Was ist Parkinson? Symptome und Behandlungsmöglichkeiten
Wie beeinflusst die Parkinson-Krankheit, die durch einen rätselhaften Verlust von Gehirnzellen entsteht, das Leben? Was sind die Symptome und Behandlungsmöglichkeiten?
Was ist die Parkinson-Krankheit?
Die Parkinson-Krankheit ist eine langsam fortschreitende neurologische Erkrankung, die durch eine Schädigung von Nervenzellen im Gehirn verursacht wird, was zu einem Abfall des Dopaminspiegels führt. Sie äußert sich durch Symptome wie Zittern der Hände, Muskelsteifheit sowie Kontrollverlust, etwa durch Gleichgewichtsstörungen.
Die Parkinson-Krankheit zählt zu den fortschreitenden und degenerativen Erkrankungen des Gehirns und tritt meist bei Personen ab 60 Jahren auf. Dopamin ist einer der chemischen Botenstoffe, die die elektrische Kommunikation zwischen Gehirnzellen ermöglichen. Der Bereich des Gehirns, der mit Dopamin arbeitet, sorgt dafür, dass unsere Bewegungen reibungslos und zielgerichtet ausgeführt werden, er fungiert also als Feinabstimmung unserer Bewegungen. Der Verlust von 60-80 % dieser Zellen führt zum Ausbruch der Parkinson-Krankheit. Die Symptome der Krankheit können, insbesondere in den frühen Stadien, von Patient zu Patient variieren.

Was sind die Symptome der Parkinson-Krankheit?
Zu den Symptomen der Parkinson-Krankheit gehören verlangsamte Bewegungen, Zittern der Gliedmaßen in Ruhephasen, Muskelversteifung, Schwächung der Reflexe für Haltung und Gleichgewicht, kleinschrittiges und manchmal instabiles Gehen, Vorbeugen des Körpers, Gelenkschmerzen, Depressionen, Schlafstörungen, Schwierigkeiten bei flüssigen und koordinierten Bewegungen sowie Vergesslichkeit.
Im Allgemeinen lassen sich die Parkinson-Symptome wie folgt auflisten:
Verringerung oder Verlust des Mitschwingens der Arme beim Gehen im Laufe der Zeit
Verkürzung der Schritte
Schwierigkeiten beim Beginn des Gehens
Schwierigkeiten beim Zuknöpfen oder Öffnen von Knöpfen
Schwierigkeiten beim Umdrehen im Bett oder beim Aufstehen aus dem Sitzen
Maskenhaftes Gesicht
Sprechen mit leiser und gedämpfter Stimme
Verkleinerung der Handschrift
Vorbeugen/gekrümmte Haltung können auftreten.
Bei der Parkinson-Krankheit werden neben den vom Gehirn ausgehenden Bewegungsstörungen auch Symptome und Beschwerden außerhalb der Motorik beobachtet. Dazu gehören Verstopfung, Blutdruckabfall, Depressionen, Schlafstörungen, das Restless-Legs-Syndrom und der Verlust des Geruchssinns. In den mittleren und fortgeschrittenen Stadien der Krankheit treten Gangstörungen, Gleichgewichtsprobleme und Bewegungsblockaden auf, die zu Stürzen führen können. Selten kommt bei einigen Patienten auch eine Demenz hinzu.

Wie wird die Parkinson-Krankheit behandelt?
Bei der Parkinson-Behandlung wird primär eine medikamentöse Therapie bevorzugt. Bei Patienten, bei denen die Medikamente nicht die gewünschte Wirkung zeigen oder deren Wirkung mit der Zeit nachlässt, kann ein chirurgischer Eingriff in Betracht gezogen werden. Die medikamentöse Therapie zielt darauf ab, die verringerte dopaminerge Übertragung im Gehirn zu erhöhen; Parkinson-Medikamente dienen also dazu, den Dopaminspiegel anzuheben. Daher werden Medikamente, die die Dopaminmenge im Gehirn erhöhen, in der Behandlung eingesetzt. Aus bisher nicht vollständig geklärten Gründen kann jedoch die langfristige oder hochdosierte Einnahme von Parkinson-Medikamenten bei Patienten zu Schwankungen wie kurzzeitiger Überaktivität, Phasen ohne Wirkung (Off-Phasen) oder unwillkürlichen Bewegungen (Dyskinesien) führen.
Ist der Patient unter 65 Jahre alt und liegt keine Demenz vor, kann die Behandlung auch mit „Dopamin-Agonisten“, die die Dopaminwirkung nachahmen, begonnen oder diese können ergänzend zur Therapie eingesetzt werden. Treten Beschwerden wie Zittern, Demenz, Depressionen oder Schlafstörungen auf, können für diese Symptome andere Behandlungsstrategien geplant werden.
Ein Drittel der Patienten spricht über viele Jahre gut auf die medikamentöse Therapie an und kann ohne wesentliche Einschränkungen im Alltag leben. Bei einem Teil der verbleibenden Gruppe ist das Ansprechen auf Medikamente begrenzt, und mit zunehmender Dosierung können Nebenwirkungen sowie mit der Zeit ein Wirkungsverlust auftreten.
Für Patienten, die von einer medikamentösen Therapie nicht profitieren, können chirurgische Optionen evaluiert werden. In den letzten 15-20 Jahren wird bei Patienten, die nicht auf Medikamente ansprechen, häufiger ein chirurgischer Eingriff empfohlen. Das Ziel der Operation ist es, die verringerte elektrische Stimulation in den Bewegungszentren des Gehirns mithilfe eines wenige Zentimeter großen Generators, der unter der Brustwand platziert wird, wiederherzustellen. Diese Methode funktioniert nach einem Prinzip, das dem eines Herzschrittmachers ähnelt. Dieses Verfahren, das medizinisch als „tiefe Hirnstimulation“ bezeichnet wird, wird bei der Behandlung von Parkinson-Patienten eingesetzt.
Quelle: Memorial Grup
Nachrichtenquelle: 12punto
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