CHP-Abgeordneter Günaydın kritisiert AKP-Reihen im Parlament wegen Doppelgehalt
Der stellvertretende CHP-Fraktionsvorsitzende Gökhan Günaydın hat im Plenum der Großen Nationalversammlung der Türkei die Vorwürfe thematisiert, dass der Istanbuler Generalstaatsanwalt Akın Gürlek gesetzeswidrig ein Gehalt von Eti Maden bezieht. Während von den AKP-Reihen keine Antwort kam, ging Akbaşoğlu in seiner Rede auf völlig andere Themen ein.
Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Republikanischen Volkspartei (CHP), Gökhan Günaydın, hat die gegen den Istanbuler Generalstaatsanwalt Akın Gürlek erhobenen Vorwürfe eines „Doppelgehalts“ im Plenum der Großen Nationalversammlung der Türkei zur Sprache gebracht. Günaydın erklärte, dass entgegen dem Richter- und Staatsanwaltsgesetz ein Gehalt von einer anderen Institution bezogen werde.
Den Informationen zufolge, die der CHP-Vorsitzende Özgür Özel kürzlich der Öffentlichkeit mitteilte, soll Akın Gürlek nach seiner Ernennung zum Istanbuler Generalstaatsanwalt von November 2024 bis August 2025 als Vorstandsmitglied des staatlichen Unternehmens Eti Maden im Ausland tätig gewesen sein und neun Monate lang ein Gehalt bezogen haben.
Gemäß Artikel 59 des Richter- und Staatsanwaltsgesetzes ist es Angehörigen der Justiz während ihrer aktiven Dienstzeit untersagt, ein Gehalt von einer anderen Institution oder Organisation zu beziehen.
„WAS SAGEN DIE KOLLEGEN DAZU, DIE SONST ZU ALLEM EINEN KOMMENTAR HABEN?“
In seiner Rede vom Rednerpult des Parlaments aus wandte sich Günaydın an die AKP-Reihen und äußerte sich wie folgt:
„Ich sage es jetzt. Was sagt ihr dazu, Kollegen, die ihr sonst zu jedem Thema einen Kommentar parat habt? Ein Staatsanwalt, der ein Gehalt von einer Institution bezieht, die unter der Verwaltung des türkischen Vermögensfonds steht, spricht in der Türkei Recht. Was sagt ihr dazu? Ist das ein Beispiel für die unabhängige Arbeit von Legislative, Exekutive und Judikative oder ist das ein juristischer Skandal? Wird der Rat der Richter und Staatsanwälte auch in dieser Angelegenheit schweigen?“
STATT ANTWORT VON DER AKP: „2071“-BOTSCHAFT
Auf diesen Vorstoß des CHP-Abgeordneten Günaydın erfolgte von den AKP-Reihen keine Reaktion.
Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Muhammet Emin Akbaşoğlu, der für die AKP-Fraktion das Wort ergriff, ging in seiner Rede nicht auf die genannten Vorwürfe ein.
Akbaşoğlu sprach in seiner Erklärung über seltene Erden in Eskişehir, unbemannte Luftfahrzeuge, Arbeiten im Bereich der Kernenergie und die Vision 2071 der Türkei.
Nachrichtenquelle: 12punto
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