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Ein Meister der Feder, der eine Ära beleuchtete: Ahmet Kabaklı

Der Literaturhistoriker, Journalist und Schriftsteller Ahmet Kabaklı wird an seinem 23. Todestag gewürdigt.

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Ein Meister der Feder, der eine Ära beleuchtete: Ahmet Kabaklı

Ahmet Kabaklı wurde am 30. Mai 1924 als Kind von İmam Ömer Efendi und Münire Hanım geboren und verbrachte seine Kindheit im Dorf Göllübağ in Harput, Elazığ, wo er zur Welt kam. 

Kabaklı absolvierte seine Grund-, Mittel- und Oberschulbildung in Elazığ und sein Hochschulstudium an der Fakultät für Literatur der Universität Istanbul im Fachbereich Turkologie. Anschließend war er als Literaturlehrer an den Gymnasien in Diyarbakır und Manisa tätig. 

Noch während seiner Studienzeit wurde 1946 sein Artikel mit dem Titel „Yunus Emre mi haklı, Gölpınarlı mı?“ (Hat Yunus Emre recht oder Gölpınarlı?) in der Zeitung „Son Saat“ veröffentlicht. Kabaklıs Texte fanden zudem Eingang in die von Nurettin Topçu herausgegebene Zeitschrift „Hareket“ sowie in die Zeitschrift „Bizim Türkiye“. 

Gedichte und Artikel von Ahmet Kabaklı erschienen in den Zeitschriften „Yeni İstanbul“ und „Hisar“. Der Meister der Feder, der 1956 den von der Zeitung „Tercüman“ organisierten Feuilleton-Wettbewerb gemeinsam mit Emil Galip Sandalcı und Hakkı Gülmen gewann, verfasste für dieselbe Zeitung zahlreiche Beiträge. 

Mit einem Stipendium des Bildungsministeriums reiste Kabaklı 1956 nach Paris. Nach seiner Rückkehr in die Türkei unterrichtete er von 1958 bis 1969 als Literaturlehrer am Pädagogischen Institut Çapa in Istanbul. 

KURZE ZEIT ALS RECHTSANWALT TÄTIG

Kabaklı, der auch kurzzeitig als Rechtsanwalt arbeitete, war ab 1969 als Dozent an der Istanbuler Hochschule für Lehrerbildung tätig. 

Nach seiner Pensionierung im Jahr 1974 begann er, Literaturkurse am Staatlichen Konservatorium für Türkische Musik zu geben. Gemeinsam mit Freunden wie Nihat Sami Banarlı, Mehmet Kaplan, Mümtaz Turhan und Tarık Buğra gründete er die Gesellschaft für Türkische Literatur. 

Kabaklı leitete zudem die von der Gesellschaft herausgegebene Zeitschrift „Türk Edebiyatı“ und gehörte 1978 zu den Gründern der Stiftung für Türkische Literatur. 

Seine Artikel in der Zeitung „Tercüman“ setzte er bis 1990 fort, danach schrieb er Kolumnen für die Zeitung „Türkiye“. 

Kabaklı, der ab 1995 als ordentliches Mitglied der Türkischen Sprachgesellschaft (TDK) fungierte, wurde am 14. Dezember 1996 bei einer Zeremonie, die mit Unterstützung des Aydınlar Ocağı und 55 weiteren freiwilligen Organisationen ausgerichtet wurde, mit dem Titel „Şeyhül Muharririn“ (Meister der Schriftsteller) geehrt. 

VERSTARB IM JAHR 2001

Kabaklı, der aufgrund einer Lungeninfektion ins Krankenhaus eingeliefert worden war und am 8. Februar 2001 verstarb, wurde in Eyüpsultan beigesetzt. 

In seinen Werken, in denen Spuren von Harput und der Zeit, in der er lebte, zu erkennen sind, trug Kabaklı auch dazu bei, talentierte junge Autoren in die Welt der Literatur einzuführen. 

Als Meister der Feder, der mit seinen bis ans Lebensende fortgeführten Kolumnen und Werken eine Ära beleuchtete, ließ er sich trotz der gegen ihn angestrengten Prozesse nicht vom Schreiben abbringen. 

In seinen Werken thematisierte Kabaklı neben der Liebe zu Gott, dem Propheten, dem Vaterland und der Nation auch gesellschaftlich bedeutsame Werte wie die Liebe zur Familie, zum Menschen, zu Tieren und zur Heimat. 

Einige der von Ahmet Kabaklı verfassten Werke sind: 

„Mehmet Akif“, „Yunus Emre“, „Mevlana“, „Bizim Alkibiades/Ecevit“, „Ecurufya“, „Sohbetler 1-2“, „Temellerin Duruşması“, „Güneydoğu Yakından“, „Şiir İncelemeleri“, „Doğudan Doğuş“, „Türk Edebiyatı“, „Kültür Emperyalizmi“, „Müslüman Türkiye“, „Mabet ve Millet“, „Şair-i Cihan Nedim“, „Şiir İncelemeleri“, „Millete Vurulan Canlı Pranga: Bürokrasi“, „Alperen“, „Devlet Felsefemiz“, „Çağlara Hükmedenler“, „Türkiye'yi Yoğuranlar“, „Sınırların Ötesi“, „İstanbul Güldestesi“, „Divan Edebiyatı“, „Aşık Edebiyatı“, „Tasavvuf“, „Tarikat“, „Edebiyat“, „İslam'la Kaynaşmış Türk Edebiyatı“, „Fatih ve İstanbul“, „Sanat ve Edebiyatımız“


Nachrichtenquelle: AA

Ahmet Kabaklı