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AKP erteilt Forderung nach 'Status' für Öcalan eine Absage: Neue Lösungsvorschläge im Gespräch

Die AKP unterstützt die Forderung des MHP-Vorsitzenden Bahçeli nach einem Sonderstatus für den Anführer der Terrororganisation, Abdullah Öcalan, nicht; Parteikreise erklärten, dass stattdessen der Dialog ausgeweitet werden könnte.

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AKP erteilt Forderung nach 'Status' für Öcalan eine Absage: Neue Lösungsvorschläge im Gespräch

Der Vorschlag des MHP-Vorsitzenden Devlet Bahçeli, für den Terroristenführer Öcalan einen Sonderstatus wie etwa eine „Koordination für den Friedensprozess und die Politisierung“ zu schaffen, stieß bei der AKP auf Ablehnung. AKP-Funktionäre bewerteten dies mit den Worten: „Damit ein spezifischer Status für ihn entstehen kann, müsste zunächst die Verurteilung aufgehoben werden.“ Parteivertreter betonten jedoch, dass als alternativer Weg die Möglichkeiten für einen Dialog erweitert werden könnten.

BETONUNG AUF DIALOG STATT STATUS

Vertreter der Regierungspartei erklärten, dass es rechtlich nicht möglich sei, Öcalan einen Status mit einer Bezeichnung wie „Chefunterhändler“ zu verleihen. Die Verantwortlichen erklärten: „Wir sprechen hier von einem Verurteilten, dessen Strafe nach wie vor vollstreckt wird. Ohne eine Amnestie oder die Aufhebung der Verurteilung kann kein rechtlicher Status gewährt werden.“ Dennoch hieß es, man könne den Weg dafür ebnen, dass er seine Ansichten in verschiedenen Teilen der Gesellschaft stärker verbreiten könne. Sie äußerten die Ansicht: „Es könnte ermöglicht werden, dass Journalisten oder Akademiker nach Imralı reisen, um direkt Stellungnahmen einzuholen, und dass ein engerer Kontakt zu Vertretern von Verbänden aufgebaut wird, die zum Wohle der Gesellschaft arbeiten.“

AKP-Quellen teilten mit, dass es keine Rolle spiele, unter welchem Titel oder welcher Bezeichnung mögliche Gespräche mit Öcalan geführt würden. „Für diese Gespräche, die mit Genehmigung des Justizministeriums stattfinden, bedarf es keiner speziellen Definition. Die Möglichkeit, seine Ideen an die Gesellschaft zu vermitteln, kann weiterentwickelt werden“, hieß es. Die Verantwortlichen äußerten zudem, dass die Kommunikation, die derzeit ausschließlich über die Imralı-Delegation laufe, zeitweise zu Unterbrechungen führe und ein transparenteres Umfeld geschaffen werden könne.

WARNUNG VOR VERZÖGERUNGEN BEI DER WAFFENNEDERLEGUNG

AKP-Führungskräfte erinnerten daran, dass im gemeinsamen Bericht der Kommission für nationale Solidarität, Brüderlichkeit und Demokratie die Entwaffnung als „kritische Schwelle“ bewertet wurde. „Öcalan hat seit dem 27. Februar gegenüber der DEM und der PKK nachdrückliche Worte zur Waffeniederlegung geäußert; in der Praxis wurden jedoch keine ausreichenden Fortschritte erzielt. Diese Verzögerungen schwächen sowohl Öcalans Wirksamkeit als auch den Prozess, da der Widerstand von Kandil und das Ausbleiben ausreichender Schritte seitens der DEM den Prozess behindern“, hieß es.

SUCHE NACH NEUEN MECHANISMEN UND RECHTLICHE UNSICHERHEIT

AKP-Vertreter erinnerten daran, dass im erstellten gemeinsamen Bericht vorgeschlagen wurde, ein „Übergangsgesetz“ auf die Tagesordnung zu setzen, wofür jedoch die Waffeniederlegung die Grundvoraussetzung sei. Auf den Vorschlag der DEM-Partei, „eine gesetzliche Regelung und die Waffeniederlegung gleichzeitig zu vollziehen“, reagierten AKP-Funktionäre mit Verweis auf die gebildeten Kommissionen und die bisherigen Arbeiten. „Die bestehende Kommission hat Kontakt zu zahlreichen Institutionen und Personen aufgenommen, es gab Besuche in Imralı und ein gemeinsamer Bericht wurde erstellt. Dennoch war keine Entwaffnung in zufriedenstellendem Ausmaß zu beobachten“, sagten sie.

Die AKP-Vertreter, die die Notwendigkeit eines neuen Mechanismus bewerteten, erklärten, dass es nicht sinnvoll sei, eine neue Struktur aufzubauen, bevor der bestehende Mechanismus abgeschlossen sei. Auch rechtlich wurde eine klare Grundlage gefordert: „Bevor die Waffen nicht niedergelegt sind und sich die Organisation nicht aufgelöst hat, kann kein neuer rechtlicher Status definiert werden. Das Recht muss auf der materiellen Realität basieren.“


Nachrichtenquelle: 12punto

Devlet Bahçeli Abdullah Öcalan