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Weg für individuelle Klagen von Familien gegen Social-Media-Plattformen wird geebnet

Mit einer Regelung, die voraussichtlich im September in Kraft tritt, werden neue Kontrollen für die Social-Media-Nutzung von Kindern eingeführt.

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Weg für individuelle Klagen von Familien gegen Social-Media-Plattformen wird geebnet

In der Türkei steht eine neue gesetzliche Regelung gegen die Risiken, denen Kinder auf digitalen Plattformen ausgesetzt sein könnten, auf der Tagesordnung. Mit der für September geplanten Regelung soll Eltern von Kindern, die auf Social-Media-Plattformen zu Schaden kommen, die Möglichkeit eingeräumt werden, individuelle Klagen einzureichen.

Es wird erwartet, dass die Regelung insbesondere für Nutzer unter 15 Jahren die Kontrollen beim Zugang zu sozialen Medien und bei Transaktionen innerhalb der Plattformen verschärft. Zudem ist geplant, dass Familien benachrichtigt werden, wenn Kinder kostenpflichtige Transaktionen tätigen, und dass Nutzer im Alter von 16 bis 18 Jahren zu pädagogisch altersgerechten Inhalten geleitet werden.

Der Vorsitzende der Kommission für digitale Medien der Großen Nationalversammlung der Türkei (TBMM), Nazım Elmas, erklärte, dass die Kommission an einem entsprechenden Gesetz arbeite und die Regelung ab September umgesetzt werde. Elmas betonte, dass Familien von Kindern, die auf Social-Media-Plattformen zu Schaden kommen, im neuen Zeitraum individuell klagen können.

Elmas wies darauf hin, dass bei einem Versäumnis der Plattformen, notwendige Maßnahmen zu ergreifen, auch administrative Sanktionen in Betracht gezogen werden könnten, und merkte an, dass die Mechanismen zum Schutz von Kindern vor Schäden im digitalen Umfeld gestärkt würden.

KLAGEN IN DEN USA SORGEN FÜR AUFMERKSAMKEIT

Die Vorbereitungen in der Türkei fallen in eine Zeit, in der die in den USA gegen Social-Media-Unternehmen eingereichten Klagen zur Kindersicherheit aufmerksam verfolgt werden. In den USA sehen sich große Technologieunternehmen, allen voran Meta, mit zahlreichen Klagen konfrontiert, in denen ihnen vorgeworfen wird, Kinder nicht ausreichend zu schützen und süchtig machende Designs zu verwenden.

Nach den Geldstrafen gegen Meta im Bundesstaat New Mexico wird darauf hingewiesen, dass dem Unternehmen das Risiko sehr hoher Entschädigungszahlungen droht. Die Entscheidung eines Bundesberufungsgerichts, die Fortsetzung von Tausenden Klagen gegen Meta, Google, Snap und TikTok zuzulassen, hat zu Einschätzungen geführt, dass sich der Prozess für Technologieunternehmen zu einem umfassenderen rechtlichen Druck entwickeln könnte.

Der ehemalige Vorsitzende der Kommission für digitale Medien der TBMM, Hüseyin Yayman, betonte ebenfalls, dass der Schutz von Kindern vor digitalen Risiken kein Bereich mehr sei, den Familien allein bewältigen könnten, und unterstrich, dass die Verantwortlichkeiten der Technologieunternehmen klar definiert werden müssten.


Nachrichtenquelle: 12punto

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