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Warnung vor nicht normgerechten Kondomen in Frankreich: Über 40.000 Produkte verkauft, Testaufruf gestartet

Französische Behörden empfehlen Anwendern von nicht normgerechten Kondomen einen STI-Test sowie bei Verzögerungen einen Schwangerschaftstest.

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Warnung vor nicht normgerechten Kondomen in Frankreich: Über 40.000 Produkte verkauft, Testaufruf gestartet

In Frankreich haben Gesundheits- und Verbraucherschutzbehörden eine öffentliche Warnung vor Kondomen herausgegeben, die nicht den geltenden Standards entsprechen. Behördenangaben zufolge wurden in den letzten Monaten insbesondere über das Internet etwa tausend Packungen, also mehr als 40.000 Kondome, verkauft.

Die französische Generaldirektion für Wettbewerb, Verbraucherangelegenheiten und Betrugsbekämpfung (DGCCRF) sowie die Generaldirektion für Gesundheit (DGS) teilten am Freitag mit, dass einige Produkte die europäische Konformitätsbewertung nicht bestanden hätten, obwohl ein Teil davon das CE-Kennzeichen trage.

Die Behörden gaben an, dass der Großteil der betroffenen Produkte von asiatischen Händlern auf den Markt gebracht wurde. Es wurde darauf hingewiesen, dass die Produkte nicht nur auf Online-Plattformen, sondern möglicherweise auch in einigen Geschäften und Apotheken verkauft wurden.

MARKEN UND RÜCKRUFVERFAHREN

Auf der Website Rappel Conso, auf der in Frankreich Rückrufe veröffentlicht werden, wurden die Marken Friday Bae (Le Préservatif), Okamoto (003 und 002), die auf Amazon verkauften Sagami Original 002 sowie My Lubie gelistet. Es wurde mitgeteilt, dass die Produkte von My Lubie neben Amazon auch in Apotheken und einigen Einzelhandelsketten zum Verkauf angeboten wurden.

Der Erklärung zufolge tragen einige der betroffenen Produkte kein CE-Kennzeichen; keines von ihnen hat die europäische Konformitätsbewertung durchlaufen. Die DGCCRF und die DGS wiesen darauf hin, dass bei einem erheblichen Teil der Produkte auch keine Gebrauchsanweisung in französischer Sprache beilag.

Bei Kontrollen in Geschäften und Apotheken wurden zwei weitere Kondomserien entdeckt, die zwar das CE-Kennzeichen trugen, aber dennoch nicht den Standards entsprachen. Für eine dieser Serien wurde ein Berstungsrisiko, für die andere eine Durchstichgefahr gemeldet. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurde zwischen Ende Mai und Anfang August ein Rückruf für insgesamt rund 260.000 Produkte eingeleitet.

Die Behörden betonten, dass nicht normgerechte Kondome ein ernstes Risiko für sexuell übertragbare Infektionen (STI) und ungewollte Schwangerschaften darstellen können. Den Anwendern dieser Produkte wurde empfohlen, sich auf STI testen zu lassen und bei Ausbleiben der Periode einen Schwangerschaftstest durchzuführen.

Online-Plattformen wurden aufgefordert, die entsprechenden Angebote unverzüglich zu entfernen. Bisher wurden 36 Anzeigen gelöscht und Drittanbieter verwarnt. Einige Plattformen haben zudem zugesagt, ihre Verifizierungssysteme und Filterregeln für diese Produkte zu überprüfen.

Die DGCCRF rief Verbraucher dazu auf, beim Kauf von Kondomen auf das CE-Kennzeichen, das Vorhandensein einer französischen Gebrauchsanweisung, das Verfallsdatum und die Unversehrtheit der Verpackung zu achten.


Nachrichtenquelle: 12punto

Frankreich Kondom STI Gesundheitsministerium DGCCRF DGS CE-Kennzeichen Rückruf