Republikanische Kräfte bemühen sich seit einiger Zeit, die bestehenden, geschwächten Errungenschaften der Republik zu verteidigen. Doch es ist an der Zeit, das Feuer der Republik erneut zu entfachen und zu vergrößern; das neue Jahrhundert der Republik bietet hierfür eine gute Gelegenheit.
In diesen Breitengraden ist die Republik vor allem eine Aufklärungsrevolution. In diesem Zusammenhang ist die Republik ein Aufruf zum Aufstand gegen Aberglauben, Fanatismus und Dogmen.
Die Republik ist der Name für die Überwindung von Rückständigkeit durch moderne Bildung, für das Erringen vollständiger Unabhängigkeit durch den Kampf gegen den Imperialismus und für die Absicht, eine entwickelte Demokratie aufzubauen. Daher ist die Fortführung dieses Kampfes von lebenswichtiger Bedeutung.
Noch wichtiger ist: Die strukturellen Probleme, die wir heute erleben, können nur auf der Grundlage der Grundideale der Republik gelöst werden. Sorgen und Ängste hinsichtlich der Zukunft lassen sich nur so überwinden. Natürlich unter der Prämisse, die A. Taner Kışlalı für den Kemalismus, den Fahrplan der Republik, formulierte: „Kemalismus ist nicht die Bewachung der Vergangenheit, sondern die Vorreiterschaft für die Zukunft.“
Heute führen Wahrnehmungsagenten und Meinungsmacher eine sehr starke Kampagne, um die Ideale der Republik in den Augen der Öffentlichkeit zu beschädigen und zu zermürben.
Die vorrangige Aufgabe besteht darin, diese Wahrnehmungsoperation zu entlarven. Es wäre ein historischer Irrtum, wenn die Republikaner ihre Stärke in diesem Kampf unterschätzen würden. Es existiert ein 100-jähriges intellektuelles Erbe, das als Grundlage für diesen Kampf dienen kann. Zudem hat das Volk, abgesehen von einer kleinen Minderheit, unabhängig davon, welche Partei es wählt, kein Problem mit der laizistischen, sozialen Rechtsstruktur der Republik.
In diesem Zusammenhang sind es in erster Linie die Intellektuellen und die Kunstszene – jene Menschen, die Atatürk als „diejenigen, die das Licht zuerst auf ihrer Stirn spüren“ bezeichnete –, die die Aufgabe übernehmen müssen, die Bemühungen zur Diskreditierung der Ideale der Republik aufzudecken und bloßzustellen.
Heute stehen die republikanischen Kräfte vor der Aufgabe, diese große, auf Verzerrungen basierende Wahrnehmungsoperation gegen die Republik abzuwehren – ganz im Sinne des karthagischen Generals Hannibal: Entweder einen neuen Weg finden oder einen neuen Weg bahnen.
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