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Sie verstarb im Alter von 91 Jahren: Beisetzungsprogramm für Füruzan steht fest

Füruzan, eine der bedeutendsten Persönlichkeiten der zeitgenössischen türkischen Literatur, ist im Alter von 91 Jahren verstorben. Die Details zu ihrer Beisetzung wurden nun bekannt gegeben.

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Sie verstarb im Alter von 91 Jahren: Beisetzungsprogramm für Füruzan steht fest

Die Meisterin der zeitgenössischen türkischen Literatur, Füruzan, die 1972 für ihr erstes Buch „Parasız Yatılı“ (Kostenloses Internat) mit dem Sait-Faik-Literaturpreis ausgezeichnet wurde, ist im Alter von 91 Jahren verstorben.

Die Nachricht von Füruzans Tod wurde von der Dichterin Elif Sofya mit den Worten „Füruzan ist in die Ewigkeit gegangen“ übermittelt.

GEDENKFEIER WIRD ABGEHALTEN

Ihr Verlag, Yapı Kredi Yayınları, wird am Mittwoch, den 14. Februar, um 11:00 Uhr im Yapı Kredi Kültür Sanat Loca eine Gedenkfeier für die verstorbene Autorin abhalten.

Füruzan wird am Freitag, den 16. Februar, in Hacıbektaş, Nevşehir, beigesetzt.

WER WAR FÜRUZAN?

Füruzan, die am 29. Oktober 1932 unter dem Namen Feruze Çerçi in Istanbul geboren wurde, war dafür bekannt, dass sie ihren Nachnamen während ihrer gesamten schriftstellerischen Laufbahn nie verwendete.

Ihre Erzählungen wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt, darunter Französisch, Spanisch, Persisch, Italienisch, Japanisch, Englisch, Russisch, Bulgarisch und Bosnisch. Eine Sammlung ihrer Erzählungen wurde von A. Saraçgil ins Italienische übersetzt und 1991 in Neapel veröffentlicht.

Ihr Roman „Kırk Yedi’liler“ (Die Siebenundvierziger) erschien 1986 in der Übersetzung von S. Pirvanova in Bulgarien. Ihre Erzählungen „Sevda Dolu Bir Yaz“ (Ein Sommer voller Liebe), „Nehir“ (Fluss) und „İskele Parklarında“ (In den Parkanlagen am Kai) wurden 2001 in der englischen Übersetzung von Damian Craft in London veröffentlicht.

Füruzan, deren gesammelte Erzählungen derzeit von Gül Işık ins Spanische übersetzt werden, erstellte die Anthologie „Dokuz Çağdaş Türk Öykücüsü“ (Neun zeitgenössische türkische Erzähler, 1982, Volk und Welt Verlag) sowie das Kinderbuch „Die Kinder der Türkei“ (1979, Kinderbuch Verlag) während ihres Gastaufenthalts in Ost-Berlin. Sie erhielt Ehrenpreise beim vom Sprachverein (Dil Derneği) organisierten Sprachfest und bei den Antalya-Erzähltagen sowie 2008 bei den 7. Izmir-Erzähltagen. Sie wurde zur „Ehrenautorin“ der Istanbuler Buchmesse 2008 ernannt.

Ihr Film „Benim Sinemalarım“ (Meine Kinos), bei dem sie zwischen 1988 und 1990 Regie führte, wurde 1990 bei den Filmfestspielen von Cannes in die Sektionen „Semaine de la Critique“ (Kritikerwoche) und „Caméra d’Or“ aufgenommen und war einer von acht Filmen, die aus 158 Einreichungen ausgewählt wurden. 1991 gewann sie beim Internationalen Fajr-Filmfestival im Iran den „Spezialpreis der Jury für den besten Debütfilm“.

1991 wurde der Film zudem unter die „zehn besten asiatischen Filme“ beim Internationalen Filmfestival Tokio gewählt.

1994 fasste Füruzan ihre Reisen durch Bosnien-Herzegowina, Griechenland und Bulgarien in ihrem Buch „Balkan Yolcusu“ (Balkanreisende) zusammen. Die von ihr dramatisierte Erzählung „Sevda Dolu Bir Yaz“ wurde zwischen 2000 und 2005 etwa 200 Mal an den Staatstheatern in Ankara aufgeführt.


Nachrichtenquelle: 12punto

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