erläuterte, dass der Tuz Gölü und seine Umgebung der trockenste Teil dieser Region seien, und äußerte sich wie folgt:

"Die Auswirkungen des Klimawandels beschränken sich nicht nur auf diese Region oder unser Land, sie sind weltweit spürbar. Mit dem Klimawandel nehmen die Niederschläge ab, die Temperaturen steigen und die Welt erwärmt sich. Weltweit werden verschiedene Maßnahmen gegen diese Klimaveränderungen ergriffen. Speziell für Aksaray und den Tuz Gölü haben wir ein Jahr mit geringen Niederschlägen hinter uns. Die Auswirkungen dieser niederschlagsarmen Periode werden wir in den kommenden Monaten und im nächsten Jahr noch stärker zu spüren bekommen."

Der Tuz Gölü trocknet aus! Wasserfläche auf ein Zehntel geschrumpft

Bilgin wies darauf hin, dass es verschiedene Arten von Dürre gibt: saisonale, landwirtschaftliche, hydrologische, meteorologische und sozioökonomische.

Er betonte, dass all diese Dürreformen die Region beeinträchtigen: "Die Wasserfläche des Tuz Gölü betrug bis zum Zeitraum 1987-1990 etwa 93.000 Hektar. In den 2000er Jahren sank diese Fläche auf 30.000 Hektar. Aktuell liegt sie bei etwa 9.200 Hektar. Als der Tuz Gölü noch etwa 93.000 Hektar groß war, entsprach dies einer Fläche von 130.000 Fußballfeldern. Unter dem Einfluss von Dürre und Klimawandel ist sie auf 13.000 Fußballfelder geschrumpft. Das bedeutet, dass die wasserbedeckte Fläche des Tuz Gölü nur noch ein Zehntel ihrer ursprünglichen Größe beträgt. Es wird prognostiziert, dass diese Fläche weiter abnehmen wird, solange die globale Erwärmung anhält und keine ausreichenden Maßnahmen ergriffen werden", sagte er.

Der Tuz Gölü trocknet aus! Wasserfläche auf ein Zehntel geschrumpft

Bilgin erklärte, dass zu den vorrangigen Maßnahmen zur Dürrebekämpfung die Sensibilisierung und Aufklärung der Bürger gehöre.

Er merkte an, dass Menschen die Ernsthaftigkeit einer schwierigen Situation oft erst dann begreifen, wenn sie selbst davon betroffen sind, und fügte hinzu:

"Leider werden wir uns dieser Situation erst bewusst werden, wenn unser Wasser knapp wird und ausfällt. Eine der einfachsten Maßnahmen ist es, das Grundwasser nicht unbewusst zu nutzen. Es findet eine übermäßige Grundwasserentnahme statt. Dies führt auch zur Entstehung von Erdfällen. In einigen europäischen Ländern kam es bereits zu Stromausfällen. Wenn bei uns die Wasserversorgung unterbrochen wird, werden wir merken, dass unser Wasser zur Neige geht. Aufgrund der geringen Niederschläge der letzten Jahre und der unbewussten Nutzung scheint sich unser Status von einem wasserreichen Land hin zu einem wasserarmen Land zu entwickeln. Es sollten generell Produkte angebaut werden, die wenig Wasser benötigen. Wir bewässern jedoch leider alles so, als ob wir Reisfelder fluten würden, egal ob das Produkt wenig oder viel Wasser benötigt."


Nachrichtenquelle : 12punto

Tuz Gölü