Erdoğan zur „Türkei ohne Terror“-Initiative: Wir tolerieren keine riskanten Ansätze
Auf dem Rückflug aus Kirgisistan äußerte sich Erdoğan zum Prozess einer „Türkei ohne Terror“ und betonte, dass er Rhetorik ablehne, die den gesellschaftlichen Zusammenhalt gefährden könnte.
Präsident und AKP-Vorsitzender Recep Tayyip Erdoğan beantwortete auf dem Rückflug aus Kirgisistan Fragen von Journalisten zur aktuellen politischen Agenda. Erdoğan äußerte sich zu den Diskussionen und der Kritik rund um den Prozess, der als „Türkei ohne Terror“ bezeichnet wird.
Erdoğan betonte, dass man den Prozess nicht aus einem „engen Blickwinkel“ betrachten dürfe und sagte: „Wir werden aufrichtig sein. Wir werden verantwortungsbewusst sein. Wir werden besonnen sein und unsere Brüderlichkeit bewahren.“
Erdoğan erklärte, dass er gegen Rhetorik sei, die dem gesellschaftlichen Zusammenhalt schaden könnte, und fügte hinzu: „Wir können keine Ansätze tolerieren, die die Brüderlichkeit der Nation untergraben, den gesellschaftlichen Zusammenhalt verletzen und das Risiko bergen, die in der Vergangenheit durch den Terror entstandenen Bruchlinien erneut zu aktivieren.“
Erdoğan argumentierte, dass einige politische Akteure „maßlose Rhetorik“ verwenden könnten und dass diese auch dazu genutzt werden könne, den Prozess zu beeinflussen. „Jede Äußerung, die nicht dem gesellschaftlichen Zusammenhalt dient, trägt zum Chaos bei“, sagte Erdoğan und fügte hinzu, er glaube, dass die Gesellschaft eine Widerstandsfähigkeit gegen solche Provokationen entwickelt habe.
In Bezug auf den Prozess sagte Erdoğan: „Dieses Vorhaben wurde vom Volk auf den Weg gebracht und es hat sich bewährt.“ Er ergänzte: „Die innere Front zu stärken bedeutet nicht, Unterschiede auszulöschen. Wir werden uns trotz unserer Unterschiede auf dem gemeinsamen Nenner der Türkei vereinen. Wir nennen das den ‚Großen Türkei-Konsens‘.“
Auf die Frage, wann der Prozess abgeschlossen sein werde, antwortete Erdoğan, dass es nicht möglich sei, einen genauen Zeitplan zu nennen. Erdoğan erklärte, dass sie den Prozess einer „Türkei ohne Terror“ eher als Ziel denn als Zeitplan betrachteten und sagte: „Natürlich haben wir als Staat eine Roadmap, einen Plan und eine Zeitplanung. Unsere zuständigen Institutionen arbeiten derzeit koordiniert an diesem Prozess.“
Nachrichtenquelle: 12punto
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