Neuer Schritt der TGC gegen sexuelle Belästigung und Missbrauch
Die Kommission für Journalistinnen der TGC hat eine neue Initiative gestartet, um institutionelle Maßnahmen gegen die zunehmenden Fälle von sexueller Belästigung und Missbrauch in den Medien zu implementieren, wobei sie den Enthüllungen große Bedeutung beimisst.
Die Kommission für Journalistinnen des Türkischen Journalistenverbandes (TGC) ist aktiv geworden, um Fälle von sexueller Belästigung und Missbrauch aufzudecken und präventive Richtlinien zu entwickeln.
Die 2013 gegründete Kommission hatte zuvor den „Leitfaden für geschlechtergerechte Berichterstattung in Medien und Gesellschaft“ erstellt und die Erfahrungen von Journalistinnen sichtbar gemacht.
NEUE ARBEIT NACH ENTHÜLLUNGEN
Nachdem die Welle der Enthüllungen, die am 21. August 2025 in der Foto- und Filmbranche begann, auch auf die Medien übergriff, hat die TGC-Kommission für Journalistinnen eine neue Mission übernommen. Die Kommission wird daran arbeiten, dass Missbrauchsfälle nicht nur bei individuellen Erzählungen bleiben, sondern durch abschreckende Richtlinien institutionelle Lösungen geschaffen werden.
GESCHLECHTERPOLITIK FÜR JOURNALISTINNEN
Die Kommission strebt an, eine unter Beteiligung von Journalistinnen erstellte Geschlechterpolitik in die Personalprozesse von Medienunternehmen zu integrieren.
Die Koordinatorin der Kommission, Göksel Göksu, gab folgende Erklärung zu den laufenden Arbeiten ab:
„Als TGC-Frauenkommission verfolgen wir die Entwicklungen genau und messen den Enthüllungen, die alle Frauen, insbesondere unsere Kolleginnen, unter Inkaufnahme großer Risiken machen, große Bedeutung bei. Bei dieser Gelegenheit erklären wir unsere Solidarität mit den Frauen, die gezwungen sind, ihre eigene Identität preiszugeben, während sie das andere Geschlecht entlarven. Wenn solche Themen in Institutionen auftreten, werden sie nicht thematisiert, sondern beim Erzählen zu einem Tabu...“
Göksu wies zudem auf das Risiko von Mobbing nach Enthüllungen über Belästigung hin und betonte die Bedeutung institutioneller Maßnahmen und abschreckender Richtlinien.
STRUKTUR DER KOMMISSION
Die Kommission besteht aus Ayşegül Aydoğan Atakan, Ayten Serin İnsel, Çiğdem Yılmaz, İrem Barutçu, Mesude Demir, Semra Kardeşoğlu Kanar, Şükran Pakkan und Zehra Güngör. Zudem trägt der 40-köpfige Beirat für Journalistinnen zu den Arbeiten bei.
FRÜHERE ARBEITEN
Die im Zeitraum 2013–2016 per Beschluss des TGC-Vorstands gegründete Kommission für Journalistinnen führte verschiedene Aktivitäten durch, um auf die männlich geprägte Struktur der Mediensprache aufmerksam zu machen und die Probleme von Journalistinnen auf die Tagesordnung zu setzen.
Sie erstellte den „Leitfaden für geschlechtergerechte Berichterstattung in Medien und Gesellschaft“ und stellte diesen Medienorganisationen zur Verfügung.
Sie hielt regelmäßig Treffen anlässlich des Weltfrauentags ab und nahm an Demonstrationen teil.
Sie bot an Kommunikationsfakultäten Schulungen für angehende Journalisten zu geschlechtergerechter Sprache an.
Sie legte die Probleme von Journalistinnen durch Umfragen offen.
Der erstellte Leitfaden ist unter www.tgc.org.tr
abrufbar.
Nachrichtenquelle: 12punto
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