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CHP kritisiert Preiserhöhungen bei Theaterkarten

Die stellvertretende CHP-Vorsitzende Gülşah Deniz Atalar erklärte, dass die von den Staatstheatern vorgenommenen Preiserhöhungen von bis zu 300 Prozent weite Teile der Gesellschaft vom Theaterbesuch ausschließen.

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CHP kritisiert Preiserhöhungen bei Theaterkarten

Die stellvertretende Vorsitzende der Republikanischen Volkspartei (CHP), Gülşah Deniz Atalar, gab eine schriftliche Erklärung zu den Preiserhöhungen bei den Staatstheatern ab und wies auf die wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen dieser Situation hin. Atalar betonte: "Der Zugang zum Theater ist kein Privileg, sondern ein Grundrecht" und erklärte, dass insbesondere junge Menschen, Studierende und Rentner aufgrund dieser Preiserhöhungen vom Theaterbesuch ausgeschlossen seien.

Atalar betonte, dass es inakzeptabel sei, wenn Theatersäle leer blieben: "Die Künstler stehen auf der Bühne, aber die Säle sind leer. Dieses Bild ist inakzeptabel." Sie wies darauf hin, dass die Preispolitik eine klassenspezifische Trennung schaffe und es sich dabei nicht nur um einen wirtschaftlichen, sondern auch um einen kulturellen Ausschluss handele.

DIE TEILHABE AM KULTURELLEN LEBEN IST KEIN LUXUS

Atalar erklärte, dass die Wirtschaftspolitik der Regierung auch in den Theatersälen zu spüren sei: "Die Teilhabe am kulturellen Leben ist kein Luxus. Doch heute ist der Theaterbesuch für viele Menschen unerschwinglich geworden." Sie führte aus, dass insbesondere durch den Verkauf der vorderen Sitzreihen zu hohen Preisen die Zuschauerzahlen gesunken seien und wirtschaftliche Barrieren zwischen der Bühne und dem Volk errichtet würden.

Atalar merkte an, dass, falls das Budget der Staatstheater als unzureichend angesehen werde, auch andere Fragen gestellt werden müssten. Sie fragte: "Aus welchem Budget werden die Kosten für Stücke finanziert, die wenige Tage vor der Premiere abgesagt werden, oder die Ausgaben für extern engagierte Personen mit hohen Honoraren, obwohl Regisseure innerhalb der Institution verfügbar wären? Wenn keine Ressourcen vorhanden sind, warum wird diese Verschwendung geduldet?"

Unter Bezugnahme auf die Worte von Atatürk zur Bedeutung von Kultur und Kunst sagte Atalar: "Mustafa Kemal Atatürk hat bei jeder Gelegenheit die Bedeutung von Kultur und Kunst für den Fortschritt einer Nation betont. Die Staatstheater stützen sich auf Atatürks Worte: 'Eine Nation, der es an Kunst fehlt, hat eine ihrer Lebensadern verloren'." Heute werde das eigentliche Ziel dieser Institution, nämlich der Beitrag zur kulturellen Entwicklung des Volkes, durch die vom Volk entfremdete Politik der Regierung überschattet.

Atalar betonte, dass die CHP eine öffentlich orientierte Kulturpolitik verteidige, und unterstrich die Verantwortung des Staates und der Kommunalverwaltungen im Bereich Kultur und Kunst. "Wir kämpfen für eine Ordnung, in der Theater, Konzerte und Ausstellungen nicht nur bestimmten Gruppen, sondern allen Teilen der Gesellschaft zugänglich sind. Kultur- und Kunstaktivitäten müssen staatlich gefördert werden und für jeden erreichbar sein", sagte sie.


Nachrichtenquelle: 12punto

Gülşah Deniz Atalar Staatstheater Theater