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Melisa Aydınalp, bekannt durch den „Freiheit für Brüste“-Prozess, protestiert diesmal für die Istanbul-Konvention

Das Model Melisa Aydınalp hat gemeinsam mit der Aktivistin Burçak Tekin in Istanbul eine neue Protestaktion in Bikini durchgeführt, um gegen die zunehmenden Frauenmorde und den Austritt der Türkei aus der Istanbul-Konvention zu demonstrieren.

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12punto.com.tr

Das Model Melisa Aydınalp, das in den vergangenen Monaten für Aufsehen sorgte, als es in einem Bikini über die Bağdat-Straße lief und ein Schild mit der Aufschrift „Freiheit für Brüste“ trug, war von der Generalstaatsanwaltschaft Anadolu festgenommen und dem Gericht vorgeführt worden.

In dem Verfahren, in dem ihr „unzüchtiges Verhalten“ vorgeworfen wurde und eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu einem Jahr gefordert worden war, wurde Melisa Aydınalp vor einigen Monaten freigesprochen.

In der Anklageschrift hieß es: „Bei Betrachtung des konkreten Vorfalls wurde entschieden, die Angeklagte freizusprechen, da sie ihre Intimbereiche mit ihrer Kleidung bedeckt hielt und keine Beweise dafür vorlagen, dass sie öffentlich sexuelle Handlungen vollzog oder sich in einer Weise exhibitionistisch verhielt, die unter den Tatbestand fällt.“

Aydınalp, die sich eine Zeit lang aus der Öffentlichkeit zurückgezogen hatte, führte diesmal in Istanbul-Bebek eine Aktion durch, um gegen Frauenmorde zu protestieren.

DIESMAL AKTION IN BEBEK

Aydınalp, die ein Plakat trug, äußerte sich nach der Aktion wie folgt:

„Heute habe ich meine Freundin, die Aktivistin Burçak Tekin, mitgenommen. Frauenrechte und die Istanbul-Konvention stehen auf der Tagesordnung, und der aktuelle Rückzug unseres Landes aus der Konvention führt täglich zum Tod und zur Ermordung von Frauen. Während jede von uns von einem Mann ermordet wird, werden weder unsere Sicherheit noch unser Recht auf Leben von der derzeitigen Regierung berücksichtigt.

Während jede von uns einzeln ermordet wird, werden wir nach unserem Tod auch noch beschämt und gedemütigt – angefangen bei der Kleidung, die wir trugen, bis hin zur Uhrzeit, zu der wir draußen waren. Frauenmorde werden auch durch gescheiterte staatliche Politik befeuert. Jede Frau verdient es, ihr Leben nach eigenen Entscheidungen, mit eigener wirtschaftlicher Freiheit und als Herrin über ihren eigenen Körper zu leben. Es ist kaum möglich, dass das Leben anderer Menschen frei ist, solange Frauen nicht frei sind. Wir haben diese Aktion durchgeführt, um eine Rückkehr zur Istanbul-Konvention zu fordern. Wir widmen diese Aktion allen ermordeten Frauen…“

Nachrichtenquelle : 12punto