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Razzia wegen illegaler Abtreibungen in Denizli

Die Polizei setzt ihre Ermittlungen zu einem Vorfall in Denizli fort, bei dem eine illegale Abtreibungspraxis ausgehoben und mehrere Personen festgenommen wurden.

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Razzia wegen illegaler Abtreibungen in Denizli

Die Teams der Kriminalpolizei von Denizli wurden aktiv, nachdem Vorwürfe laut geworden waren, dass ein Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe in der Stadt Abtreibungen bei Schwangerschaften durchführte, die über der gesetzlichen Grenze von 10 Wochen lagen.

Im Rahmen der Ermittlungen, die unter der Koordination der Generalstaatsanwaltschaft von Denizli durchgeführt wurden, überwachten die Sicherheitsbehörden die Praxis des betreffenden Arztes.

Bei einer Razzia in der Praxis in der Doktorlar Caddesi wurden kürzlich der Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe Dr. Mehmet İ. (55), seine Ehefrau Alara İ. (47), die medizinische Fachangestellte Seher Z. (46) sowie eine Frau, an der der Eingriff vorgenommen wurde, festgenommen. Bei den Durchsuchungen während des Einsatzes wurde zudem ein Fötus in einer Tüte gefunden, bei dem festgestellt wurde, dass er illegal entnommen worden war und ein Alter von mehr als 10 Wochen aufwies. Dieser Fötus wurde zur Untersuchung an das Institut für Rechtsmedizin überstellt.

Mit der Vertiefung der Ermittlungen wurden neben einem weiteren Arzt, der schwangere Frauen an die Klinik verwies, auch drei Personen gefasst, die als Vermittler tätig waren. Damit stieg die Zahl der Festnahmen auf acht.

Die Behörden teilten mit, es gebe zudem Vorwürfe, dass etwa 20 Frauen, die außerehelich schwanger geworden waren, sowie Kinder unter 16 Jahren illegalen Abtreibungen unterzogen oder mit verbotenen Medikamenten zu Fehlgeburten gezwungen wurden. Zudem wurde behauptet, dass für die Abtreibungseingriffe etwa 600.000 Lira gefordert wurden.

Fünf der acht im Rahmen des Vorfalls festgenommenen Personen wurden nach ihren Aussagen auf Anweisung der Staatsanwaltschaft wieder freigelassen. Dr. Mehmet İ., seine Ehefrau Alara İ. und die medizinische Fachangestellte Seher Z. wurden hingegen dem Haftrichter vorgeführt.


Nachrichtenquelle: 12punto

Denizli