Atatürk und die Wiedergeburt unserer Jugend
Die Soziologin Ebru Durmuş schreibt über die Auswirkungen der Politik auf die Jugend der Generation Z.
Die Generation Z, ein Begriff für die ab 1995 Geborenen, unterscheidet sich durch ihre Anpassungsfähigkeit an die Technologie von früheren Generationen. Mit ihren schnelleren Konsumgewohnheiten und ihrer eigenen Sprache wird die Generation Z auch als Zielgruppe der Politik betrachtet. Die Soziologin Ebru Durmuş hat über das Interesse der eher apolitisch wirkenden Generation Z an der Politik geschrieben.
Der Artikel von Durmuş lautet wie folgt:
Mustafa Kemal Atatürk sagte: „Was unseren Weg bestimmt, ist das Land, in dem wir leben, das türkische Volk, aus dessen Schoß wir hervorgegangen sind, und die Schlussfolgerungen, die wir aus den tausendundein Seiten der Geschichte der Nationen gezogen haben, die von Katastrophen und Leiden berichten.“
Genau in Übereinstimmung mit Atatürks Aussage, dass es keinen anderen Weg gibt als den der Vernunft und der Wissenschaft, ist die erste Pflicht der Jugend: „Die türkische Unabhängigkeit und die Türkische Republik für immer zu bewahren und zu verteidigen; dies ist das einzige Fundament unserer Existenz und unserer Zukunft“, mit dem Bewusstsein, dass sie das wertvollste Gut der Republik Türkei sind, haben sie ihre Pflichten gegenüber dem großen Führer Atatürk erfüllt, um die Republik gegen innere und äußere Feinde zu verteidigen, die sie selbst in der Zukunft dieses Schatzes berauben wollen, und gegen jene, die nach der Unabhängigkeit und der Republik trachten – und zwar im Namen von Vaterland, Ehre und Würde.
Mit dem Bewusstsein, dass die nationale Souveränität die Ehre, die Würde und der Stolz der Nation ist, haben sie ihre Verantwortung gegenüber Atatürk wie folgt wahrgenommen: „„Die nationale Souveränität ist ein solches Licht, dass vor ihr Ketten schmelzen, Kronen und Throne versinken und vergehen. Institutionen, die auf der Unterdrückung von Nationen aufgebaut sind, sind überall zum Untergang verurteilt.“ Sie sagten, dass sie sich gegen eine Denkweise, die uns unseres Vaterlandes berauben und uns zu Sklaven anderer Nationen machen will, bis zum Ende behaupten werden – und das haben sie getan. Sie haben uns jahrelang nicht beachtet. Wir werden nicht zulassen, dass unser Land weiter verfällt und zugrunde geht.
Um festzustellen, dass unsere Jugend in unserem Land eine Kraft darstellt und über ein bedeutendes Potenzial verfügt, das den Prozess von nun an bestimmen wird, habe ich unseren Studenten und Absolventen zwei Fragen gestellt.
- Aus welchem Grund würden Sie eine Partei wählen?
- Aus welchem Grund würden Sie Mitglied einer Partei werden?
Wenn wir die Antworten auf diese beiden Fragen untersuchen, zeigt sich, dass sie Wert auf die Glaubwürdigkeit des Parteivorsitzenden und seines Unterbaus sowie auf die Übereinstimmung des Parteivorsitzenden mit seinen Aussagen legen. Sie sehen das Ansehen des Landes gegenüber anderen Staaten als Priorität an, mehr noch als ihre eigene Zukunft. Sie glauben, dass Probleme nicht durch freie Marktbedingungen, sondern durch den Staat gelöst werden sollten, und es hat sich gezeigt, dass sie im Vergleich zu anderen Generationen kollektivistischer und etatistischer denken.
Heute gibt es in unserem Land 8.620.862 Wähler im Alter von 18 bis 24 Jahren und 5.940.660 Wähler im Alter von 25 bis 29 Jahren. Heute machen junge Menschen 27 % der gesamten Wählerschaft aus. Das bedeutet, wenn sie jetzt eine Partei gründen würden, wären sie die stärkste Kraft. Klischeehafte Ausdrücke und abgedroschene Phrasen haben bei der als Generation Z bezeichneten Jugend in der Politik kaum Wirkung. Junge Menschen mögen die Unterscheidung zwischen links und rechts nicht und betrachten Ereignisse nicht aus einer ideologischen Perspektive.
Die Generation Z möchte, dass der Staat bei der Lösung von Problemen aktiv ist und diese löst, und sie wünscht sich, dass unser Staat weltweit ein hohes Ansehen genießt. Sie denken öffentlich-rechtlich und etatistisch. Ein Beispiel: Die Generation Z vertritt die Ansicht, dass die globale Erwärmung durch menschliche Aktivitäten verursacht wird; daher wird ein politischer Diskurs, der Maßnahmen gegen die globale Erwärmung ergreift, bei dieser Generation eine größere Wirkung erzielen. In den USA nutzen 98 % der jungen Menschen täglich soziale Medien, allen voran YouTube. Die Beherrschung der sozialen Medien scheint ein wichtiger Faktor zu sein, um die Stimmen der Generation Z zu gewinnen. Ideologische Botschaften alten Stils stoßen bei ihnen auf wenig Interesse und werden als langweilig empfunden. Konkrete, hoffnungsvolle Botschaften, die ihre tägliche Lebensqualität verbessern, finden mehr Akzeptanz. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die jungen Menschen auf dem von Atatürk gewiesenen Weg bereit sind, für ihr Land einzustehen und zu kämpfen, im Glauben daran, dass der einzige wahre Weg durch die Wissenschaft führt; bei der letzten Wahl sind sie als eine Kraft wieder in Erscheinung getreten.
Nachrichtenquelle: 12punto
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