Antrag der İYİ-Partei zum „Rahmengesetz“ im Parlament mit Stimmen von AKP und MHP abgelehnt
Der Antrag der İYİ-Partei auf Untersuchung des „Rahmengesetzes“ und der Praktiken während des Lösungsprozesses wurde in der Generalversammlung der TBMM nicht angenommen.
In der Generalversammlung der Großen Nationalversammlung der Türkei (TBMM) wurde der von der İYİ-Partei eingebrachte Antrag auf eine parlamentarische Untersuchung des Gesetzentwurfs zur Stärkung der nationalen Solidarität und gesellschaftlichen Integration, in der Öffentlichkeit als „Rahmengesetz“ bekannt, sowie der Praktiken während der Lösungsphase von 2013-2015 abgelehnt.
Der Antrag, der in der unter dem Vorsitz des stellvertretenden Parlamentspräsidenten Tekin Bingöl tagenden Generalversammlung beraten wurde, fand mit den Stimmen der Abgeordneten von AKP und MHP keine Mehrheit. Der Antrag forderte eine Untersuchung der Bestimmungen in Artikel 4 des Gesetzes Nr. 6551, das im Zeitraum 2013-2015 erlassen wurde, sowie des Umfangs und der Folgen der „Straffreiheitsklausel“ in Artikel 10 des Entwurfs.
Die İYİ-Partei forderte die Feststellung der Gründe und Folgen für Anweisungen zur Verschiebung oder Einstellung von Operationen, die Gründe für das Ausbleiben rechtzeitiger Interventionen bei den Graben- und Barrikadenvorfällen sowie die Ermittlung der Zahl der in diesem Prozess gefallenen Märtyrer und der politisch-administrativ Verantwortlichen.
DEBATTE IN DER GENERALVERSAMMLUNG
Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Uğur Poyraz, der für die İYİ-Partei zum Antrag sprach, kritisierte die Regelung scharf. Poyraz äußerte Bedenken hinsichtlich der Bestimmungen zur Waffenabgabe und zur Bewährungsstrafe und argumentierte, es sei unklar, wie die abzugebenden Waffen mit den Waffen im Besitz der Organisation abgeglichen werden sollten.
Poyraz widersprach zudem der Bestimmung in Artikel 10 des Entwurfs, wonach für Amtsträger keine rechtliche, administrative oder strafrechtliche Verantwortung entstehen soll. Der İYİ-Abgeordnete Poyraz sagte: „Diejenigen, die es umsetzen, sind nicht verantwortlich, und diejenigen, die dieses Gesetz machen, sind ebenfalls nicht verantwortlich, aber den Preis zahlen das türkische Volk, der türkische Soldat und die türkische Polizei.“
Der Abgeordnete für Diyarbakır, Cengiz Çandar, der für die DEM-Partei-Fraktion sprach, bezeichnete den Gesetzentwurf als „den ersten rechtlichen Schritt auf dem Weg zum Ziel eines Friedens und einer demokratischen Gesellschaft“. Çandar erklärte, dass der Prozess, der im Zeitraum 2013-2015 ergebnislos blieb, diesmal erfolgreich durchgeführt werden müsse.
Der Abgeordnete der YENİ-Partei für Ankara, Umut Akdoğan, sagte, dass Konflikte und Terror die gesamte Gesellschaft beträfen, und drückte aus, dass das Ziel der Entwaffnung zusammen mit Schritten zur Demokratisierung behandelt werden müsse. Akdoğan bewertete: „Die Waffen müssen im Feuer begraben werden, aber es muss unbedingt demokratisiert werden.“
Der AKP-Abgeordnete für Antalya, Kemal Çelik, sagte hingegen, die Regelung sei ein „vorübergehendes und eigenständiges“ Gesetz. Çelik betonte, dass es sich bei dem Entwurf nicht um eine allgemeine Amnestie oder ein personenbezogenes Amnestiegesetz handele, und argumentierte, das Ziel sei die „Stärkung der nationalen Solidarität und Brüderlichkeit“.
Während der Beratungen kam es auch zu einer Auseinandersetzung zwischen Poyraz und dem stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der YENİ-Partei, Ali Mahir Başarır. Başarır reagierte auf Poyraz’ Äußerungen, wonach seine Partei sich von der Republik und Atatürk entferne.
Bei der anschließenden Abstimmung wurde der Antrag der İYİ-Partei auf eine parlamentarische Untersuchung mit den Stimmen von AKP und MHP abgelehnt.
Nachrichtenquelle: 12punto
Meistgelesen
Nach Beschwerde von Aziz Yıldırım gehandelt
Haftbefehl gegen Avcılar-Bürgermeister Çaykara aufgehoben
Trump stichelt auf der Bühne gegen Biden
Versorgungsprobleme bei der US Navy
Kılıçdaroğlus Fraktionsrede sorgt für Unruhe in der CHP!
Worte wie Schüsse: Ein Veteran an die Abgeordneten!..
Vorbereitungen für Operationen gegen drei AKP-Gemeinden!
Wer hat wie viel an den Ahbap-Verein gespendet?
Ehefrau von İlkay Çiçek reagiert auf Chat-Vorwürfe
Erste Stellungnahme der Familie von Uğur Mumcu nach Treffen mit Akın Gürlek