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Skandal-Aussage von HÜDA-PAR-Abgeordnetem: Vorschlag für Geschlechtertrennung in Entbindungsstationen

Der HÜDA-PAR-Abgeordnete für Mersin, Faruk Dinç, hat gefordert, dass in Abteilungen für Gynäkologie und Geburtshilfe ausschließlich weibliches Gesundheitspersonal eingesetzt werden sollte.

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Skandal-Aussage von HÜDA-PAR-Abgeordnetem: Vorschlag für Geschlechtertrennung in Entbindungsstationen

Faruk Dinç, der bei den Parlamentswahlen 2023 über die Listen der AKP in das Parlament einzog, brachte bei einer Pressekonferenz in der Großen Nationalversammlung der Türkei (TBMM) das Thema der Privatsphäre in Entbindungsstationen zur Sprache. Dinç behauptete, dass Patientinnen aufgrund von Bedenken hinsichtlich ihrer Privatsphäre benachteiligt würden, und forderte einen sensibleren Umgang mit diesem Thema.

In seiner Rede im Parlament erklärte Dinç: „Dass die Privatsphäre in Abteilungen wie Gynäkologie und Geburtshilfe nicht gewahrt wird, führt zu Benachteiligungen“, und argumentierte, dass gesellschaftliche Werte und Sensibilitäten berücksichtigt werden müssten.

'DASS EIN MANN DIESEN KREISSAAL BETRITT...'

Dinç äußerte sich wie folgt: „Wenn eine Frau heute ins Krankenhaus geht, um zu entbinden, ist ihr größtes Problem dort die Sorge um ihre Privatsphäre. Wenn sich dort, in diesem Krankenhaus, in diesem Kreißsaal eine Person des anderen Geschlechts aufhält, wenn ein Mann diesen Kreißsaal betritt, versetzt das die Gebärende in erheblichen Stress und behindert in gewisser Weise den Geburtsvorgang.“

Laut Faruk Dinç sehen sich einige Frauen gezwungen, allein aufgrund der Privatsphäre einen Kaiserschnitt zu wählen. Dinç behauptete, Feldforschungen und Gespräche hätten gezeigt, dass die Kaiserschnittrate bei jungen Frauen insbesondere aus diesem Grund gestiegen sei. Er argumentierte, dass der Stress und die Ängste der Frauen sowohl die Wahl der Operationsmethode beeinflussten als auch dazu führten, dass einige Patientinnen davor zurückschreckten, medizinische Behandlung in Anspruch zu nehmen.

Dinç sagte zudem: „Untersuchungen zufolge gibt es bei 19 Prozent der Frauen in diesen Krankenhäusern Sorgen hinsichtlich der Privatsphäre. Hinzu kommt der Stress, dass der eigene Körper gesehen wird. Es gibt Operationsstress, Angst und Sorge. Wenn all dies berücksichtigt wird, sagen wir, dass in Entbindungskliniken und gynäkologischen Abteilungen nur Personal oder Ärzte eingesetzt werden sollten, die aus Frauen bestehen,“ so Dinç.

Unter Hinweis darauf, dass gesellschaftliche Überzeugungen und Werte wichtig seien, vertrat Dinç die Ansicht, dass die Wahrung der Privatsphäre im Gesundheitswesen positive Auswirkungen auf die Behandlungsprozesse habe. Er äußerte: „Es gibt den Spruch: 'Im Gesundheitswesen gibt es keine Scham'. Ja, 'im Gesundheitswesen gibt es keine Scham', aber wenn wir die Möglichkeiten dazu haben und eine solche gesellschaftliche Realität sowie eine gläubige Gesellschaft besitzen, müssen wir insbesondere Anreizpolitiken entwickeln, um Ärztinnen an Entbindungs- und Frauenkliniken zu leiten, und in dieser Hinsicht Sensibilität zeigen, damit unsere Frauen zumindest bequem Zugang zu Gesundheitsdiensten erhalten und gesellschaftliches Vertrauen entsteht.“


Nachrichtenquelle: 12punto

Faruk Dinç