Cate Blanchett und Hollywood-Stars starten Plattform für Einwilligung gegenüber Künstlicher Intelligenz
Rslmedia.org erfasst die Einwilligungseinstellungen von Künstlern dazu, wie ihre Gesichter, Stimmen und Ideen in der Künstlichen Intelligenz verwendet werden dürfen.
Zahlreiche Schauspieler wie Cate Blanchett, Javier Bardem, Meryl Streep, Emma Thompson, Helen Mirren, Kristen Stewart, George Clooney, Viola Davis und Tom Hanks haben sich in einer neuen Online-Initiative zusammengeschlossen, die darauf abzielt, die Persönlichkeitsrechte von Künstlern gegenüber Künstlicher Intelligenz sichtbar zu machen.
Die gemeinnützige Plattform rslmedia.org ermöglicht es Künstlern und Medienschaffenden, festzuhalten, unter welchen Bedingungen ihre Gesichter, Stimmen, Bewegungen oder Ideen von KI-Systemen genutzt werden dürfen.
Die Initiative zielt darauf ab, eine praktische Antwort auf die Debatten über Einwilligung und geistiges Eigentum zu geben, die durch Künstliche Intelligenz in den Kreativbranchen entstanden sind.
Die Plattform, zu deren Mitbegründern neben Blanchett auch Nikki Hexum, Doug Leeds und Eckart Walther gehören, fungiert als eine Art Infrastruktur für Identitätsprüfung und Einwilligungserklärungen.
Es ist vorgesehen, dass sich Nutzer durch eine Identitätsprüfung registrieren und ihre Präferenzen bezüglich der KI-Nutzung angeben.
EINWILLIGUNG WIRD DURCH DREI FARBEN DEFINIERT
Im System werden die Stufen der Einwilligung durch drei Farben klassifiziert. Grün steht für die freie Nutzung, Gelb für eine Nutzung, die an bestimmte Bedingungen wie eine Vergütung geknüpft ist, und Rot bedeutet, dass keine Nutzung gestattet ist. Auf diese Weise soll eine Datenbank für KI-Unternehmen und andere Nutzer geschaffen werden, die die Präferenzen der Künstler skalierbar darstellt.
Bei der Veranstaltung, auf der Blanchett die Plattform im Europäischen Parlament vorstellte, erklärte sie, dass sie nicht den technologischen Fortschritt im Bereich der KI stoppen, sondern Mechanismen zum Schutz der Menschenrechte etablieren wolle.
Die Schauspielerin sagte: „Um einen Weg zwischen der maßlosen Begeisterung für Künstliche Intelligenz und den von ihr ausgehenden Gefahren zu finden, benötigen wir Schutzmaßnahmen, die auf Einwilligung basieren.“
An der Veranstaltung nahm auch Regisseur Steven Soderbergh teil.
An der von der Europaabgeordneten Eva Maydell moderierten Diskussion nahmen zudem Juristen, Filmschaffende, Musiker, Gesetzgeber und Vertreter der Wirtschaft teil.
Einige Vertreter der Technologiebranche äußerten Bedenken, dass solche Initiativen den europäischen Technologiesektor gegenüber Wettbewerbern schwächen könnten.
Soderbergh betonte hingegen, dass die Initiative nicht als rechtliches Verbot betrachtet werden sollte. Der Regisseur erklärte: „Dies ist kein Gesetz und auch keine Einschränkung; es ist ein überzeugender Mechanismus, der dazu konzipiert wurde, das Richtige auf einfache und elegante Weise zu tun.“
Der Ausgangspunkt der Plattform beruht auf der Überlegung, dass die menschliche Identität ein Bereich des geistigen Eigentums ist, der ebenfalls geschützt werden muss. Es wird erwartet, dass die Debatte über Einwilligung, Transparenz und Persönlichkeitsrechte in den Kreativbranchen mit dem regulatorischen Rahmen der Europäischen Union im Bereich der Künstlichen Intelligenz weiter an Bedeutung gewinnen wird.
Nachrichtenquelle: 12punto
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