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DEM-Parteivorsitzende Tülay Hatimoğulları: Gespräche finden nicht mit AKP-MHP statt, sondern mit dem Staat

Die Ko-Vorsitzende der DEM-Partei, Tülay Hatimoğulları, bewertete bei einem Panel in Hatay die Nichtbeteiligung der CHP an der Imralı-Kommission als Manko und betonte, dass der Staat der eigentliche Ansprechpartner in diesem Prozess sei.

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DEM-Parteivorsitzende Tülay Hatimoğulları: Gespräche finden nicht mit AKP-MHP statt, sondern mit dem Staat

Im Bezirk Defne in Hatay fand ein Panel unter dem Titel „Demokratie, Frieden und die Zukunft unserer Region“ statt. Die Ko-Vorsitzende der DEM-Partei, Tülay Hatimoğulları, erklärte bei ihrer Rede, dass der seit über einem Jahr andauernde „Friedens- und demokratische Lösungsprozess“ wichtige Phasen durchlaufe. Hatimoğulları sagte, dass die Arbeit der im Parlament eingerichteten Kommission bei der Frage der „Anhörung von Imralı“ ins Stocken geraten sei, und betonte insbesondere die Notwendigkeit einer Teilnahme der CHP an diesem Prozess.

BLOCKADE DER IMRALI-KOMMISSION

Hatimoğulları wies darauf hin, dass die notwendigen Schritte für eine Anhörung von Imralı nicht unternommen wurden: „Öcalans Organisation hat dies ebenfalls als Bedingung gestellt. Bevor es so weit kam, hätte man schon viel früher auf die Insel gehen müssen. Die Kommission hat eine Entscheidung getroffen und wird nun dorthin reisen, aber wir hätten uns gewünscht, dass diese Entscheidung einstimmig gefallen wäre.“ Hatimoğulları bewertete die Entscheidung der CHP, sich nicht an der Kommission zu beteiligen, als Manko und wies auf die Bedeutung einer Beteiligung der CHP an diesem Prozess hin. Sie äußerte: „Die CHP hat sich entschieden, nicht teilzunehmen; das ist ein Manko.“

REDE ÜBER DEMOKRATIE UND AUTORITARISMUS

Hatimoğulları äußerte sich zu der politischen Lage in der Türkei und erklärte, dass sie niemals in einem Umfeld präsent sein würden, in dem es keine Demokratie gebe und Autoritarismus vorherrsche. Sie betonte, dass sie in diesem Prozess wichtige Treffen mit der alevitischen Gemeinschaft und verschiedenen Gewerkschaftsorganisationen abgehalten hätten: „Die DEM-Partei nimmt nicht an einem Umfeld teil, in dem es keine Demokratie gibt und das autoritär geworden ist. Wir treffen unsere Entscheidungen entsprechend. Weder das kurdische Volk noch die DEM-Partei können dort existieren, wo es keine Demokratie und Freiheiten gibt“, sagte sie.

CHP-BETEILIGUNG AM PROZESS IST NOTWENDIG

Hatimoğulları erklärte, dass die Gespräche mit der AKP und der MHP in diesem Prozess nicht ausreichten und der Staat selbst der eigentliche Ansprechpartner sei. „Diese Gespräche sind kein Prozess, der mit der AKP und der MHP geführt wird, sondern mit dem Staat. Die Kriegsparteien setzen sich an den Tisch; das sehen wir bei allen Konfliktlösungsprozessen weltweit“, sagte sie. Hatimoğulları betonte, dass auch Öcalan diese Ansicht wiederholt geäußert habe. „Dass die CHP außerhalb dieses Prozesses bleibt, ist ein Manko. Die CHP muss unbedingt und auf jeden Fall Teil dieses Prozesses sein“, fuhr sie fort.

ZUNEHMENDER DRUCK SORGT FÜR BESORGNIS

Hatimoğulları ging auch auf den jüngsten Druck ein. „In der alevitischen Gemeinschaft und in links-sozialistischen Kreisen gibt es große Sorgen. Diese Sorgen sind nicht unbegründet. Wir stehen immer an der Seite der Unterdrückten und Ausgebeuteten. Wir können nicht akzeptieren, dass der Druck, den die DEM-Partei zuvor erlebt hat, nun gegen die Cumhuriyet Halk Partisi gerichtet wird. Wir sind uns in dieser Frage sehr einig; unsere Solidarität mit der CHP hält an und wir unterstützen den Prozess“, erklärte sie.

Hatimoğulları bewertete auch die Entwicklungen in Syrien. Sie verurteilte insbesondere die Massaker, denen die arabischen Aleviten in Syrien ausgesetzt sind, und sagte, dass sich die neue Ordnung in Syrien forme und ein demokratischer Integrationsprozess verfolgt werden müsse. „Die Regierung in Damaskus verteidigt eine zentralistische Verwaltung und Scharia-Regeln, während die SDF ein demokratisches Syrien wollen“, sagte sie und wies auf die Gespräche zwischen den beiden Seiten hin.


Nachrichtenquelle: 12punto

Tülay Hatimoğulları