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Wissenschaftler warnen: Handys senken die Spermienzahl

Die Studie wurde in der medizinischen Fachzeitschrift Fertility and Sterility veröffentlicht

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Wissenschaftler warnen: Handys senken die Spermienzahl

Die Spermienzahl ist für Paare, die sich ein Kind wünschen, von großer Bedeutung. Denn sinkt die Spermienzahl unter 40 Millionen pro Milliliter, verringert sich die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft.

Schweizer Wissenschaftler geben an, dass die Spermienzahl bei Männern, die ihr Mobiltelefon mehrmals täglich in die Hand nehmen, niedriger ist als bei denjenigen, die es nur einmal pro Woche nutzen.

In der am 31. Oktober in der medizinischen Fachzeitschrift Fertility and Sterility veröffentlichten Studie wurden 2.886 Männer, die zwischen 2005 und 2018 zum Militärdienst eingezogen wurden, gebeten, ihre Handynutzung und ihre Spermienqualität zu dokumentieren.

Dem Bericht von Independent Türkçe zufolge wurde festgestellt, dass die Spermienzahl bei Männern, die ihr Handy mindestens 20 Mal am Tag benutzen, durchschnittlich 44,5 Millionen pro Milliliter beträgt.

Dies zeigt, dass die Spermienzahl bei Männern, die ihre Geräte häufig nutzen, um 21 Prozent niedriger ist als bei Männern, die sie einmal pro Woche oder seltener verwenden.

Der Studie zufolge zeigte sich jedoch im Verlauf der 13-jährigen Untersuchung, dass der Einfluss auf die Spermienzahl mit der technologischen Entwicklung abnahm.

In der Untersuchung wurde festgestellt, dass Telefone, die 2G- und 3G-Technologien nutzen, einen größeren Einfluss auf die Spermienzahl haben als moderne 4G- und 5G-Geräte.

Prof. Allan Pacey von der Universität Manchester, der nicht an der Studie beteiligt war, äußerte sich dazu: „Die Beobachtung, dass 2G- und 3G-Telefone den größten Effekt haben, verwirrt mich. Das ist etwas, das ich mir nicht erklären kann.“

Mobiltelefone erzeugen elektromagnetische Felder, die niederfrequente Strahlung abgeben.

Der Studie zufolge kann sich das umliegende Gewebe um bis zu 0,5 Grad Celsius erwärmen, wenn Mobiltelefone ihre maximale Hochfrequenzstrahlung abgeben.

Andererseits stellten die Wissenschaftler fest, dass der Ort, an dem das Telefon getragen wird, keinen Einfluss hat.


Nachrichtenquelle: 12punto