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Kurioser Antrag an den Petitionsausschuss der TBMM: Vorschlag für zwei Hauptstädte

Im Juli gingen beim Petitionsausschuss der TBMM 1610 Anträge ein. Die Petitionen enthielten bemerkenswerte Forderungen, von zwei Hauptstädten bis hin zu einem Verbot von Lautsprechertelefonaten.

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Kurioser Antrag an den Petitionsausschuss der TBMM: Vorschlag für zwei Hauptstädte

Unter den Anträgen, die im Juli beim Petitionsausschuss der TBMM eingingen, befanden sich einige bemerkenswerte Forderungen. In den Petitionen, die Bürger an das Parlament richteten, wurden zahlreiche unterschiedliche Vorschläge eingebracht, die vom Wahlsystem über Regelungen für den öffentlichen Raum und Namensverwendungen bis hin zur Einstellung von öffentlichem Personal reichten.

Dem monatlichen Tätigkeitsbericht des Ausschusses zufolge wurden im Juli insgesamt 1610 Anträge gestellt. 207 dieser Anträge stammten von Frauen. Die meisten Anträge betrafen die Bereiche Arbeit und soziale Sicherheit sowie Justiz; die meisten Eingaben an den Ausschuss kamen der Reihe nach aus Istanbul, Ankara und Izmir.

Einer der auffälligsten Anträge unter den Petitionen war die Forderung, Istanbul zur „Winterhauptstadt“ und Ankara zur „Sommerhauptstadt“ zu machen. In einem weiteren Antrag wurde gefordert, den Bürgern bei Wahlen so viele Stimmen zu gewähren, wie es der Anzahl der Abgeordneten in ihrer jeweiligen Provinz entspricht.

Zu den weiteren Forderungen, die an den Ausschuss übermittelt wurden, gehörten ein Verbot des Sprechens über den Lautsprecher von Mobiltelefonen im öffentlichen Raum, das Verbot der Verwendung des Namens „Ägäis“ (Ege) und dessen Ersetzung durch „Efe“, die Schließung von Einkaufszentren an Sonntagen sowie die Einführung eines elektronischen Zeiterfassungssystems in allen staatlichen Einrichtungen.

In einigen Anträgen wurde zudem gefordert, die Produktion von Messern mit spitzer Klinge zu verbieten, die Praxis des Brautpreises in einigen Regionen des Landes abzuschaffen, Müttern den Mindestlohn zu zahlen, pro Kind eine Unterstützung in Höhe des Mindestlohns zu gewähren und die wöchentliche Arbeitszeit für Beamte auf 4 Tage zu verkürzen.

Auch die Aufnahme eines Spezialmoduls für den optionalen Einsatz von unbemannten Luftfahrtsystemen und FPV-Drohnen in die Grundausbildung im Rahmen des Wehrdienstes gegen Entgelt (Bedelli Askerlik) gehörte zu den beim Ausschuss eingegangenen Vorschlägen. Ein Bürger forderte zudem, die Nutzung sozialer Medien durch öffentliche Einrichtungen einzuschränken und Ankündigungen sowie Informationen nur noch über offizielle Websites und inländische Plattformen zu verbreiten.

Der Ausschuss nimmt nicht nur die Anträge auf, sondern trägt bei einigen Anliegen durch die Kontaktaufnahme mit den zuständigen Institutionen auch zum Lösungsprozess bei. Bei einem Antrag bezüglich Baumängeln und Defekten in einer von der TOKİ übergebenen Wohnung im Bezirk Karaköprü in Şanlıurfa wurde durch die Kontaktaufnahme mit der zuständigen Behörde sichergestellt, dass dem Anliegen entsprochen wurde.

Die Vorsitzende des Petitionsausschusses der TBMM und AK-Partei-Abgeordnete für Adana, Sunay Karamık, betonte, dass das Petitionsrecht für die Beteiligung der Bürger an der Verwaltung wichtig sei. Karamık erklärte, dass die beim Ausschuss eingegangenen Anträge die Probleme und Erwartungen aus verschiedenen Teilen der Gesellschaft widerspiegeln.


Nachrichtenquelle: 12punto

TBMM Petitionsausschuss Sunay Karamık Istanbul Ankara Parlament Öffentliche Agenda