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Das Herzinfarktrisiko steigt im Winter

Experten weisen darauf hin, dass kaltes Wetter Herzkrankheiten begünstigt und das Risiko für Herzinfarkte in der Wintersaison zunimmt.

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Das Herzinfarktrisiko steigt im Winter

Der Kardiologe Dr. Fatih Çam erläuterte die Auswirkungen von kaltem Wetter auf die Herzgesundheit: „Menschen sind warmblütige Lebewesen, daher muss der Körper seine Temperatur auch bei Kälte aufrechterhalten. Um Wärmeverlust bei kaltem Wetter zu vermeiden, versucht der Körper, die Blutgefäße zu verengen. Bei Kälte nimmt die Arbeitsbelastung des Herzens deutlich zu, zudem verengen sich die Gefäße. Aus diesem Grund ermüdet man bei kaltem Wetter schneller und kommt leichter außer Atem. Ebenfalls aus diesem Grund – da sich die Gefäße zusammenziehen und die durchfließende Blutmenge sowie der darin enthaltene Sauerstoff abnehmen – verfärben sich Extremitäten wie Hände, Füße, Nasenspitze und Lippen bläulich. Bei Menschen mit Herzinsuffizienz kann es zu einer Verschlechterung des Zustands oder zu Herzrhythmusstörungen kommen; bei Patienten mit verengten Herzkranzgefäßen können Brustschmerzen und sogar Herzinfarkte auftreten. Je plötzlicher man der Kälte ausgesetzt ist, desto heftiger fällt die Reaktion aus. Beispielsweise entwickeln sich diese Reaktionen bei Personen, die in kaltes oder eisiges Wasser fallen, sehr schnell“, so der Experte.


DAS HERZINFARKTRISIKO STEIGT IM WINTER

Dr. Fatih Çam listete die Gründe für das erhöhte Herzinfarktrisiko im Winter wie folgt auf:

„Die Verengung der Gefäße, der Anstieg des Blutdrucks, die Zunahme der zum Herzen zurückfließenden Blutmenge und die Abnahme des Sauerstoffgehalts im Blut. In den Vereinigten Staaten und Kanada sind Herzinfarkte und plötzliche Todesfälle während des Schneeschaufelns im Winter sehr häufig, da jeder verpflichtet ist, den Gehweg vor seinem Haus zu räumen. Auch wenn es nicht direkt zu einem Herzinfarkt führt, kann der plötzliche Kontakt mit Kälte oder das Gehen gegen kalten Wind bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit schwere Brustschmerzen auslösen. Der Winter ist eine Zeit, in der die Widerstandskraft deutlich sinkt. Daher sollten sich Herzpatienten jedes Jahr gegen Grippe und alle fünf Jahre gegen Lungenentzündung impfen lassen. Grippe und ähnliche Erkältungskrankheiten, die bei gesunden Menschen nur ein leichtes Unwohlsein verursachen, gehören bei Herzpatienten zu den häufigsten Todesursachen. Deshalb sollten Impfungen nicht vernachlässigt werden.“


Nachrichtenquelle: İHA

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