Verfassungsgericht;
- Das Gericht hat die Bestimmung, die vorsah, dass Notare an Feiertagen und außerhalb der regulären Geschäftszeiten arbeiten können, für nichtig erklärt; die Regelung sollte erst in 9 Monaten in Kraft treten.
- Zudem wurde die Bestimmung in Artikel 226 der Strafprozessordnung für nichtig erklärt, die besagte: "Falls eine Zustellung an die letzte bekannte Adresse des Angeklagten in der Akte nicht möglich ist oder der Angeklagte trotz Zustellung nicht zur Verhandlung erscheint, gelten die an seinen Verteidiger gerichteten Zustellungen als ausreichend." In der Aufhebungsentscheidung betonte das höchste Gericht, dass das Recht auf Verteidigung dem Angeklagten persönlich gewährt werden müsse, um ein faires Verfahren zu gewährleisten.
Durch einen Beschluss der Großen Nationalversammlung der Türkei (TBMM) werden die Gemeinsame Kommission aus Verfassungs- und Justizausschuss, in der die Aufhebungsanträge für die Immunität von Abgeordneten beraten werden, sowie der Verfassungsausschuss ihre Arbeit fortsetzen und keine Sommerpause einlegen.
Der Ministerratsbeschluss vom 30.12.2005 mit der Nummer 2005/9916, der die an das Finanzministerium abzuführenden Ertragsanteile einiger staatlicher Wirtschaftsunternehmen (KİT) regelte, wurde aufgehoben. Die Aufhebung tritt rückwirkend zum 1. Juni 2026 in Kraft. Die betreffende Regelung verpflichtete die jeweiligen staatlichen Wirtschaftsunternehmen dazu, einen bestimmten Anteil ihrer Einnahmen an den zentralen Haushalt abzuführen.
Durch eine Änderung der Verordnung über das Anlegerentschädigungszentrum wurden die Bestimmungen zur Rückgabe von verjährten Vermögenswerten sowie zu den Aufgaben der Takasbank aktualisiert. Anträge auf Rückgabe verjährter Vermögenswerte sind nun über das E-Government-Portal (e-Devlet) zu stellen. Wertpapierfirmen müssen die Liste der im Vorjahr verjährten Treuhandvermögen und Forderungen sowohl an das Anlegerentschädigungszentrum als auch an die Takasbank übermitteln. Für Forderungen bei Finanzintermediären, die unter den Sonderfonds fallen und für die bis Ende 2014 weder ein Armutszeugnis ausgestellt noch die Forderung zur Insolvenztabelle angemeldet wurde, gilt die Verjährungsfrist als vor dem 22.04.2021 abgelaufen.
Die 2022 in Kraft getretene Verordnung über Baugrubensicherungen, die Kriterien für Analyse, Projektierung und Ausführung bei tiefen Baugruben festlegt, wurde geändert. Mit der Änderung wurden Regelungen für Berechnungen und Anwendungen bei hybriden Baugrubensicherungen getroffen und die Definitionen für Verbaukonstruktionen präzisiert.
Durch eine Änderung des Kommuniqués zur Überwachung bei Importen wurden die Bestimmungen zur Verwendung von Registrierungsbescheinigungen angepasst. Gemäß der neuen Regelung ist ein Import auch dann möglich, wenn der bei der Registrierung der Zollanmeldung durch den Zoll festgestellte Wert den in der Registrierungsbescheinigung angegebenen Wert um nicht mehr als 5 % übersteigt.
Mit Änderungen der Verordnung über die Förderung des Neubaus von Schiffen als Ersatz für verschrottete Schiffe unter türkischer Flagge wurde die Definition des Auftragnehmers erweitert, eine Registrierungsbedingung für das Verschrottungsschiff eingeführt und die Mindesttonnage für das neu zu bauende Schiff festgelegt. Demnach muss die Bruttoraumzahl (BRZ) des neu zu bauenden Schiffes mindestens die Hälfte der Tonnage des verschrotteten Schiffes betragen, sofern dieses 12.000 BRZ oder mehr aufwies, beziehungsweise mindestens ein Drittel, wenn das verschrottete Schiff kleiner als 12.000 BRZ war.
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