Neue Website nach Boykottaufruf: Marken für den Boykott aufgelistet
Nach der Inhaftierung des Bürgermeisters der Stadt Istanbul (İBB), Ekrem İmamoğlu, versammeln sich seit Tagen Bürger in Saraçhane. Auf den Aufruf des CHP-Vorsitzenden Özgür Özel hin kamen am fünften Tag erneut Hunderttausende Menschen auf dem Platz zusammen. In seiner Rede in Saraçhane erneuerte der CHP-Vorsitzende Özgür Özel seinen Boykottaufruf gegen die Mainstream-Medien und die mit ihnen verbundenen Marken. Nach diesen Erklärungen wurde die Website boykotyap.com ins Leben gerufen.
Der Bürgermeister der Stadt Istanbul, Ekrem İmamoğlu, wurde am 19. März festgenommen, woraufhin die Proteste in Saraçhane begannen, die nun ihren fünften Tag erreicht haben. Der Platz in Saraçhane, auf dem sich jeden Abend eine große Menschenmenge versammelt, empfing auch am Abend des 23. März Zehntausende Menschen. Bürger, die tagsüber an den Vorwahlen der CHP für die Präsidentschaftskandidatur teilgenommen hatten, trafen sich nach der Stimmabgabe in Saraçhane.
BOYKOTTAUFRUF VON ÖZGÜR ÖZEL AN MEDIEN UND MARKEN
Der CHP-Vorsitzende Özgür Özel, der bereits in früheren Erklärungen die Mainstream-Medien scharf kritisiert hatte, erneuerte seinen Boykottaufruf erneut. Özel erklärte, dass sie Medienorganisationen, denen er vorwirft, die Inhaftierung von İmamoğlu verzerrt darzustellen, sowie die mit ihnen verbundenen Marken boykottieren werden.
"BOYKOTT GEGEN DIEJENIGEN, DIE DEM PALAST DIENEN"
Özel betonte, dass die Boykottentscheidung nicht nur Medienorganisationen, sondern auch die mit ihnen verbundenen Unternehmen umfassen werde. Mit den Worten „Ihr werdet das Geld von uns verdienen, ihr werdet uns das Produkt verkaufen, aber ihr werdet dem Palast dienen – so läuft das nicht“ kündigte Özel an, dass sie die von ihnen festgelegten Marken einzeln bekannt geben werden.
"ENTWEDER IHR ZEIGT UNS ODER IHR GEHT UNTER"
Özel kritisierte, dass die Medien die Proteste ignorieren, und sagte: „Geht jetzt durch die Kanäle: Wer auch immer die 1 Million Menschen, die sich hier versammelt haben, nicht zeigt, dessen Fernsehsender und alle anderen Marken werden wir von nun an boykottieren.“ Zudem betonte er mit den Worten „Diese süßen Tage sind vorbei, mein Freund. Entweder ihr zeigt uns oder ihr geht unter“, dass der Boykott entschlossen fortgesetzt werde.
INTERNETSEITE NACH DEM AUFRUF GESTARTET
Nach dem Boykottaufruf von Özel rückte eine Website in den sozialen Medien in den Fokus. Auf der Website boykotyap.com sollen Marken aufgelistet werden, die die Proteste nicht unterstützen oder sich gegen die Proteste stellen.
Nachrichtenquelle : 12punto
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