Die „echte Martha“ aus „Baby Reindeer“ verklagt Netflix auf 170 Millionen Dollar
Eine Frau namens Fiona Harvey, die behauptet, die Vorlage für die Figur der Martha in der Netflix-Serie „Baby Reindeer“ zu sein, hat Netflix auf 170 Millionen Dollar verklagt.
Fiona Harvey, die behauptet, die Person hinter der Figur Martha Scott in der beliebten Netflix-Serie „Baby Reindeer“ zu sein, hat den Streaming-Dienst auf 170 Millionen Dollar verklagt.
Wie der Guardian berichtet, beschuldigt Fiona Harvey Netflix in der am Donnerstag eingereichten Klage der Verleumdung, der vorsätzlichen Zufügung von emotionalem Stress, Fahrlässigkeit, grober Fahrlässigkeit sowie der Verletzung von Persönlichkeitsrechten.
In der Klageschrift heißt es unter anderem:
„Zu den Lügen, die die Beklagten über Harvey gegenüber mehr als 50 Millionen Menschen weltweit verbreitet haben, gehört die Behauptung, Harvey sei eine zweimal vorbestrafte Stalkerin, die zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt wurde, und Harvey habe Gadd sexuell missbraucht. Die Beklagten haben diese Lügen verbreitet und nicht damit aufgehört, weil es eine bessere Geschichte war als die Wahrheit – und bessere Geschichten bringen Geld ein.
Netflix, ein multinationaler Unterhaltungskonzern mit Milliardenumsätzen, hat buchstäblich nichts unternommen, um die von Gadd erzählte ‚wahre Geschichte‘ zu überprüfen. Das bedeutet, sie haben nie recherchiert, ob Harvey tatsächlich verurteilt wurde, was eine schwerwiegende Verzerrung der Tatsachen darstellt.
Sie haben nichts unternommen, um die Beziehung zwischen Gadd und Harvey, falls eine solche überhaupt existierte, zu verstehen... Als Folge der Lügen, des Amtsmissbrauchs und des absolut rücksichtslosen Fehlverhaltens der Beklagten wurde Harveys Leben zerstört. Einfach ausgedrückt: Netflix und Gadd haben ihren Ruf, ihren Charakter und ihr Leben ruiniert.“
Harvey fordert mindestens 50 Millionen Dollar für tatsächliche Schäden, mindestens 50 Millionen Dollar als Entschädigung für „seelisches Leid und Verdienstausfall“, mindestens 50 Millionen Dollar für „alle Gewinne aus ‚Baby Reindeer‘“ sowie 20 Millionen Dollar an Strafschadensersatz.
HANDLUNG VON BABY REINDEER
Als ein erfolgloser Komiker einer verletzlichen Frau gegenüber ein Zeichen von Freundlichkeit zeigt, entfacht er eine erstickende Obsession, die das Leben beider zerstören könnte.
BESETZUNG VON BABY REINDEER
Richard Gadd
Jessica Gunning
Nava Mau
Tom Goodman-Hill
Nachrichtenquelle: 12punto
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