Reaktionen auf die Behauptung, 'BioNTech sei nicht geliefert worden'
Während die Behauptung, dass der BioNTech-Impfstoff nie in die Türkei geliefert worden sei, in der Öffentlichkeit für Diskussionen sorgt, gab es nacheinander Stellungnahmen der Türkischen Ärztevereinigung, von Experten für Infektionskrankheiten, Politikern und der Kommunikationsdirektion. In den Erklärungen wurden Details zur Beschaffungsmethode und zum Importprozess der Impfstoffe geteilt.
Die in den Fokus gerückten Behauptungen, dass „kein BioNTech-Impfstoff in die Türkei geliefert wurde“, haben in den sozialen Medien ein breites Echo ausgelöst. Nach dem Aufflammen der Diskussionen wurden sowohl aus medizinischen Kreisen als auch von politischen Persönlichkeiten Erklärungen zu diesem Thema abgegeben.
BIONTECH HAT IN DER TÜRKEI DIREKT SELBST GELIEFERT
Der Vorsitzende der Türkischen Ärztevereinigung (TTB), Alpay Azap, klärte in einem Beitrag auf der Social-Media-Plattform X den Prozess der Lieferung von BioNTech-Impfstoffen in die Türkei. Azap erklärte, dass BioNTech für Deutschland und die Türkei ein anderes Verfahren angewandt habe, und äußerte sich wie folgt:
„Es stimmt, BioNTech hat das Verkaufsrecht für Deutschland und die Türkei nicht an Pfizer übertragen, sondern den Impfstoff (BNT162b2) selbst bereitgestellt. Uğur Şahin wollte in Deutschland und der Türkei, die er als seine ‚zwei Heimaten‘ bezeichnet, Erleichterungen schaffen, indem er keine Zwischenhändler einsetzte. Bitte lassen Sie uns bei den Impfstoffen nicht für Verwirrung sorgen.“
PROF. DR. CEYHAN: DER IMPFSTOFF KAM IN DIE TÜRKEI UND WURDE VERABREICHT
Auch der Vorsitzende der Gesellschaft für Infektionskrankheiten, Prof. Dr. Mehmet Ceyhan, betonte, dass BioNTech-Impfstoffe in die Türkei geliefert und dort verabreicht wurden. Ceyhan erklärte, dass sich der Beschaffungsprozess von dem anderer Länder unterschied, und teilte folgende Informationen mit:
„Der BioNTech-Impfstoff kam in die Türkei und wurde verabreicht. Die Türkei und Deutschland haben den Impfstoff, anders als andere Länder, nicht vom Hersteller Pfizer, sondern von der Firma BioNTech bezogen, die ihn entwickelt hat. Im Dezember 2020 schloss die Türkei einen Vertrag über 60 Millionen Impfdosen ab.“
İYİ-PARTEI-ABGEORDNETER ÇÖMEZ: BEHAUPTUNG ÜBER '630 MILLIONEN DOLLAR'
Der Abgeordnete der İYİ-Partei für Balıkesir, Turan Çömez, der der Diskussion eine politische Dimension verlieh, brachte bemerkenswerte Behauptungen über die Impfstoffimportprozesse vor. Çömez wies insbesondere auf Importe über Zwischenhändler hin und stellte folgende Fragen:
„Das Gesundheitsministerium hat 70 Millionen Dosen des Sinovac-Impfstoffs nicht selbst, sondern über eine regierungsnahe Firma importiert und mindestens 630 Millionen Dollar in die Taschen einiger Leute fließen lassen. Neu aufgetauchte Dokumente zeigen, dass der Import des BioNTech-Impfstoffs in die Türkei nicht durch Pfizer erfolgte. Wie viele Dosen BioNTech-Impfstoff wurden also importiert und von wem? Wieder ein großer Raub, wieder ein regierungsnaher Zwischenhändler? Um wie viele hundert Millionen Dollar geht es diesmal?“
ERKLÄRUNG DES ZENTRUMS ZUR BEKÄMPFUNG VON DESINFORMATION
Das Zentrum zur Bekämpfung von Desinformation (DMM) der Kommunikationsdirektion des Präsidenten veröffentlichte ebenfalls eine Erklärung zu diesem Thema. In der Erklärung wurde darauf hingewiesen, dass die Behauptungen, der BioNTech-Impfstoff sei während der Covid-19-Pandemie nicht in die Türkei geliefert worden, nicht der Wahrheit entsprächen.
In der Erklärung des DMM wurde betont, dass die Türkei BioNTech-Impfstoffe beschafft habe und diese Impfstoffe im Impfprozess verwendet worden seien.
Nachrichtenquelle: 12punto
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