Haftstrafe-Schock in AKP-geführter Gemeinde!
Zwei stellvertretende Bürgermeister und eine Reihe von Beamten der Stadtverwaltung Isparta wurden wegen Pflichtverletzung zu jeweils drei Monaten Haft verurteilt. In dem Verfahren, das nach Beschwerden von Anwohnern eingeleitet wurde, wurde das Hinauszögern des Widerrufs einer Betriebserlaubnis für einen Hochzeitssaal als Straftat gewertet.
In Isparta wurde aufgrund von Belästigungen durch einen Hochzeitssaal im Stadtteil Halıkent ein Verfahren gegen zwei stellvertretende Bürgermeister und weitere Beamte der Stadtverwaltung Isparta wegen „Pflichtverletzung durch Unterlassung“ eingeleitet.
Die laute Musik und Essensgerüche aus dem Hochzeitssaal beeinträchtigten die Anwohner, und da die städtischen Beamten keine notwendigen Schritte zur Behebung dieser Situation unternahmen, wurde ein Gerichtsverfahren in Gang gesetzt.
HOCHZEITSSAAL WURDE ZUM ALBTRUM DER NACHBARSCHAFT
Der im Stadtteil Halıkent von Isparta gelegene und von S.B. betriebene Modapark Hochzeitssaal begann ab 2023, laute Musik zu spielen, im Freien zu kochen, was zu unangenehmen Gerüchen führte, und verursachte Lärmbelästigung in der Umgebung. Die Anwohner meldeten dies der Stadtverwaltung Isparta und forderten eine Lösung. Dass die Betriebserlaubnis des Saals jedoch nicht widerrufen wurde und die Beschwerden ignoriert wurden, stieß bei der Bevölkerung auf Empörung.
GEMEINDE IGNORIERTE BESCHWERDEN
Die Stadtverwaltung Isparta ergriff angesichts der Beschwerden der Anwohner keine notwendigen Maßnahmen. Das Thema wurde vor Gericht gebracht, und die Bürger bekräftigten in ihren Aussagen vom 6. März 2025, dass die Essensgerüche immer noch nicht beseitigt seien und das Parkproblem weiterhin bestehe. Ein beschwerdeführender Bürger gab an, an Multipler Sklerose zu leiden und dass die Belastung seine gesundheitliche Situation negativ beeinflusse.
HAFTSTRAFEN FÜR GEMEINDEBEAMTE
Das 2. Strafgericht erster Instanz von Isparta fällte sein Urteil über die Gemeindebeamten. Die stellvertretenden Bürgermeister von Isparta, U.B. und F.Y., der Leiter der Ordnungsbehörde H.E. sowie der Abteilungsleiter der Immobilien- und Enteignungsbehörde A.Ç. wurden wegen „Pflichtverletzung durch Unterlassung“ zu jeweils drei Monaten Haft verurteilt. Vor Gericht wurde erklärt, dass die Strafe verhängt wurde, weil der Mietvertrag für den Hochzeitssaal trotz Vorliegens von Kündigungsgründen nicht aufgelöst und die Betriebserlaubnis nicht widerrufen wurde.
GUTACHTERBERICHT BEFAND GEMEINDE FÜR SCHULDIG
Dem Bericht von Veryansın zufolge wurde im Gutachten während des Gerichtsverfahrens festgestellt, dass zahlreiche CİMER-Beschwerden über den Hochzeitssaal vorlagen, die Gemeinde jedoch nicht wie erforderlich eingriff. Im Bericht hieß es: „Obwohl eine Genehmigung für Live-Musik erteilt wurde, wurde diese nicht widerrufen; obwohl festgestellt wurde, dass in offenen Bereichen Musik gespielt wurde, ließ man den Betrieb des Saals weiterlaufen.“ Zudem wurde erklärt, dass die Stadtverwaltung Isparta bei ihren Kontrollen den Betrieb des Saals nicht stoppte und anstelle der von der Provinzdirektion verhängten Geldstrafen die Gemeinde die Musikerlaubnis weiterhin nicht widerrief.
STRAFEN IN GELDSTRAFEN UMGWANDELT
Das Gericht wandelte die dreimonatige Haftstrafe gegen den Abteilungsleiter der Immobilien- und Enteignungsbehörde A.Ç. in eine Geldstrafe um. Die stellvertretenden Bürgermeister F.Y. und U.B. sowie der Leiter der Ordnungsbehörde H.E. erhielten jeweils dreimonatige Haftstrafen. Aufgrund gesetzlicher Bestimmungen wurden diese Strafen jedoch auf 2 Monate und 15 Tage reduziert, und es wurde entschieden, die Angeklagten einer fünfjährigen Bewährungszeit zu unterstellen.
Nachrichtenquelle: 12punto
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