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Widersprüchliche Urteile im Kindesmissbrauchsfall! Der eine sagt 'Bericht liegt vor', der andere nicht...

In einem Prozess wegen des angeblichen Missbrauchs von drei Kindern in Esenyurt haben Widersprüche zwischen Berichten und Aussagen für Diskussionen gesorgt. Die Aussagen der Kinder wurden geändert und die Angeklagten freigesprochen.

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Widersprüchliche Urteile im Kindesmissbrauchsfall! Der eine sagt 'Bericht liegt vor', der andere nicht...

Bericht: Rojda Altıntaş

In einem Prozess wegen des angeblichen Missbrauchs von drei Kindern in Esenyurt haben Widersprüche zwischen Berichten und Aussagen für Diskussionen gesorgt. Während der erste Bericht des staatlichen Krankenhauses Başakşehir Anzeichen eines sexuellen Übergriffs enthielt, hieß es kurz darauf bei einer weiteren Untersuchung in den Räumlichkeiten des Gerichts, es gebe „keine Befunde“. Auch die Aussagen der Kinder wurden im Laufe des Prozesses geändert.

Trotz all dieser Entwicklungen wurden die Angeklagten freigesprochen.

ERSTER BERICHT WIES AUF BEFUNDE HIN

Der Vorfall kam im August 2024 durch die Anzeige des ägyptischen Vaters Mohamed İbrahim Ramadan ans Licht. Der Vater behauptete, sein Sohn sei von einem Syrer namens Usame missbraucht worden, der in einem Schreibwarengeschäft in Esenyurt arbeitete. Gegen den festgenommenen Usame wurde ein Verfahren eingeleitet.

Vater - Mohamed İbrahim Ramadan

Die Aussagen der Kinder wurden im Büro für Kinderangelegenheiten aufgenommen. In der ersten Phase identifizierten die Kinder den Angeklagten und schilderten ihre Erlebnisse detailliert. Auch im Bericht des staatlichen Krankenhauses Başakşehir, der in die Akten aufgenommen wurde, wurden am Anus des ältesten Kindes Anzeichen eines sexuellen Übergriffs sowie verheilte Wunden festgestellt.

ZWEITER BERICHT: „KEINERLEI BEFUNDE“

Doch wenige Tage später wurden die Kinder nicht erneut in ein staatliches Krankenhaus überwiesen, sondern in einem Raum unterhalb des Gerichtsgebäudes untersucht. Diesmal hieß es im Bericht: „Es liegen keine Anzeichen eines sexuellen Übergriffs vor, der Gesundheitszustand ist gut.“ Der Widerspruch zwischen den beiden Berichten wurde nicht ausgeräumt.

AUSSAGEN WURDEN GEÄNDERT

Der kritischste Punkt, der vor Gericht zur Sprache kam, war die Änderung der Aussagen der Kinder. Die Kinder, die die Angeklagten in der ersten Phase einzeln identifiziert hatten, machten in ihren späteren Aussagen einen Rückzieher. Es wurde vermerkt, dass während dieses Prozesses kein Erziehungsberechtigter oder Angehöriger anwesend war. Das Gericht legte die zweiten Aussagen zugrunde.

ZEUGENAUSSAGEN BLIEBEN WIDERSPRÜCHLICH

Auch die Aussagen der im Prozess vernommenen Zeugen stimmten nicht überein. Während einige Zeugen behaupteten, die Kinder seien nicht allein gelassen worden, gaben andere an, den Vorfall nicht gesehen zu haben. Der Vater der Kinder widerlegte die Verteidigung, dass das Geschäft erst kürzlich eröffnet worden sei, mit Dokumenten. Das Gericht berücksichtigte diese Dokumente nicht.

FREISPRUCH UND BESCHWERDE

Am Ende des Verfahrens wurden zunächst Usame und anschließend der türkische Geschäftsinhaber sowie der syrische Mitarbeiter freigesprochen. Nach dem Urteil reichte der Vater eine Petition in Ankara ein und erstattete Beschwerde gegen den Richter und den Staatsanwalt, die den Fall bearbeitet hatten.


Nachrichtenquelle: Rojda Altıntaş

Kind Kindesmissbrauch