Zentralbank verkaufte 25 Milliarden Dollar! Fatih Karahan legte die täglichen Daten offen
Der Präsident der türkischen Zentralbank (TCMB), Fatih Karahan, gab bekannt, dass die Zentralbank im Zeitraum vom 19. bis 22. März insgesamt 25 Milliarden Dollar an Devisen verkauft hat, um die Marktvolatilität nach der Untersuchung gegen die Stadtverwaltung von Istanbul zu kontrollieren. Bei einem Treffen mit ausländischen Investoren wurde betont, dass die Intervention an den Märkten vorübergehender Natur sei und die Inflationsstrategien unabhängig vom Wechselkurs verfolgt würden.
Der Gouverneur der türkischen Zentralbank (TCMB), Fatih Karahan, hielt nach den jüngsten Markterschütterungen ein Informationsgespräch für internationale Investoren ab. An dem per Telefonkonferenz durchgeführten Treffen nahm auch der Minister für Schatz und Finanzen, Mehmet Şimşek, teil. Karahan betonte, dass die Volatilität am Markt nur vorübergehend sei.
ZENTRALBANK GRIFF IN DEN DEVISENMARKT EIN
Nach den Untersuchungen gegen die Stadtverwaltung von Istanbul (İBB) reagierte die Zentralbank auf die Turbulenzen an den Devisenmärkten, die ab dem 19. März auftraten. Laut Quellen, die an dem Treffen teilnahmen, gestalteten sich die Devisenverkäufe in den ersten drei Tagen wie folgt:
Mittwoch, 19. März: 10 Milliarden Dollar
Donnerstag, 20. März: 3 Milliarden Dollar
Freitag, 22. März: 12 Milliarden Dollar
Es wurde bekannt, dass innerhalb von drei Tagen insgesamt 25 Milliarden Dollar an Devisen verkauft wurden.
"DER MARKT KANN DIESE BERECHNUNG BEREITS NACHVOLLZIEHEN"
Karahan erklärte, dass diese Devisenverkäufe auch anhand der Marktdaten nachvollziehbar seien. Der TCMB-Gouverneur, der ein Signal für Transparenz aussandte, betonte, dass man weiterhin marktfreundliche Schritte unternehme. Karahan fügte hinzu, dass diese Eingriffe vorübergehend seien und so geplant wurden, dass sie die natürliche Funktionsweise des Marktes nicht beeinträchtigen.
Eine der Fragen, die während des Treffens gestellt wurden, betraf die Dollarnachfrage inländischer Investoren. Karahan erklärte: „Die Devisennachfrage richtet sich nach der Rendite der Türkischen Lira und den Marktschwankungen. Als die Rendite stieg, sank auch die Nachfrage nach Devisen.“
Darüber hinaus sprach Karahan über die Desinflationsstrategie der TCMB und betonte, dass diese Politik nicht an den Wechselkurs gebunden sei:
„Wir sind nicht an den real effektiven Wechselkurs gebunden. Das Gleichgewicht von Angebot und Nachfrage wird weiterhin ausschlaggebend sein.“
Karahan teilte mit, dass der Devisenkorb seit März einen Wertverlust von etwa 4 Prozent verzeichnet habe und die Auswirkungen auf die Inflation bei 30 bis 40 Prozent liegen könnten. Diese Aussage wird von den Märkten, insbesondere im Hinblick auf die Inflationsziele, aufmerksam verfolgt.
Karahan erklärte, dass bei Bedarf auch außerhalb der regulären Sitzungen eingegriffen werden könne, und sagte: „Die TCMB trifft ihre Entscheidungen weiterhin auf Sitzungsbasis, aber bei Bedarf können Zwischensitzungen abgehalten werden.“ Diese Aussage wurde als Zeichen für Flexibilität in der Geldpolitik gewertet.
WER NAHM AM TREFFEN TEIL?
An dem von Citigroup und Deutsche Bank ausgerichteten Treffen nahmen zahlreiche Investoren aus Nordamerika, dem Vereinigten Königreich, Europa und den Ländern des Nahen Ostens teil. Portfoliomanager und Vertreter von Direktinvestitionen hatten die Gelegenheit, die jüngsten Entwicklungen in der türkischen Wirtschaft vor Ort zu bewerten.
Nachrichtenquelle : 12punto
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