Ermittlungserlaubnis gegen Mansur Yavaş wegen Ankapark-Vorwürfen... 'Sie sind in Panik'
Die Generalstaatsanwaltschaft Ankara hat beim Innenministerium die Erlaubnis zur Einleitung eines Ermittlungsverfahrens gegen Mansur Yavaş wegen des im Ankapark entstandenen öffentlichen Schadens beantragt. Yavaş wies die Vorwürfe zurück, erklärte, die Verantwortlichen seien „in Panik“ und betonte, dass die Verantwortung bei Melih Gökçek liege.
Während die Generalstaatsanwaltschaft Ankara Ermittlungen wegen des Verdachts auf öffentlichen Schaden bei Konzertveranstaltungen der Stadtverwaltung Ankara zwischen 2021 und 2024 eingeleitet hat, wurde auch die Akte zum Ankapark zur Prüfung herangezogen. Die Staatsanwaltschaft hat beim Innenministerium die Erlaubnis zur Einleitung eines Ermittlungsverfahrens gegen Mansur Yavaş wegen des Vorwurfs der „Amtsmissbrauchs“ beantragt.
Als Begründung für den Antrag der Staatsanwaltschaft wurde angeführt, dass der Ankapark während der Amtszeit von Yavaş geschlossen, ungeschützt gelassen und Materialien daraus gestohlen worden seien. Zudem wurde behauptet, Yavaş habe die Vorwürfe ignoriert und nicht gegen die Beschädigung von öffentlichem Eigentum interveniert.
In der bei der Staatsanwaltschaft eingereichten Beschwerdeschrift heißt es:
„Der Ankapark wurde während der Amtszeit von Mansur Yavaş geschlossen und ist bis heute nicht wiedereröffnet worden. Die Stadtverwaltung hat argumentiert, sie habe keine Kontrollbefugnis über die Nutzung des Parks. In dem zwischen der Stadtverwaltung und dem Pächter unterzeichneten Vertrag liegt jedoch jegliche Kontrollbefugnis bei der Stadtverwaltung Ankara. Der Park ist seit 6 Jahren verfallen und die darin befindlichen Materialien wurden gestohlen. Der Gesamtwert der gestohlenen Materialien übersteigt 3 Milliarden TL. Mansur Yavaş hat die Diebstahlsvorwürfe im Park öffentlich gemacht, aber der Presse und den städtischen Medien keine Drehgenehmigung erteilt. Wenn tatsächlich ein Diebstahl stattgefunden hat, ist es ein Fall von Duldung durch die Verwaltung.“
YAVAŞ ANTWORTET AUF DIE VORWÜRFE
In einer Stellungnahme zu diesen Vorwürfen erklärte Mansur Yavaş: „So etwas gibt es nicht. Zuvor wurde bereits behauptet, die Materialien dort seien verrottet oder verschwunden. Der Inspektor kam im April, führte seine Untersuchungen durch und ging wieder. Seit diesem Tag ist nichts passiert. Es gibt auch keine Möglichkeit dazu.“
Yavaş erinnerte an frühere Beschwerden bezüglich des Ankaparks und sagte: „Wir hatten ohnehin keine Befugnis, das Gelände zu betreten. Wir hatten jedoch eine Beschwerde gegen Melih Gökçek eingereicht. Der Staatsrat entschied mit 3 zu 2 Stimmen, dass die Verantwortlichen dort, mit Ausnahme von Gökçek, vor Gericht gestellt werden sollten. In der Entscheidung des Staatsrates heißt es: ‚Jeder einzelne Beschaffungsauftrag muss untersucht werden‘. Trotzdem hat die Staatsanwaltschaft das Verfahren eingestellt. Ich habe dies auf einer Pressekonferenz erläutert.“
„SIE SIND IN PANIK“
Auf die in letzter Zeit zunehmende Kritik reagierte Yavaş wie folgt:
„In den letzten Tagen sind sie in Panik. Abgesehen davon gibt es keine Situation, die uns erreicht hat. Aber ich weiß nicht, was sie sich in ihrem eigenen Kopf ausmalen. Den Grund für ihre Panik werden sie bald sehen, so viel kann ich sagen. Sie wissen, was auf sie zukommt.“ Yavaş betonte, dass die Verantwortung für den Ankapark bei Melih Gökçek liege und fügte hinzu: „Die Firma, die die Arbeiten im Ankapark ausgeführt hat (Binko İnşaat), baut auch das Haus von Osman Gökçek.“
Nachrichtenquelle: 12punto
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