In Sivas wurden 8 Personen mit Krim-Kongo-Hämorrhagischem Fieber diagnostiziert, 1 Person verstorben
Seit April wurden in Sivas 8 Personen mit dem Krim-Kongo-Hämorrhagischen Fieber (KKHF) diagnostiziert. Eine in Behandlung befindliche Person ist verstorben.
Mit dem Anstieg der Lufttemperaturen in der gesamten Türkei nehmen die Zeckenvorfälle, insbesondere in Provinzen wie Sivas, Tokat, Amasya, Erzincan, Gümüşhane, Giresun und Yozgat, zu und bringen das Risiko für das Krim-Kongo-Hämorrhagische Fieber (KKHF) mit sich.
Der Leiter der Abteilung für Infektionskrankheiten und Klinische Mikrobiologie an der Medizinischen Fakultät der Cumhuriyet-Universität Sivas, Prof. Dr. Nazif Elaldı, erklärte, dass die Zeckenart Hyalomma marginatum in der Region weit verbreitet sei und das KKHF-Virus übertrage. Prof. Dr. Elaldı wies darauf hin, dass Zecken neben KKHF mehr als 200 weitere Krankheiten wie Lyme-Borreliose, Rickettsien-Infektionen, Anaplasmose, Q-Fieber und Ehrlichiose auf den Menschen übertragen können, und gab an, dass im Sivas Uygulama ve Araştırma Hastanesi seit April dieses Jahres bei 8 erwachsenen Patienten KKHF diagnostiziert wurde. Einer der behandelten Patienten ist verstorben.
Prof. Dr. Nazif Elaldı äußerte sich zu den Zeckenvorfällen wie folgt: "Die beste Methode zum Schutz vor Zecken ist es, ländliche Gebiete, in denen Zecken vorkommen, zu meiden, was jedoch nicht immer möglich ist. Falls man sich dorthin begibt, sollte man helle Kleidung tragen, damit Zecken leichter erkannt werden können. Wenn man sich in der Natur aufhält, sollte die Kleidung regelmäßig auf Zecken überprüft werden, und die Hosenbeine sollten in die Socken gesteckt werden, um zu verhindern, dass Zecken die nackte Haut erreichen. Derzeit gibt es keine Chemikalie, die das Anheften von Zecken am Menschen wirksam verhindert. Die effektivste Methode zum Schutz vor Zecken besteht darin, nach der Rückkehr aus Risikogebieten zu Hause vor einem Spiegel den Körper auf Zecken zu untersuchen. Insbesondere Bereiche wie Leisten und Achselhöhlen, die Zecken bevorzugt für das Anheften aufsuchen, sollten kontrolliert werden. Wenn sich eine Zecke festgebissen hat, sollte sie ohne Zeitverlust und ohne sie mit bloßen Händen zu berühren, so nah wie möglich an der Einstichstelle mit einem geeigneten Hilfsmittel (wie einem Tuch, einer Plastiktüte oder Handschuhen) entfernt werden. Da die entfernte Zecke hungrig sein wird, sollte sie nicht in der Natur freigelassen werden, um zu verhindern, dass sie sich an einem anderen Lebewesen festheftet."
DIE KRITISCHE ROLLE DER FRÜHDIAGNOSE
Prof. Dr. Elaldı betonte, dass eine frühzeitige Diagnose und Behandlung lebensrettend seien: "KKHF äußert sich 1 bis 3 Tage nach dem Zeckenstich durch Schwäche, Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Kopfschmerzen, Muskel- und Gelenkschmerzen, Fieber, Schüttelfrost und Zittern. Bei einigen Patienten können Übelkeit, Erbrechen, Durchfall sowie in 10-15 Prozent der Fälle Blutungen aus der Nase, im Mundraum, im Magen-Darm-Trakt oder innere Organblutungen auftreten. Eine korrekte und schnelle Diagnose rettet nicht nur das Leben des Patienten, sondern verhindert auch die Übertragung der Krankheit auf andere. Das Sivas Eğitim ve Araştırma Hastanesi setzt mit seinem Fachpersonal und fortschrittlichen Diagnosemethoden Maßstäbe. In der Türkei erfolgt die Diagnose gemäß der Falldefinition des Wissenschaftlichen Komitees für KKHF des Gesundheitsministeriums sowie durch virologische und serologische Tests. Unser Krankenhaus ist eines der führenden Zentren, in denen diese Tests durchgeführt werden."
Nachrichtenquelle: İHA
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