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38,5 Prozent der im Juli 2026 veröffentlichten neuen Musik nutzten Künstliche Intelligenz

Eine Untersuchung von SubmitHub, bei der mehr als 1 Million Titel analysiert wurden, hat die Debatte über den Anteil von Künstlicher Intelligenz an der Musikproduktion erneut angeheizt.

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38,5 Prozent der im Juli 2026 veröffentlichten neuen Musik nutzten Künstliche Intelligenz

Während die Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI) in der Musik weiterhin im Spannungsfeld von Urheberrechten, Transparenz und künstlerischer Arbeit diskutiert wird, hat eine neue Studie ein bemerkenswertes Bild gezeichnet. Laut einer Analyse der Online-Musik-Einreichungsplattform SubmitHub wurde bei 38,5 Prozent der weltweit im Juli 2026 veröffentlichten neuen Musik im Produktionsprozess auf KI zurückgegriffen.

Die Plattform untersuchte mehr als 1 Million Titel mit ihrem eigenen KI-Erkennungstool SH Labs. Die Untersuchung ergab, dass 23,2 Prozent der Titel vollständig KI-generiert waren, während bei 15,3 Prozent KI-basierte Klangelemente verwendet wurden, die von Menschen verändert oder bearbeitet wurden.

Jason Grishkoff, der Gründer von SubmitHub, betonte, dass Transparenz im Zentrum der Debatte über den KI-Einsatz in der Musik stehen sollte. Grishkoff sagte: „Ich denke, der Weg für den Fortschritt der KI in der Musik führt über Transparenz. Die Menschen sollten selbst entscheiden können, ob sie mit KI-generierter Musik interagieren wollen oder nicht.“

Grishkoff unterstrich, dass die notwendigen Informationen bereitgestellt werden müssten, damit die Hörer eine Wahl treffen können, und fügte hinzu: „Unsere Aufgabe ist es, ihnen genügend Informationen zu geben, damit sie diese Wahl treffen können.“

SUCHE NACH TRANSPARENZ AUF PLATTFORMEN

SH Labs wurde dieses Jahr ins Leben gerufen, um auf das Problem der Deklaration bei der KI-Nutzung in der Musik aufmerksam zu machen. Es wird darauf hingewiesen, dass das Tool neben Bandcamp und Traxsource auch von der deutschen Verwertungsgesellschaft GEMA genutzt wird, die durch ihre Klage gegen die KI-Musikproduktionsplattform Suno in die Schlagzeilen geraten war.

Die Untersuchung deutet auf einen Trend hin, der mit zuvor veröffentlichten Daten zu KI-Inhalten auf digitalen Musikplattformen übereinstimmt. Deezer hatte im Juni gemeldet, dass mehr als die Hälfte der täglich auf die Plattform hochgeladenen neuen Titel aus KI-Songs bestehe. Eine weitere Studie aus dem Jahr 2025 kam zu dem Ergebnis, dass 97 Prozent der Menschen „den Unterschied zwischen echter Musik und KI-Musik nicht unterscheiden konnten“.

Angesichts dieser Situation haben einige Plattformen begonnen, neue Maßnahmen zu ergreifen. Bandcamp verbot Anfang 2026 KI-generierte Musik und kündigte an, sich das Recht vorzubehalten, Inhalte zu entfernen, bei denen der Verdacht besteht, dass sie von KI produziert wurden. Spotify hingegen kündigte an, auf einigen Künstlerprofilen ein „AI Persona“-Abzeichen zu verwenden. Die Umsetzung wird für September erwartet.

Auch auf Seiten der Künstler halten die Meinungsverschiedenheiten an. Zahlreiche Namen, darunter Kate Bush und Queen-Gitarrist Brian May, argumentieren, dass die Nutzung kreativer Werke ohne Genehmigung zum Training generativer KI-Systeme eine ernsthafte Bedrohung für die Lebensgrundlage von Künstlern darstelle.

Im Gegensatz dazu bekennen sich einige Musiker offen dazu, KI als Teil des Produktionsprozesses zu nutzen. Luke Steele von Empire Of The Sun sagte, er nutze KI, um Musik zu machen. Boy George gab an, bei dem Titel „We Will Dance Again“ KI-Unterstützung in Anspruch genommen zu haben, wobei berichtet wurde, dass besagter Titel aufgrund der KI-Richtlinien von Bandcamp entfernt wurde.

Auch der amerikanische Rapper Tyga erklärte, er habe KI als „Werkzeug“ für sein kritisiertes Album „$tarface“ verwendet. Tyga argumentierte, er habe KI für die Retro-Synth-Sounds auf dem Album genutzt und diese Verwendung unterscheide sich nicht von den Anfängen von Auto-Tune.

Dass der Musikproduzent Timbaland seine als „A-Pop“ bezeichnete Initiative Stage Zero startete und als ersten Künstler den KI-generierten TaTa unter Vertrag nahm, war eines der Beispiele, die die Dimension der Debatte in der Kulturindustrie vergrößerten. Die jüngste Untersuchung zeigt, dass KI-gestützte Musik kein bloßes experimentelles Nischenphänomen mehr ist, sondern zu einem festen Bestandteil des digitalen Musik-Ökosystems geworden ist.


Nachrichtenquelle: 12punto

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