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CHP-Abgeordneter Tan zur „Schengen“-Problematik: „Die EU verhängt indirekte Sanktionen gegen die Regierung“

Der CHP-Abgeordnete für Istanbul, Namık Tan, erklärte, dass türkische Staatsbürger bei der Beantragung von Schengen-Visa auf erhebliche Schwierigkeiten stoßen. Er sagte: „Unserer Ansicht nach verhängt die Europäische Union aufgrund der zunehmenden Erosion demokratischer Institutionen und Gepflogenheiten in der Türkei indirekte Sanktionen gegen die Regierung.“

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CHP-Abgeordneter Tan zur „Schengen“-Problematik: „Die EU verhängt indirekte Sanktionen gegen die Regierung“

Der CHP-Abgeordnete Tan erinnerte bei einer Pressekonferenz im Parlament daran, dass türkische Staatsbürger seit drei Jahren bei der Beantragung von Schengen-Visa in EU-Ländern mit großen Benachteiligungen zu kämpfen haben. Er betonte, dass die CHP diese Problematik auf allen Plattformen, auf denen sie die Türkei vertritt, gegenüber ihren europäischen Gesprächspartnern zur Sprache bringe, jedoch bisher keine konkreten Schritte zur Lösung des Problems habe feststellen können.

„INDIREKTE SANKTIONEN“

Tan behauptete, dass die Volksallianz (Cumhur İttifakı) die seit 1963 unternommenen Bemühungen der Türkei um eine Vollmitgliedschaft in der EU missachte und die Beitrittsverhandlungen auf Eis gelegt habe. Dies habe europäische Regierungen dazu ermutigt, türkische Staatsbürger nachlässig zu behandeln. Er bewertete die Situation wie folgt: „Unserer Ansicht nach verhängt die Europäische Union aufgrund der zunehmenden Erosion demokratischer Institutionen und Gepflogenheiten in der Türkei indirekte Sanktionen gegen die Regierung.“

DAS ANSEHEN DES TÜRKISCHEN PASSES

Der CHP-Politiker Tan erklärte, dass die Länder des Schengen-Raums die zunehmenden Fälle illegaler Migration türkischer Staatsbürger in EU-Länder als Begründung anführen. Er fügte hinzu: „Es ist eine Tatsache, dass die EU-Länder eine harte und teilweise diskriminierende Politik gegenüber der Türkei und ihren Bürgern verfolgen. Wenn diese Realität in unserem Land jedoch analysiert wird, wird das Thema lediglich durch die Brille der Verbreitung rassistischer Ideen oder der Existenz von Islamophobie in Europa betrachtet. Niemand spricht darüber, dass die Regierung in der Türkei, insbesondere das Außenministerium, keine ausreichenden Maßnahmen ergreift, um das Ansehen des türkischen Passes zu stärken und die Rechte unserer Bürger besser zu schützen.“

KASKADIERENDES VISA

Tan verwies darauf, dass die EU-Kommission am 18. April 2024 eine „kaskadierende Visaregelung“ für indische Staatsbürger eingeführt habe, und stellte die Frage: „Warum arbeitet das Außenministerium nicht daran, dass auch unsere Bürger automatisch von einer kaskadierenden Visaregelung profitieren können?“

OFFENER AUFRUF

Namık Tan fragte zudem, warum die Visaliberalisierung im Rahmen des EU-Türkei-Rückübernahmeabkommens noch immer nicht in Kraft getreten sei, und äußerte sich wie folgt: „Warum ist die Mentalität, die das EU-Ministerium mit der Begründung schloss, das Außenministerium sei ausreichend, bei der Umsetzung eines durch Abkommen erworbenen Grundrechts so wirkungslos, ganz zu schweigen von einer EU-Mitgliedschaft? Wir richten einen offenen Aufruf an den Außenminister Hakan Fidan, der für diese Fragen zuständig ist, sich vorrangig mit diesem Thema zu befassen.“


Nachrichtenquelle: AA

Namık Tan Schengen-Visum Schengen