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Frage an Justizminister Akın Gürlek zu Fatmanur Çelik: 'Wurde eine Untersuchungshaft angeordnet?'

Nach dem verdächtigen Tod von Fatmanur Çelik und ihrer Tochter Hifa İkra Şengüler hat die CHP Vorwürfe über Versäumnisse bei den Ermittlungen sowie die ergriffenen Schutzmaßnahmen in detaillierten Anfragen an zwei Ministerien thematisiert.

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Frage an Justizminister Akın Gürlek zu Fatmanur Çelik: 'Wurde eine Untersuchungshaft angeordnet?'

Bei einem tragischen Vorfall in Istanbul-Zeytinburnu in der Nacht zum 2. März wurden Fatmanur Çelik und ihre achtjährige Tochter Hifa İkra Şengüler tot aufgefunden. Der Vorfall löste in der Öffentlichkeit große Bestürzung aus. In diesem Zusammenhang forderte der CHP-Sprecher Zeynel Emre Erklärungen von Justizminister Akın Gürlek sowie von der Ministerin für Familie und Sozialdienste, Mahinur Özdemir Göktaş. An beide Minister wurden im Rahmen von schriftlichen Anfragen an die Große Nationalversammlung der Türkei (TBMM) umfassende Fragen zu den im Prozess ergriffenen Maßnahmen und den Ermittlungen gerichtet.

DIE ERMITTLUNGSARBEIT WURDE HINTERFRAGT

Emre wies darauf hin, dass in dem Fall, der die Öffentlichkeit zutiefst bewegt, schwere Vorwürfe wegen sexuellen Missbrauchs gegen den Ex-Ehemann von Fatmanur Çelik, A.Ş., erhoben wurden und Çelik diese Vorwürfe bereits seit langem öffentlich gemacht hatte. Emre erinnerte daran, dass die Mutter vor dem Justizgebäude eine „Gerechtigkeitswache“ hielt und ihre Sorgen um ihre Sicherheit wiederholt offen geäußert hatte, und fragte, ob ihre dringenden Warnungen ignoriert worden seien.

Unter Verweis auf die Aussagen von Fatmanur Çelik, die gesagt hatte: „Falls mir etwas zustößt, nennen Sie es nicht Selbstmord“, betonte Emre, dass geklärt werden müsse, ob alle Institutionen ihre Pflichten zur Aufklärung des Vorfalls erfüllt hätten.

Zu den Fragen, die an Justizminister Akın Gürlek gerichtet wurden, gehören folgende Punkte:

  • Das Datum der Einleitung, die Verfahrensschritte und die bisher durchgeführten gerichtlichen Maßnahmen in den Ermittlungsakten wegen sexueller Nötigung und Missbrauchs gegen den Ex-Ehemann von Fatmanur Çelik, A.Ş.;
  • Der Verbleib der bei den Justizbehörden eingereichten Drohungsanzeigen bezüglich der Sicherheit ihres Lebens sowie die angewandten Schutzmaßnahmen;
  • Ob gegen A.Ş. eine Untersuchungshaft angeordnet wurde und falls nicht, aus welchen Gründen dies unterblieb;
  • Ob die Autopsie, die Tatortuntersuchung, die Auswertung von Kameraaufzeichnungen, HTS-Daten und die Untersuchung digitaler Materialien abgeschlossen sind;
  • Ob der Einfluss Dritter auf den Vorfall untersucht wurde;
  • Die Begründungen für die in der Akte verhängten Geheimhaltungs- und Veröffentlichungsverbote;
  • Ob gegen Staatsanwälte, Richter oder entsprechendes Personal wegen möglicher gerichtlicher Versäumnisse oder Verzögerungen Untersuchungen eingeleitet wurden.

In der Anfrage an das Ministerium für Familie und Sozialdienste konzentrierte sich der CHP-Abgeordnete Emre auf die Schutz- und Unterstützungsmaßnahmen, die vor dem Tod der Familie beantragt wurden. Es wurde gefragt, wann der erste Antrag beim Ministerium und der zuständigen Provinzdirektion einging und welche Schutzschritte bis zum 2. März 2026 unternommen wurden.

Es wurde hinterfragt, wie oft soziale Untersuchungen, Experteninterviews und Hausbesuche im Rahmen der Gesundheits- und Beratungsprozesse des Kindes durchgeführt wurden und welche Mechanismen und Maßnahmen das Ministerium angesichts der von Fatmanur Çelik öffentlich geäußerten Risikohinweise aktiviert hat.

Emre forderte zudem „die Offenlegung der Inhalte der Dokumente, Sozialberichte und Expertenbewertungen, die der Behauptung des Ministeriums zugrunde liegen, die Mutter habe die angebotene Unterstützung abgelehnt“.


Nachrichtenquelle: 12punto

Akın Gürlek Fatmanur Çelik