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Expertenwarnung: Wenn Sie in der Kindheit traumatische Ereignisse erlebt haben...

Die Fachärztin für Psychiatrie Prof. Dr. Gül Eryılmaz weist darauf hin, dass ein traumatisches Ereignis zahlreiche psychologische, soziale und körperliche Auswirkungen auf eine Person haben kann. Sie warnt Eltern zur Vorsicht mit den Worten: „Traumatische Ereignisse in der Kindheit werden im Gedächtnis gespeichert.“

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Expertenwarnung: Wenn Sie in der Kindheit traumatische Ereignisse erlebt haben...
Prof. Dr. Gül Eryılmaz äußerte sich zum traumatischen Gedächtnis.
Eryılmaz betonte, dass ein traumatisches Ereignis vielfältige psychologische, soziale und körperliche Auswirkungen auf den Betroffenen haben könne, wobei die Beeinflussung des Gedächtnisses eine der bedeutendsten sei.

'BLEIBT IM IMPLIZITEN GEDÄCHTNIS'

Prof. Dr. Gül Eryılmaz erklärte, dass das Erleben oder Beobachten eines traumatischen Ereignisses insbesondere im emotionalen Gedächtnis unverarbeitet bleibe: „Das bedeutet, der Hippocampus (das Gedächtniszentrum des Gehirns), der unser aktuelles Wissen speichert, versieht Ereignisse bei der Verarbeitung mit einem Zeitstempel. Er sagt: ‚Das war vor 10 Jahren‘. Diese Information ist wichtig für die Emotionsregulation und Verhaltenssteuerung des Gehirns.
Ereignisse mit hoher emotionaler Belastung, also Traumata, können nach dem Ereignis nicht im Hippocampus verarbeitet werden und verbleiben im impliziten Gedächtnis. Das heißt, wenn irgendeine Situation oder ein Objekt an die Vergangenheit erinnert, erlebt das Gehirn dieses Ereignis so, als würde es heute geschehen. Man erinnert sich nicht nur, man durchlebt es erneut“, sagte sie.

'NEGATIVE GEDANKEN HABEN ZUGENOMMEN'

Prof. Dr. Gül Eryılmaz von der NPİstanbul-Klinik der Üsküdar-Universität erläuterte, welche Symptome ein traumatisches Gedächtnis bei Personen hervorruft: „Symptome wie Überreaktionen im Alltag, Reizbarkeit, Lärmempfindlichkeit, Zusammenzucken bei Klingelgeräuschen, Zunahme negativer Gedanken über sich selbst oder die Welt, grundlose Angstattacken, körperliche Beschwerden, unerklärliche Schmerzstörungen, Unfähigkeit, sich aus negativen Beziehungen zu lösen, ständige Selbstsabotage sowie Aufmerksamkeits- oder Gedächtnisprobleme sind zu beobachten.“

BETONUNG DER 'ENTFREMDUNG VON DER WELT'

Prof. Dr. Gül Eryılmaz merkte an, dass dieser Zustand das tägliche Leben der Person negativ beeinflusse: „Es kommt zu einer Beeinträchtigung der Funktionsfähigkeit im Alltag. Es kann zu einer Entfremdung von sich selbst oder der Welt kommen, etwa durch Störungen in zwischenmenschlichen Beziehungen, depressive Beschwerden oder das ständige Wiederholen derselben Fehler“, erklärte sie.
Prof. Dr. Eryılmaz erklärte, dass die posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) eine psychiatrische Erkrankung sei, die sich nach einem Trauma entwickle: „Auch bei PTBS gibt es ein traumatisches Gedächtnis.“

'AN DEM PUNKT, AN DEM MAN SAGT: ICH BENUTZE MEINEN VERSTAND NICHT'

Prof. Dr. Gül Eryılmaz erklärte, dass das traumatische Gedächtnis durch spezielle Traumatherapien, EMDR (eine Form der Psychotherapie) und bei Bedarf durch medikamentöse Behandlungen therapiert werde, und gab folgendes Beispiel zum traumatischen Gedächtnis:
„Sich nach traumatischen Ereignissen in der Kindheit als emotionalen Menschen zu definieren... An dem Punkt, an dem eine Person sagt: ‚Ich reagiere emotional, meine Gefühle stehen immer im Vordergrund, deshalb benutze ich meinen Verstand nie‘, kann diese Emotionalität tatsächlich ein Symptom des traumatischen Gedächtnisses sein.“

Nachrichtenquelle: 12punto

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