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14.012

Trump unterzeichnet Dekret zur Reduzierung von Kinderimpfungen: Kritik aus der Wissenschaft

Das Dekret von US-Präsident Trump, das darauf abzielt, den Impfkalender für Kinder zu ändern, hat bei Experten für öffentliche Gesundheit für Kritik gesorgt.

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Trump unterzeichnet Dekret zur Reduzierung von Kinderimpfungen: Kritik aus der Wissenschaft

US-Präsident Donald Trump hat ein neues Dekret unterzeichnet, das darauf abzielt, die Art und Weise der Verabreichung von Kinderimpfungen zu ändern. Das Dekret empfiehlt, Kinderimpfungen nach Möglichkeit bei separaten Arztbesuchen durchzuführen und den MMR-Impfstoff, der gegen Masern, Mumps und Röteln schützt, in drei einzelne Injektionen aufzuteilen.

Das im Oval Office unterzeichnete Dekret bringt die von Trump seit langem geäußerten, jedoch wissenschaftlich nicht belegten Behauptungen über einen Zusammenhang zwischen Impfzeitplänen und Autismus erneut auf die Tagesordnung. Trump bezeichnete die Ankündigung als einen „großen Sieg für Elternrechte, religiöse und verfassungsmäßige Rechte sowie für die Wissenschaft nach Goldstandard“.

Das Dekret enthält zudem die Anweisung an das US-Gesundheitsministerium, die Forschung zu Impfstoffen auszuweiten. Darüber hinaus ist die Ausarbeitung eines Plans vorgesehen, um separate Impfstoffe gegen Masern, Mumps und Röteln für Kinder anzubieten. Derzeit gibt es in den USA jedoch keine Option, bei der die MMR-Komponenten separat verabreicht werden können.

Experten für öffentliche Gesundheit warnen hingegen, dass längere Abstände zwischen den Impfungen Kinder ungeschützt lassen könnten. Experten zufolge könnte das Risiko für Kinder steigen, sich in der Zeit bis zum nächsten Termin mit impfpräventablen Krankheiten zu infizieren. Das Alter und die Kombinationen, in denen Kinderimpfungen verabreicht werden, werden durch langwierige Prüfprozesse und laufende Sicherheitsüberwachungen bestimmt.

KRITIK VON EXPERTEN UND EINEM REPUBLIKANISCHEN SENATOR

Dr. Andrew Racine, Präsident der American Academy of Pediatrics, erklärte, die Entscheidung verbreite „völlig unnötig“ Unsicherheit, Angst und Verwirrung. Racine betonte, dass die bestehenden Impfrichtlinien ihre Gültigkeit behalten sollten, und sagte: „Die Wissenschaft über Impfstoffe und ihre Wirksamkeit hat sich nicht geändert. Die Verbreitung von Viren und anderen Krankheitserregern in unserer Umgebung hat sich nicht geändert. Die Kinder in diesem Land haben sich in den letzten 48 Stunden nicht geändert.“

Die Reaktion auf das Dekret kam nicht nur aus dem Gesundheitssektor. Auch der republikanische Vorsitzende des Gesundheitsausschusses im Senat, Senatör Bill Cassidy, betonte in einem Beitrag in den sozialen Medien, dass Impfstoffe sicher seien und nicht zu Autismus führten. Cassidy erklärte: „Ich bin Arzt. Dieses Dekret ist falsch. Der Präsident verfügt nicht über die Expertise, um diese Änderungen vorzunehmen.“

In den USA liegt die Befugnis zur Festlegung von Impfpflichten für Kinder eher bei den Bundesstaaten als bei der Bundesregierung. Dennoch wurde in einem Informationsschreiben des Weißen Hauses gefordert, dass Bundesstaaten mit Impfpflichten an Schulen prüfen sollten, ihre eigenen Vorschriften an den vom Präsidialamt angestrebten Zeitplan anzupassen.

Die Trump-Regierung hatte bereits im vergangenen Dezember gefordert, die Impfempfehlungen vergleichbarer Länder zu prüfen und die US-Richtlinien entsprechend zu aktualisieren. Die Regierung hatte daraufhin einen Ansatz entwickelt, der weniger Impfungen pro Kind vorsah, dieser Schritt wurde jedoch gerichtlich gestoppt. Änderungen an den föderalen Impfempfehlungen müssen normalerweise vom Direktor der Centers for Disease Control and Prevention (CDC) genehmigt werden.

In Trumps zweiter Amtszeit sind Impfungen und Autismus-Behauptungen wieder in den Mittelpunkt der gesundheitspolitischen Agenda gerückt. Dass Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. in der Vergangenheit mit der Impfgegner-Bewegung in Verbindung gebracht wurde, verstärkt die Debatten zusätzlich. Demgegenüber belegen jahrzehntelange Forschungsergebnisse und der wissenschaftliche Konsens, dass kein nachgewiesener Zusammenhang zwischen Kinderimpfungen und Autismus besteht.


Nachrichtenquelle: 12punto

Donald Trump Kinderimpfungen MMR-Impfstoff USA Robert F. Kennedy Jr. CDC Autismus öffentliche Gesundheit