45 Prozent der Strafvollzugsbegünstigten werden rückfällig
Daten des Justizministeriums zufolge begeht fast die Hälfte der aus der Haft entlassenen Personen erneut Straftaten, was die Notwendigkeit grundlegender Änderungen im Strafvollzugssystem unterstreicht.
Dass Selçuk Tengioğlu, der den CHP-Vorsitzenden Özgür Özel angriff, in der Vergangenheit seine zwei Kinder getötet hatte, hat die Mängel im Strafvollzugssystem erneut in den Fokus gerückt.
Daten des Justizministeriums zeigen, dass 45 Prozent der aus der Haft entlassenen Personen erneut straffällig werden.
Wie die regierungsnahe Zeitung Türkiye Gazetesi berichtet, erklärten Beamte des Justizministeriums, dass das Hauptziel des Strafvollzugs die Resozialisierung und Besserung sei, betonten jedoch: "Weltweit kehren jedoch 40 bis 45 Prozent derjenigen, die aus dem Gefängnis entlassen wurden, wieder in die Haft zurück. Diese Situation zeigt sich in der Türkei in ähnlichen Raten. Diese Zahlen sind äußerst besorgniserregend. Das Strafvollzugssystem muss in all seinen Bestandteilen neu bewertet werden. Dies ist kein Problem, das allein das Justizministerium lösen kann; Familien, die Gesellschaft und der Staat müssen gemeinsam handeln."
Es stellte sich heraus, dass Tengioğlu, der Özgür Özel angriff, im Jahr 2004 seine zwei Kinder getötet hatte und wegen Straftaten wie Diebstahl und Bedrohung vorbestraft war. Der Fall Tengioğlu, der nach 16 Jahren Haft im Jahr 2020 auf Bewährung entlassen wurde, führt die Lücken im Strafvollzugssystem deutlich vor Augen.
Nachrichtenquelle: 12punto
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