RTÜK verhängt Strafen gegen Halk TV und NOW TV
Der Hohe Rat für Rundfunk und Fernsehen (RTÜK) hat gegen zwei Fernsehsender wegen Äußerungen in ihren Inhalten sowie aufgrund von Themen in Serien Geldstrafen verhängt.
Der Hohe Rat für Rundfunk und Fernsehen (RTÜK) hat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, gegen Halk TV und NOW TV insgesamt zwei separate Geldstrafen zu verhängen. Die Strafen wurden bei der Abstimmung mit Mehrheitsbeschluss angenommen.
Die Entscheidung des RTÜK gegenüber Halk TV fiel während der Sendung „Para Siyaset“, in der der Rücktritt des Bürgermeisters von Keçiören, Mesut Özarslan, aus der Republikanischen Volkspartei (CHP) diskutiert wurde. Während der Sendung zitierte der Journalist Uğur Dündar den Dichter Can Yücel mit dem Ausdruck „G.te g.t denir“ (Man nennt einen Arsch einen Arsch). Aufgrund dieser Äußerung verhängte der Rat gegen Halk TV eine Geldstrafe in Höhe von 2 Prozent der Werbeeinnahmen.
NOW TV wurde hingegen bestraft, weil in drei verschiedenen Folgen der Serie „Kıskanmak“ (Eifersucht) außereheliche Beziehungen und Themen wie Untreue intensiv behandelt wurden. Laut der Erklärung des RTÜK wurde entschieden, dass der Sender eine Geldstrafe in Höhe von 3 Prozent zahlen muss, da diese Themen als unvereinbar mit nationalen und moralischen Werten sowie der gesellschaftlichen Moral angesehen wurden und zudem die Institution der Familie schädigen würden.
Es wurde mitgeteilt, dass die Entscheidungen durch Mehrheitsbeschluss der Ratsmitglieder zustande kamen.
Das CHP-Mitglied im RTÜK, Tuncay Keser, legte Einspruch gegen die Entscheidungen der Behörde ein und erklärte: „Unparteilichkeit ist ein grundlegender Maßstab sowohl für die Medienanbieter als auch für den RTÜK. Obwohl ähnliche Inhalte bei zahlreichen Medienanbietern ausgestrahlt werden, überschattet die ständige Bestrafung derselben Sender die Unparteilichkeit.“
Nachrichtenquelle: 12punto
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