Denizbank reicht Strafanzeige gegen Anwalt Rezan Epözdemir ein
Die Denizbank hat angekündigt, bei der zuständigen Anwaltskammer Beschwerde einzureichen und bei der Staatsanwaltschaft Strafanzeige gegen den Anwalt Rezan Epözdemir zu erstatten, nachdem dieser sich in einem Fernsehsender zu dem als "hochrentierlicher Geheimfonds" bekannten Betrugsfall geäußert hatte.
In einer Erklärung der Denizbank heißt es, Rezan Epözdemir habe als Gast in einer Live-Sendung unbegründete Behauptungen aufgestellt und verzerrte Informationen verbreitet. Es bestehe daher die Notwendigkeit zur Aufklärung, da Epözdemir unter Nennung des Namens des DenizBank-Generaldirektors Hakan Ateş Aussagen getätigt habe, die darauf abzielten, den Ruf des Instituts und seiner Führungskräfte vorsätzlich zu schädigen.
In der Erklärung wurde klargestellt, dass es sich bei der Person, die in den Whatsapp-Nachrichten des Sachverständigengutachtens – welches im Rahmen der Verhandlung am 12. Januar zu den Akten genommen wurde – als Begleiter bei einem Skiausflug nach Megève in Frankreich erwähnt wurde, nicht um Hakan Ateş handele. Es handele sich vielmehr um die Geschwister von Merve Yılmaz, der Ehefrau von Tanın Yılmaz, einem Cousin der inhaftierten Seçil Erzan.
Die inhaftierte Seçil Erzan habe in den Nachrichten bestätigt, dass es sich bei der erwähnten Person nicht um den DenizBank-Generaldirektor Hakan Ateş handele, so die Erklärung weiter, in der es heißt:
"In der Folge legte der genannte Anwalt dem Gericht ein Foto vor, auf dem eine Gruppe von Personen, darunter unser Generaldirektor Hakan Ateş, in einem anderen Skigebiet zu sehen ist, und behauptete, dies seien die Personen, die den im Gespräch erwähnten Urlaub verbracht hätten.
Die Wahrheit ist jedoch: Das im Fernsehen und vor Gericht gezeigte Foto stammt aus Zeitschriften, die Fotos von Familien- und Freundesgruppen veröffentlicht haben, die am 29.-31. Januar 2021, also genau zwei Jahre vor dem Datum der betreffenden Korrespondenz, vor dem Sway Hotels im Skigebiet Palandöken in Erzurum aufgenommen wurden."
"EINE STRAFBARE HANDLUNG"
In der Erklärung wurde darauf hingewiesen, dass Nachrichten und Bilder zum Aufenthalt von Hakan Ateş und seinen Begleitern in Palandöken in den Zeitungen und Zeitschriften jener Zeit verfügbar seien. "Ein Foto aus dem Jahr 2021 so darzustellen, als sei es im Januar 2023 aufgenommen worden, ist nicht nur ein Verhalten, das ethische Grundsätze missachtet und darauf abzielt, sowohl das Gericht als auch die Öffentlichkeit zu manipulieren, sondern stellt auch nach dem türkischen Strafgesetzbuch eine strafbare Handlung dar."
Es wurde mitgeteilt, dass dem betreffenden Fernsehsender eine Gegendarstellung übermittelt wurde. In der Erklärung heißt es dazu:
"Gegen diese Person, die jedes Mittel heiligt, um ihr Ziel zu erreichen, die mit Papierfetzen, von denen sie weiß, dass sie keinen Bezug zur Sache haben, durch Fernsehsender zieht und die den Namen der DenizBank verunglimpft, um über die Medien eine Wahrnehmungsoperation durchzuführen und Popularität zu gewinnen, wird – wie bereits in der Vergangenheit – aufgrund ihrer haltlosen und die Fakten verdrehenden Aussagen sowie der Äußerungen, die Gegenstand der genannten Gegendarstellung sind, Beschwerde bei der Anwaltskammer, der sie angehört, eingereicht und Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft erstattet."
ANTWORT VON EPÖZDEMİR
Nach den Erklärungen der Denizbank äußerte Rezan Epözdemir in den sozialen Medien Vorwürfe, die für Aufsehen sorgen dürften. Epözdemir erklärte in seinen Beiträgen:
"Der Generaldirektor der Denizbank, Hakan Ateş, hat mir über einen meiner Mandanten, der im Tourismussektor tätig ist, ausrichten lassen, dass er mich fertigmachen und Ermittlungen gegen mich einleiten lassen werde.
Er hat Druck auf die Eigentümer einiger Medienhäuser ausgeübt, mit denen er in Kredit- und Geschäftsbeziehungen steht und deren Gehälter über die genannte Bank gezahlt werden, damit diese mich nicht in Sendungen einladen und Berichte zugunsten der Denizbank veröffentlichen.
Er hat sehr wichtige Persönlichkeiten aus der Geschäftswelt, denen ich nichts abschlagen kann, darum gebeten, Druck auf mich auszuüben, damit ich mich aus dem Fall zurückziehe. Aufzeichnungen, Dokumente und Informationen hierzu liegen vor.
Meine Mandanten und diejenigen, die mit der Angelegenheit vertraut sind, kennen alle Details. Letztendlich ist die Erklärung, die kurz vor der morgigen Verhandlung abgegeben wurde, sowie die Zensur und der Druck, der auf mich ausgeübt wird, einzig darauf ausgerichtet, psychologischen Druck auszuüben, damit ich mich aus dem Fall zurückziehe, und die Öffentlichkeit zu manipulieren.
Solche Erklärungen und Druckmittel werden bei mir, der ich bereits in vielen öffentlich gewordenen Fällen die Familien der Opfer vertreten habe und mit solchen Dingen konfrontiert wurde, keinerlei Wirkung zeigen. Unser rechtlicher Kampf wird bis zum Ende fortgesetzt, um den juristischen Prozess abzuschließen, alle Verantwortlichen für den Vorfall rechtlich zur Rechenschaft zu ziehen, der Gerechtigkeit zum Durchbruch zu verhelfen und die materielle Wahrheit ans Licht zu bringen.
Bezüglich dieser Erklärung und der eingereichten Anträge werde ich gegen die Verantwortlichen der Denizbank wegen Verleumdung gemäß Art. 267 TCK und wegen Beleidigung gemäß Art. 125/1/2/4 TCK Anzeige erstatten und die notwendigen rechtlichen Schritte einleiten. Dies wird der Öffentlichkeit hiermit respektvoll zur Kenntnis gebracht. Anwalt Dr. Rezan Epözdemir, Vertreter eines Teils der Nebenkläger"
Nachrichtenquelle: AA
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