Wir sind ein Volk, das die Dinge nicht allzu ernst nimmt, aber andere Länder sehen das anders. Lassen Sie mich Ihnen ein Beispiel geben. Die Auswirkungen des Gesetzesentwurfs zur Änderung des Tierschutzgesetzes, in der Öffentlichkeit als „Massaker-Gesetz“ bekannt, sind in der Türkei hinlänglich bekannt. Ich möchte Ihnen jedoch erläutern, wie sich dies auf den Tourismus, unsere sogenannte „schornsteinlose Industrie“, ausgewirkt hat.
Sagen Sie nicht: „Was kümmert die anderen unser Gesetz, das sind die ‚äußeren Mächte‘!“
Vor etwa zwei Wochen gab es in der britischen Hauptstadt London einen Protest. Britische Tierschützer protestierten mit Plakaten wie „Wir machen keinen Urlaub in einem Land, in dem Tiere massakriert werden“ gegen das Gesetz.
Inzwischen haben sich diese Proteste in soziale Medienkampagnen verwandelt. Die Kampagne, nicht in ein Land zu reisen, in dem Straßentiere getötet werden, findet leider zunehmend Gehör.
Auf der Website der Zeitung „Mirror“ stimmten bei einer Umfrage mit der Frage „Würden Sie die Türkei wegen des Straßentiergesetzes boykottieren?“ 71 Prozent der Teilnehmer mit „Ja“, während 29 Prozent mit „Nein“ stimmten.
Dabei hatten die Briten in den letzten zwei Jahren begonnen, die Türkei wieder als Reiseziel zu bevorzugen.
Das Leben ist durch eine solche Kette miteinander verbunden, dass alles, was wir tun, eine andere Reaktion hervorrufen kann.
Aber was soll's, wenn die Briten nicht kommen, dann kommen sie eben nicht, oder?
Wo wir gerade beim Thema Ausländer sind: Das Türkische Statistikinstitut (TÜİK) hat die Wohnungsbaustatistiken für den Zeitraum Juli 2024 veröffentlicht.
Den von TÜİK veröffentlichten Daten zufolge gingen die Wohnungsverkäufe an Ausländer im Juli im Vergleich zum Vorjahresmonat um 16,1 Prozent auf 2.350 zurück.
Trotz des Rückgangs wurden im Juli die meisten Wohnungen nach Staatsangehörigkeit an Bürger der Russischen Föderation (485), der Ukraine (171) und Deutschlands (162) verkauft. Warum arabische Investoren nicht auf dieser Liste stehen, ist fraglich.
Ich habe mich gefragt, warum die Wohnungen, die von Arabern – insbesondere in Istanbul – blockweise und siedlungsweise aufgekauft wurden, nicht in der Liste erscheinen, und habe einen befreundeten Immobilienberater angerufen.
Ich fragte ihn: „Hat das Interesse der Araber an der Türkei nachgelassen?“
Er antwortete: „Wie könnte das sein? TÜİK berichtet vermutlich nur über individuelle Käufe.“ Er erklärte, dass einige arabische Investoren ihre Immobilien als Unternehmen erwerben und diese möglicherweise nicht unter diesem Status in die Berichterstattung einfließen. Zudem fügte er hinzu, dass Syrer, die sich als vorübergehende Schutzsuchende in unserem Land aufhalten, nicht als Ausländer im Sinne dieser Statistik gezählt werden.
Ich weiß nicht, wie wahr diese Behauptung ist, aber sie klingt nicht völlig unlogisch...
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