Versteckte Gefahr bedroht die Gesundheit... Sterblichkeitsrate bei 30 Prozent!
Wissenschaftler in China haben das durch Zecken übertragene „Wetland-Virus“ entdeckt. Das Virus, das eine Sterblichkeitsrate von 30 Prozent aufweist, wurde bei einem Patienten in der Inneren Mongolei nachgewiesen. Es wurde zudem festgestellt, dass das Virus auch bei Schafen, Schweinen und Pferden vorkommt; es besteht das Risiko einer Ausbreitung in Europa und Asien.
Wissenschaftler in China haben in einem Feuchtgebiet in der Inneren Mongolei ein bisher unbekanntes Virus bei einem Patienten entdeckt, der nach einem Zeckenstich ins Krankenhaus eingeliefert worden war. Das Virus, das durch genetische Analysen einer Blutprobe des Patienten identifiziert wurde, der 2019 Symptome wie Fieber, Kopfschmerzen und Erbrechen zeigte, weist Ähnlichkeiten mit dem Krim-Kongo-Hämorrhagisches-Fieber-Virus auf und hat eine Sterblichkeitsrate von 30 Prozent.
Dieses Virus gehört zur Familie der Nairoviridae und erhöht die Gefahr durch zeckenübertragene Krankheiten, weshalb es nun von Wissenschaftlern detailliert untersucht wird.
Das Virus wurde als „Wetland-Virus“ (Feuchtgebietsvirus) bezeichnet.
Wissenschaftler untersuchten auch andere Patienten im Nordosten Chinas, die nach einem Zeckenstich akutes Fieber entwickelten, und bestätigten durch die Identifizierung von 17 weiteren Fällen des Wetland-Virus, dass das Virus in dieser Region weit verbreitet ist.
VIRUS BEI SCHAFEN, SCHWEINEN UND PFERDEN NACHGEWIESEN
Das Forschungsteam führte umfassende ökologische Untersuchungen an Zecken, Haustieren und Wildtieren in der Region durch, um den Ursprung des Virus zu bestimmen.
Als Ergebnis dieser Studien wurde das Virus bei Schafen, Schweinen und Pferden nachgewiesen, was darauf hindeutet, dass diese Tiere als Überträger des Virus fungieren könnten.
Bisher wurde das Wetland-Virus nur im Nordosten Chinas nachgewiesen.
Da die Zecken, die dieses Virus übertragen, jedoch in Europa und Asien weit verbreitet sind, ist zu vermuten, dass sich das Virus bereits über ein größeres geografisches Gebiet ausgebreitet haben könnte.
SCHWER ZU ERKENNEN
Der Anstieg bei der Entdeckung neuer zeckenübertragener Krankheiten hat mehrere Gründe. Erstens werden diese Krankheiten oft mit anderen verwechselt, da sie unspezifische Symptome wie Fieber, Kopfschmerzen und Müdigkeit hervorrufen.
Zudem treten zeckenübertragene Krankheiten nicht in Form von großflächigen Epidemien auf, da sie nicht ansteckend sind. Dies erschwert die Diagnose.
Zweitens ist es ein häufiges Problem, dass Zeckenstiche unbemerkt bleiben. Da sich Zecken oft an schwer einsehbaren Körperstellen festsetzen, werden sie nur schwer entdeckt. Viele Patienten bemerken den Zeckenstich überhaupt nicht.
Trotz dieser Schwierigkeiten ist es dank neuer genetischer Analysemethoden möglich geworden, bisher unbekannte Krankheitserreger zu identifizieren. Dennoch ist das medizinische Bewusstsein für die Diagnose solcher Krankheiten nach wie vor unzureichend.
In den letzten Jahren wurden zudem Veränderungen in der Verbreitung zeckenübertragener Krankheiten beobachtet. Der Klimawandel beeinflusst die Aktivitätsperioden und Lebensräume von Zecken, was das Krankheitsrisiko in Gebieten erhöhen kann, die zuvor für Zeckenpopulationen nicht geeignet waren.
Beispielsweise wurde das durch Zecken übertragene Frühsommer-Meningoenzephalitis-Virus (FSME), das früher nur in bestimmten Regionen Asiens und Europas vorkam, in jüngster Zeit auch in den Niederlanden und im Vereinigten Königreich nachgewiesen.
Nachrichtenquelle : 12punto
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