Wollen die Bürger vorgezogene Neuwahlen? Hier sind die Umfrageergebnisse
Das Meinungsforschungsinstitut Area Araştırma hat die Ergebnisse seiner Umfrage für den Monat Juli veröffentlicht. Demnach liegt die CHP bei den gültigen Stimmen mit 32,1 Prozent auf dem ersten Platz. Zudem sprachen sich 53,3 Prozent der Befragten für vorgezogene Neuwahlen aus.
Area Araştırma hat die Ergebnisse einer Studie veröffentlicht, die zwischen dem 4. und 7. Juli in 26 Provinzen mit 2.056 Personen mittels CATI-Methode (computergestützte telefonische Befragung) durchgeführt wurde. Die Fehlertoleranz wurde mit +- 2,16 Prozent berechnet.
Den Bürgern wurde die Frage gestellt: „Welche Partei würden Sie wählen, wenn heute Parlamentswahlen wären?“
Die gewonnenen Daten wurden mit den Stimmenanteilen verglichen, die die politischen Parteien bei den Parlamentswahlen am 14. Mai erzielt hatten. Demnach belegt die CHP bei den gültigen Stimmen mit 32,1 Prozent den ersten Platz. 29 Prozent der Umfrageteilnehmer gaben an, die AKP zu wählen.
Hier sind die Umfrageergebnisse:

FORDERUNG NACH VORGEZOGENEN NEUWAHLEN
Auf die Frage in der Umfrage: „Sollte es Ihrer Meinung nach vorgezogene Parlamentswahlen geben?“ antworteten 53,3 Prozent mit Ja.
In der Umfrage, in der sich eine Mehrheit für vorgezogene Neuwahlen aussprach, lag der Anteil derer, die mit Nein antworteten, bei 41,2 Prozent. 5,5 Prozent machten keine Angabe.
ANTWORT ZUM PARLAMENTARISCHEN SYSTEM
Während 35,4 Prozent der Befragten angaben, dass das Regierungssystem in der Türkei mit dem durch das Referendum 2017 eingeführten Präsidialsystem fortgesetzt werden sollte, wünschte sich eine Mehrheit von 54,5 Prozent eine Rückkehr zum parlamentarischen System. Der Anteil derer, die keine Meinung äußerten, lag bei 10,1 Prozent.
MANSUR YAVAŞ LIEGT VORN
Eine weitere gestellte Frage lautete: „Wer sollte bei der nächsten Präsidentschaftswahl der Kandidat der Opposition sein?“ In den Antworten belegte der Bürgermeister der Stadt Ankara (ABB), Mansur Yavaş, mit 25,3 Prozent den ersten Platz. Yavaş folgte der Bürgermeister der Stadt Istanbul (İBB), Ekrem İmamoğlu, mit 19,6 Prozent. Nach İmamoğlu landete der CHP-Vorsitzende Özgür Özel mit 7,8 Prozent auf dem dritten Platz.
KEIN VERTRAUEN IN ŞİMŞEK
Der Anteil derer, die angaben, dass die vom Schatz- und Finanzminister Mehmet Şimşek umgesetzte Politik, die häufig aufgrund von Sparmaßnahmen in der Kritik steht, das Land wieder auf Kurs bringen könne, lag bei 26,2 Prozent. Der Anteil derer, die angaben, dass er das Land nicht auf Kurs bringen könne, übertraf die positiven Stimmen mit 61,1 Prozent deutlich. Der Anteil derer, die keine Meinung äußerten, lag bei 12,7 Prozent.
GESPRÄCHE MIT ASSAD NOTWENDIG
Der Anteil derer, die angaben, dass die Regierung zur Lösung des Problems der syrischen Flüchtlinge mit dem syrischen Präsidenten Baschar al-Assad sprechen sollte, lag bei 85,4 Prozent. Während der Anteil derer, die angaben, dass sie nicht sprechen sollte, bei 8,5 Prozent lag, machten 6,1 Prozent keine Angabe.
UNTERSTÜTZUNG FÜR NORMALISIERUNG
Der Bevölkerung wurden auch Fragen zur Normalisierungs- bzw. Entspannungsphase in der Politik gestellt, die durch das Treffen zwischen dem CHP-Vorsitzenden Özel und Präsident Erdoğan eingeleitet wurde. Bürger, die diesen Prozess positiv bewerteten, stellten mit 54 Prozent die Mehrheit dar. Der Anteil derer, die ihn negativ bewerteten, lag bei 35,6 Prozent, während 10,4 Prozent keine Meinung äußerten. Zudem lag der Anteil derer, die angaben, dass die CHP die Gespräche mit der AKP fortsetzen sollte, bei 59,2 Prozent; der Anteil derer, die angaben, dass sie nicht mit der AKP sprechen sollte, lag bei 27,7 Prozent.
Nachrichtenquelle: 12punto
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