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Oscar-Preisträger Jim Sheridan: 'Alle Künstler sind Propagandisten'

Der Oscar-prämierte irische Regisseur Jim Sheridan, bekannt für Filme wie 'Mein linker Fuß', 'Im Namen des Vaters' und 'In America', hielt im Rahmen der vom Doha Film Institute organisierten 'Qumra Film Days 2024' eine Masterclass. Sheridan erklärte: "Ich denke, alle Künstler sind Propagandisten. Aber Propaganda sollte im Dienste einer edlen Idee stehen, um die Menschheit voranzubringen, anstatt eine Seite gegen die andere zu verteidigen."

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Oscar-Preisträger Jim Sheridan: 'Alle Künstler sind Propagandisten'

Die Veranstaltung, die unter der Moderation des ehemaligen Direktors des New York Film Festivals, Richard Pena, im Auditorium des Museums für Islamische Kunst in Doha stattfand, wurde von zahlreichen Nachwuchsfilmemachern und Regisseuren besucht.

Regisseur Jim Sheridan betonte, dass er die turbulentesten Zeiten Irlands durch das Kino dem Publikum nähergebracht habe, und äußerte, dass jede Form von Gewalt letztlich denjenigen besiegen werde, der sie ausübt.

'ALLE KÜNSTLER SIND PROPAGANDISTEN'

Sheridan bezeichnete Casablanca als den besten Propagandafilm, der jemals gedreht wurde, und äußerte: "Kunst kann im Dienste von Richtig oder Falsch stehen. Ich denke, alle Künstler sind Propagandisten. Aber Propaganda sollte im Dienste einer edlen Idee stehen, um die Menschheit voranzubringen, anstatt eine Seite gegen die andere zu verteidigen."

'ALLE GEFÜHLE SIND UNSICHTBAR'

Sheridan wies darauf hin, dass seine Liebe zum Kino von einem Filmprojektor herrühre, den er in seiner Jugend gesehen habe, und hielt fest:

"Damals war ich von den technischen Aspekten des Kinos fasziniert. Ich glaube immer noch, dass die Magie, einen Film auf einem Projektor mit 24 Bildern pro Sekunde zu sehen, visuell und spirituell etwas anderes ist. Es hat eine hypnotische Wirkung, und wir wissen, dass die Bilder keine Manipulation sind. Ich denke, alle Gefühle sind unsichtbar.

Wenn man also versucht, das Unsichtbare in jedem visuellen Element einzufangen, schränkt man die Bewegungsfreiheit der Schauspieler ein. Das behindert ihre Fähigkeit, Emotionen sehr präzise zu vermitteln."

Im Rahmen der Veranstaltung wurde zudem der Film "Geology of Separation" der Regisseure Yosr Gasmi und Mauro Mazzocchi gezeigt.

WER IST JIM SHERIDAN?

Jim Sheridan erreichte 1989 mit seinem ersten Spielfilm "My Left Foot" (Mein linker Fuß) ein breites Publikum und gewann zwei Oscars. Der Regisseur, der durch die Verbindung von Drama- und Unterhaltungselementen bei der Darstellung der Probleme seines Landes unvergessliche Spuren im Kino hinterließ, festigte seinen Erfolg mit dem Film "In The Name of The Father" (Im Namen des Vaters), der mit dem "Goldenen Bären" ausgezeichnet wurde.

Der Meisterregisseur wurde für "The Boxer" in drei Kategorien für die Golden Globe Awards nominiert, die für die Filmindustrie von großer Bedeutung sind, und kehrte von zahlreichen Festivals mit Preisen zurück.

Sheridan, der für seinen Film "In America", den er seinem verstorbenen Bruder Frankie Sheridan widmete, ebenfalls in drei Kategorien für den Oscar nominiert wurde und insgesamt 16 Auszeichnungen für diesen Film erhielt, umfasst in seiner Filmografie auch Werke wie "The Field" sowie den 2005 erschienenen Film "Get Rich or Die Tryin'", der das Leben des Rappers 50 Cent erzählt und in dem 50 Cent die Hauptrolle spielt.


Nachrichtenquelle: AA

Jim Sheridan Propaganda Oscar