Gebete wurden verrichtet, Unterschriften geleistet.
Am 7. August 2026 wurde zwischen der Türkei, Pakistan und Saudi-Arabien ein Verteidigungspakt namens Gemeinsames Verteidigungsabkommen von Mekka unterzeichnet.
Möge Gott es annehmen, doch von wem kam der Befehl?
Die Türkei hat unterzeichnet, doch das türkische Volk kennt den Inhalt des Abkommens nicht. Auch das Parlament und die Abgeordneten im Parlament wissen nichts davon.
Dabei sagt Atatürk, der Gründer dieses Landes, stets, dass es eine verfassungsrechtliche Notwendigkeit sei, dass internationale Abkommen das Parlament der Republik Türkei passieren müssen.
Die Gründe dafür erklärt er wie folgt:
„...Wenn es für dieses Land eines Tages unvermeidlich sein sollte, in irgendeiner Form in eine Katastrophe zu geraten, in einen Krieg verwickelt zu werden oder daran teilzunehmen, ist es die vornehmste Pflicht der Regierung, das Parlament und das Volk zu konsultieren und nach reiflicher Überlegung zu entscheiden.
.....
Der Kampf, die Spannungen und die Feindseligkeiten zwischen den Großmächten sind so weit fortgeschritten, dass die Gefahr besteht, zwischen die Fronten zu geraten und in eine Katastrophe hineingezogen zu werden. Gegen diese Möglichkeit müssen wir sehr vorsichtig, besonnen und kühlblütig sein.“
Das sagte er im Jahr 1937. Wahrscheinlich im Hinblick auf den heraufziehenden Weltkrieg.
Doch heute sind die Bedingungen dieselben. Denn ein großer Krieg wird erwartet. Es besteht die Gefahr, in eine Katastrophe hineingezogen zu werden.
Um es deutlicher auszudrücken: Saudi-Arabien befindet sich im Krieg mit dem Iran. Auch wenn sie sich nicht in einem heißen Krieg befinden, stehen sie sich als Bündnisse gegenüber, und Saudi-Arabien könnte jederzeit in den Krieg eintreten. Es steht im Ziel- und Reichweitenbereich des Iran. Zudem steht es unter dem Befehl der USA, die sich in einem aktiven Krieg befinden.
Pakistan befindet sich im Krieg mit Afghanistan.
Im US-Iran-Krieg scheint Pakistan vorerst neutral zu sein, aber es ist ein Nachbar des Iran. Es gibt eine Grenze.
Es könnte jederzeit eingreifen.
Außerdem, egal wie neutral Pakistan erscheinen mag, steht es überwiegend unter dem Einfluss der USA.
Was wird die Türkei tun, wenn diese beiden Länder an der Frontlinie in den Krieg ziehen? Wird sie nicht aufgrund des Gemeinsamen Verteidigungsabkommens von Mekka in den Krieg verwickelt sein?
Sie wissen, wie die Türken in den Ersten Weltkrieg gerieten, der das Osmanische Reich beendete. Durch ein Bündnis mit den Deutschen und ohne das Volk oder das Parlament zu fragen, wurde es vollendete Tatsache. Damals gab es auch das Meclis-i Mebusan (das osmanische Parlament). Sie fragten nicht einmal der Form halber.
Das Ergebnis: Die erzwungene Teilnahme am Krieg aufgrund des Bündnisses und der Untergang.
Es gibt einen US-Iran-Krieg, und dieses Abkommen zielt direkt darauf ab, den Iran einzukesseln und zu isolieren. Die Türkei wird in den Krieg gezogen.
Außerdem: Wenn man auf die Karte schaut, ist es sehr offensichtlich, dass der Iran militärisch eingekreist wird. Der Iran hingegen schützt Palästina und Gaza vor Israel. Wen schützen wir also in diesem Fall?
Israel, nicht wahr?
Wir wissen selbst nicht, was wir tun. Es wird ohnehin nicht erklärt. Einerseits werden anti-israelische Kundgebungen organisiert, andererseits unterzeichnen wir Abkommen gegen den Iran, der Israel militärisch aufhält.
Was für ein Widerspruch ist das denn.
Einerseits kommt UN-Generalsekretär Antonio Guterres im Juli nach Ankara, andererseits tagt der NATO-Gipfel in Ankara, und nun wird das Gemeinsame Verteidigungsabkommen von Mekka unterzeichnet.
Ohne das Wissen des Parlaments und des Volkes.
Das verheißt nichts Gutes.
Wacht auf, meine Herren, die Türkei wird in den Krieg gezogen.
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