Das Geheimnis im Testament von Ferdi Tayfur: Bankkonten und Schließfächer... Was ist aus seinem eigentlichen Vermögen geworden?
Die Aufteilung des Vermögens im Testament von Ferdi Tayfur hat zahlreiche Spekulationen ausgelöst. Während ein bedeutender Teil des Erbes des berühmten Künstlers gespendet wurde, sorgten die Verteilung des restlichen Vermögens sowie die Bemühungen, seine Ex-Frau und seine Kinder vom Erbe auszuschließen, für Diskussionen. Was ist also aus dem eigentlichen Vermögen von Ferdi Tayfur geworden? Hier sind die Details...
Nach dem Tod des Meisters der Arabesk-Musik, Ferdi Tayfur, am 2. Januar ist neben seinem musikalischen Erbe auch sein materieller Nachlass in den Fokus des öffentlichen Interesses gerückt.
DIE INSEL IN MARMARIS, BANKKONTEN... WAS IST MIT SEINEM EIGENTLICHEN VERMÖGEN PASSIERT?
Es hieß, Ferdi Tayfur besitze Villen in İçmeler, 50 Wohnungen in Adana, weitere Wohnungen in verschiedenen Stadtteilen Istanbuls sowie eine Halbinsel in Marmaris.
Das Testament, das der Künstler am 17. Oktober 2024 im Beisein eines Notars verfasst hatte, wurde kürzlich beim Amtsgericht Marmaris eröffnet.
Dem Testament zufolge hat der Künstler einen Teil seiner Immobilien in Yalova und Istanbul an die Darüşşafaka-Gesellschaft, die Türkischen Streitkräfte (TSK) und die Stiftung für leukämiekranke Kinder (LÖSEV) vermacht.
Zwei Wohnungen in Beldibi (Marmaris) und eine Wohnung im Istanbuler Stadtteil Fatih gingen an die Darüşşafaka-Gesellschaft, acht Villen in der Region Esenköy im Landkreis Çınarcık (Yalova) an LÖSEV und eine Wohnung im Landkreis Mudurnu (Bolu) an die TSK.
FÜNF ERBEN WURDEN NICHT ERWÄHNT
Laut einem Bericht von Habertürk wurde bekannt, dass fünf seiner sechs gesetzlichen Erben im Testament nicht erwähnt wurden. Zudem erhielt sein einziger im Testament genannter gesetzlicher Erbe, sein jüngster Sohn Ferdi Taha Tayfur, einen geringeren Anteil als Emirhan, der Sohn von Tayfurs Nichte Nilüfer Gözalıcı.
WAS IST MIT SEINEM EIGENTLICHEN VERMÖGEN PASSIERT?
Dass die bekanntesten und wertvollsten Immobilien sowie die Urheberrechte von Ferdi Tayfur nicht Gegenstand des Testaments waren, wirft Fragen auf.
Berichten von Mynet zufolge ist der Verbleib seines Hauses und Grundstücks am Meer in Marmaris, das als „Insel“ bekannt ist, sowie seiner Bankkonten, der Einnahmen aus Immobilien und Urheberrechten, die auf Konten flossen, über die er zu Lebzeiten verfügte, und seiner Bankschließfächer unbekannt.
WAS WAR DAS ZIEL?
Es wird behauptet, dass Tayfurs Nichte Nilüfer Gözalıcı seit 2011, als der Künstler nach einem Schlaganfall infolge von schwerem Diabetes pflegebedürftig wurde, versucht habe, ihn von seiner Tochter Tuğçe Tayfur Aydın (aus der Ehe mit Necla Nazır) zu entfremden.
Es kursieren Gerüchte, dass er in einem Testament vom 06.04.2018 alle Urheberrechte an seinen musikalischen Werken ihr vermacht habe. Es wurde zudem behauptet, dass die Firma, die diese Urheberrechte verwaltet, noch vor der Eröffnung dieses Testaments auf dieselbe Person übertragen worden sei.
VORWÜRFE ZUM VERSORGUNGSVERTRAG
Einem weiteren Vorwurf zufolge soll Nilüfer Gözalıcı durch einen im Mai letzten Jahres abgeschlossenen „Versorgungsvertrag bis zum Lebensende“ erreicht haben, dass ihr das Anwesen bestehend aus Haus und Grundstück in der Bucht direkt am Meer vermacht wurde. Zudem soll sie dafür gesorgt haben, dass eine sehr wertvolle Immobilie in Marmaris und eine weitere in Yalova ihrem Sohn Emirhan, sowie eine andere Villa in Yalova ihrer Tochter Buse vermacht wurden.
Gözalıcı soll zudem eine weitere Villa in Yalova dem Sohn von Ferdi Tayfur, Ferdi Taha Tayfur, zugesprochen haben.
Dass eine weitere Villa in Yalova an Şirin Gözalıcı ging, führte zu der Einschätzung, dass versucht wurde, alle wertvollen Immobilien von Ferdi Tayfur an Nilüfer Gözalıcı und deren Angehörige zu übertragen, die in keinem erbrechtlichen Verhältnis zu ihm standen.
Dass Ferdi Tayfur sein Vermögen seiner Nichte vermachte, ohne dabei die gesetzlichen Erben zu berücksichtigen, hat im Umfeld des Künstlers die Diskussion darüber entfacht, ob diese Entscheidung in freier Willensbestimmung getroffen wurde.
Ein weiterer Vorwurf lautet, dass Nilüfer Gözalıcı, die die Pflege von Ferdi Tayfur übernahm – der bekanntlich durch eine Nierenspende seines Sohnes Timur Turanbayburt (aus der Beziehung mit Habibe Ümyani Demir) überlebte –, versucht habe, seine Kinder von ihrem Vater fernzuhalten.
Trotz der vorhandenen finanziellen Mittel sei zudem nicht in ausreichendem Maße versucht worden, den Behandlungsprozess komfortabler zu gestalten.
ZWEI KINDER FORDERN NACHLASSFESTSTELLUNG
Unterdessen wurde behauptet, dass nach der Anhörung zur Testamentseröffnung Zeliha Tayfur, die Ex-Frau von Ferdi Tayfur, eingeräumt habe, dass sie gemeinsam mit Nilüfer Gözalıcı daran gearbeitet habe, Timur Turanbayburt, Tuğçe Tayfur Aydın und Ferdi Taha Tayfur vom Erbe auszuschließen und deren Pflichtteile zu beschneiden.
In der Zwischenzeit wurde bekannt, dass die gesetzlichen Erben Timur Turanbayburt und Tuğçe Tayfur Aydın eine Feststellung des Nachlasses beantragt haben.
Nachrichtenquelle : 12punto
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