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Erste Reaktion auf „zweites Habur“-Bilder: „Nicht angemessen“

Der Besuch des ehemaligen KRG-Führers Masud Barzani in Şırnak und das Auftreten von Peschmerga-Kräften in Tarnuniformen wurden von Mustafa Akış, dem Chefberater des AKP-Präsidenten Erdoğan, kritisiert. Akış erklärte, diese Bilder seien „nicht angemessen“.

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Erste Reaktion auf „zweites Habur“-Bilder: „Nicht angemessen“

Der Besuch des ehemaligen Präsidenten der Region Kurdistan (KRG), Masud Barzani, im Landkreis Cizre in Şırnak anlässlich seiner Teilnahme am 4. Internationalen Melayê-Cizîrî-Symposium sorgte für großes Aufsehen. Dass Barzani von Peschmerga-Kräften begleitet wurde, die insbesondere durch ihre Tarnuniformen und das Tragen von Langwaffen für seine Sicherheit sorgten, löste eine Debatte aus.

KRITIK AN PESCHMERGA-SCHUTZKRÄFTEN

Nach Barzanis Ankunft in Şırnak äußerte sich der Chefberater des Präsidenten, Mustafa Akış, scharf. In einem Beitrag auf seinem Social-Media-Konto erinnerte Akış daran, dass Barzani im Irak kein offizielles Amt bekleide, und erklärte: „Außer einem Protokolloffizier/Adjutanten dürfen seine Personenschützer niemals Militäruniformen tragen und ihren Dienst nicht mit Langwaffen, sondern nur mit Pistolen ausüben.“

Bei der Veranstaltung am Samstag war zu sehen, wie Barzanis Personenschützer in taktischen Tarnuniformen um ihn herum postiert waren und Langwaffen trugen. Während der Konvoi sich fortbewegte, empfing die Bevölkerung Barzani enthusiastisch; Menschen stiegen auf die Fahrzeuge und unterstützten ihn mit Applaus. Es entstand ein Bild, das an Habur erinnerte, und der Konvoi wurde von einer großen Menschenmenge begleitet. Diese Bilder stießen jedoch im Präsidentenpalast auf Kritik.

„BILDER SIND NICHT ANGEMESSEN“

Mustafa Akış betonte, dass Barzani nach Şırnak eingeladen und als Gast empfangen worden sei, und sagte: „Als gastfreundliche Nation ist es unsere Pflicht, ihn willkommen zu heißen.“ Er unterstrich jedoch, dass Barzani im Irak kein offizielles Amt innehabe: „Der Staat der Republik Türkei hat Protokolle für seine Gäste. Masud Barzani hat derzeit weder in der nordirakischen Verwaltung noch in der irakischen Zentralregierung irgendein Amt. Das bedeutet, das Protokoll, das im Ausland für Abdullah Gül, Ahmet Necdet Sezer oder Binali Yıldırım angewendet wird, ist in etwa das Protokoll, das auch für Herrn Barzani gelten sollte.“

Akış betonte, dass die Türkei stark genug sei, ihre Gäste zu schützen, und sagte: „Abgesehen von einem ehemaligen Staatsbeamten darf selbst dann, wenn ein Staatspräsident unser Land besucht, außer einem Protokolloffizier/Adjutanten kein Personenschützer Militäruniformen tragen oder den Dienst mit Langwaffen statt mit Pistolen ausüben. Zudem ist die Republik Türkei kein schwacher Staat, der seinen Gast in Şırnak nicht schützen könnte; im Gegenteil, sie ist ein Land, das stark genug ist, seine Gäste selbst auf ihrem eigenen Territorium zu schützen.“


Nachrichtenquelle: 12punto

Mesut Barzani